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Dabeisein ist alles beim City-Lauf 2017

Totgesagte leben bekanntlich länger. Das gilt zur Freude vieler auch für den Remscheider City-Lauf. Als der Waterbölles am 26. Mai 2016 den 25. City-Lauf zum Finale im bewährten Rahmen für den 5. Juni ankündigte, konnte noch niemand ahnen, dass es dem Remscheider Sportverein 1897 e. V. mit finanzieller Unterstützung des Sana-Klinikums und örtlicher Unternehmen gelingen würde, die Tradition fortzusetzen. Zunächst war es nur ein Gerücht. Doch am 4. März hieß es dann offiziell: „Am 14. Mai geht es weiter mit dem City-Lauf“. Das untermauerten gestern Hartmut Bau, Vorsitzender des Remscheider Sportverein 1897 e. V., und Dirk Riemer, dessen sportlicher Leiter, zusammen mit Sana-Geschäftsführer. Holger Praßel auf einer Pressekonferenz im Klinikum an der Bürgerstraße. Gastgeber Praßel: „Wir freuen uns, Partner zu sein bei diesem Sportevent für die ganze Familie!“ Sport sei für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig und trage zum Wohlbefinden bei. Und weil das Sana-Klinikum Remscheid eng mit der Stadt verbunden und das Krankenhaus für Remscheid sei, deshalb sei es für Sana auch wichtig, diese Veranstaltung zu unterstützen und aufrecht zu erhalten.

Das Stichwort „Gesundheit“ griff Hartmut Bau gerne auf. Das sei schließlich auch d a s Thema des RSV, was dessen zahlreiche sportliche Angebote bewiesen Zunächst habe es im vergangenen Jahr so ausgesehen, als werde es in Remscheid tatsächlich keinen City-Lauf mehr geben. Doch hatten „Hoffnungsträger den RSV animiert“ - Seitenblick auf Sportdezernent Thomas Neuhaus -, „einen Neustart zu wagen. Und ich freue mich wahnsinnig, dass es geklappt hat!“

„Ich hätte mir die Großstadt Remscheid ohne einen City-Lauf als belebendes Element für die Innenstadt auch nicht vorstellen können“, entgegnete Neuhaus. „Das wäre wirklich jammerschade gewesen!“ Und Sportamtsleiter Martin Sternkopf ergänzte, dass seine Mitarbeiter/&innen und er selbst „sich darauf freuen, in das Rahmenprogramm und die Logistik des City-Laufs am 14. Mai einsteigen zu können“.

Der RSV, der in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen feiert, sehe den City-Lauf langfristig, betonte Dirk Riemer. „Also auch zum 125-järigen in fünf Jahren!“ Wobei in diesem wie in den hoffentlich folgenden Jahren das Miteinander vor der sportlichen Leistung stehen werde, so Hartmut Bau. Anstelle eines 10.000-Meter-Laufs steht deshalb in diesem Jahr als elfter und letzter Lauf am Nachmittag ein „Flashmob“ auf dem Programm (eine Idee von Arnd Bader). Zu diesem Halbstundenlauf braucht sich niemand anzumelden. „Einfach kommen, sein blaues T-Shirt bei den Organisatoren abholen und loslaufen“, beschrieb Riemer gestern die Regeln. Auch für die Bambini-Läufe ist keine Anmeldung erforderlich. Die Online-Anmeldung zum Staffellauf und dem 1.000-Meter-Lauf erfolgt über www.remscheider-rsv.de (hier mehr online zum City-Lauf 2017)

Bis zu 1.800 T-Shirts in allen Größen werden an diesem Tag für alle Läuferinnen und Läufer bereit liegen, angefangen um 12 Uhr beim Lauf der Bambini und ihrer Eltern. Über 300 bis 400 Teilnehmer am Flashmob würde sich Riemer freuen. „Toll wären 600!“ Und wenn sich das kostenlose S-Shirt noch viel mehr nicht entgehen lassen wollen? Dann, so der sportliche Leute des RSV, „werden wir eine Liste aufmachen und die fehlenden nachbestellen!“

Auf Dauer kein 10.000-Meter-Lauf mehr beim Remscheider City-Lauf? Da will sich der RSV noch nicht festlegen. Riemer: „Vielleicht legen wir 2018 wieder einen auf. Dann aber möglichst ohne auswärtige Läufer/&innen, denen es nur auf die Goldmünze ankommt!“

Zur neuen Freibad-Saison ein dritter Bademeister

Wenn es allein nach Rat und Verwaltung ginge, wären seit gestern die Weichen für eine schöne Saison im Freibad Eschbachtal gestellt. Aber über das Wetter konnte gestern der Rat der Stadt leider nicht entscheiden. Also war es Optimismus, dass Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz nach dem einstimmigen Beschluss, zum 1. April im Stellenplan der Stadt eine dritte Schwimmmeisterstelle für das Freibad einzurichten mit  Personalkosten von 47.700 Euro, verkündete: „Ich freue mich auf einen schönen Sommer!“ Die Mehrausgaben an dieser Stelle werden übrigens weitgehend kompensiert durch einen Kw-Vermerk an anderer Stelle (Sportstättenunterhalter des Röntgen-Stadions). Zugleich beauftragte der Rat der Stadt die Verwaltung gestern, „nach Ablauf der Saison einen umfassenden Bericht sowie ein Konzept im Hinblick auf Investitionen und den weitergehenden Betrieb des Freibades zu erarbeiten“. Kommentar von Thomas Brützel (W.i.R.): „Eigentlich hätte ich eine andere Reihenfolge erwartet: Erst das Konzept, dann die neue Planstelle!“ Und die Reihenfolge war nicht das einzige Ungewöhnliche an diesem Tagesordnungspunkt: Eigentlich hätte er in den Haupt- und Finanzausschuss gehört, doch die Beschlussvorlage war zu dessen jüngster Sitzung nicht fertig geworden, wie der OB einräumen musste. Und weiter schieben mochte die Verwaltung ihn auch nicht. Denn die Frühjahrsarbeiten im Freibad stehen kurz bevor.

„Die abgelaufene Freibadsaison 2016 hat neben vielen gelungenen Aktionen, die zusätzlich angeboten und auch gut angenommen wurden, gezeigt, dass die zusätzlichen Angebote ... einen angemessenen und verlässlichen Personaleinsatz bedingen, da sonst die Öffnungszeiten aus Sicherheitsgründen reduziert werden müssten. (Betreiberverantwortung und Betreiberpflichten)“, hatte die Verwaltung die neue Stelle begründet. „Hauptamtlich sind im Freibad Eschbachtal derzeit zwei Mitarbeiter beschäftigt. Die Stelle des Betriebsleiters hat seit 1995 einen Kw-Vermerk, der mit der damals für Anfang 1997 beabsichtigten Schließung des Bades begründet wurde.“ Am 23. Juni 1997 hatte der Rat jedoch entschieden, das Freibad weiter in städtischer Verantwortung zu belassen.

Bereits dieser Beschluss beinhaltete die befristete Einrichtung einer dritten Schwimmmeisterstelle. Aber dann wurde bis zum Jahre 2015 der ehemalige Badleiter, der auch die Dienstwohnung auf dem Gelände bewohnt, über das als saisonale Zusatzkraft eingestellt. Nachdem dieser Vertrag 2016 aus gesundheitlichen Gründen ausgelaufen war, „nutzte der Fachdienst Sport und Freizeit aus Gründen der Sparsamkeit die Möglichkeit der Personalgestellung durch einen Dritten“, so die Verwaltung weiter. Aber: „Aufgrund hoher Ausfallzeiten hat sich dieser Weg als nicht verlässlich und praktikabel erwiesen.“

Außerhalb der Saison arbeiten die Schwimmmeister sowie Fachkräfte aus dem Fachdienst Sport und Freizeit an der Behebung von baulichen Mängeln bzw. am Substanzerhalt der Freibadanlage (z.B. Sanierung barrierefreie Toilette, undichte Anschlüsse der Ringleitung, Sanierung der  Duschanlage etc.). Das Kassenpersonal und die Rettungsschwimmer werden in der Saison über Zeitverträge eingestellt (z.B. Studentinnen und Studenten).  Im Übrigen werden, um Personalkosten für die Stadtverwaltung einzusparen, schon seit Jahren öffentliche geförderte Mitarbeiter eingesetzt. Denn es gibt immer viel zu tun. Die Verwaltung: „Die technische und bauliche Ausstattung des Freibades ist auf dem Stand der sechziger Jahre und sehr störanfällig. Viele Arbeiten müssen daher von den hauptamtlichen Mitarbeitern noch von Hand (z.B. Chlorierung) erledigt werden und sind entsprechend zeitintensiv.“

DOC-Bebauungsplan erst im April im Amtsblatt

„Es mutet merkwürdig an, dass nach der Eile, die zur Verabschiedung des Satzungsbeschlusses Ende letzten Jahres führte, Monat um Monat ins Land ging, ohne dass dieser ortsüblich im Amtsblatt veröffentlicht wurde“, kommentierte Peter Lange am 25. März eine kritische Presseerklärung der Bürgerinitiative Lennep e.V.  vom 22. März zu der bislang fehlende Bekanntmachung des DOC-Bebauungsplans Amtsblatt der Stadt Remscheid.  Gestern nun ließ Lange dem Leserbrief in der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Ratssitzung mehrere Fragen zum Thema folgen. Sie wurden von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz beantwortet.

Nachfolgend die Fragen von Peter Lange samt Einleitung: „Mit großer Eile wurde Ende 2016 der Satzungsbeschluss für den Rat vorbereitet und schließlich auch im Rat verabschiedet. Als Remscheider Bürger der sich schon etwas länger mit dem Thema DOC beschäftigt habe ich daraufhin eine schnelle Veröffentlichung im Amtsblatt erwartet. Zu meiner Überraschung ist diese bis heute nicht erfolgt, so das der Satzungbeschluss noch keine Rechtskraft erlangt hat. Dieser Sachverhalt wiederum schiebt das Ende der Klagefrist weit in das Jahr 2018 hinein. Trotzdem wird öffentlich behauptet, der Baubeginn des DOC werde Anfang 2018 erfolgen. Dies würde bedeuten das der Baubeginn zu einem Zeitpunkt erfolgt da der Satzungsbeschluss noch keine Bestandskraft erlangt hat. Die Aussage von Ihnen Herr Oberbürgermeister im Stadtentwicklungsausschuss, auf die von Frau Stamm geäußerten Zweifel an dem in der DOC Zeitung publizierten Baubeginn, " man solle sich überraschen lassen" spricht nicht für Transparenz. Wenn man nach dem Satzungsbeschluss sage und schreibe drei Monate verstreichen lässt ohne diesen ortsüblich zu veröffentlichen und diese Verzögerung nicht plausibel zeitnah erklärt schafft man damit unnötig Raum für Spekulationen.

1 Frage: Womit ist die Verzögerung bei der Veröffentlichung im Amtsblatt zu begründen?

2 Frage: Für welchen Termin ist die Veröffentlichung im Amtsblatt geplant, grobe Einschätzung reicht!

3 Frage: Ist geplant bereits vor Abschluss der Klagefrist mit dem Bau des DOC zu beginnen? Oder wird auf jeden Fall die Erlangung der Bestandskraft des Satzungsbeschlusses abgewartet?

Frage an die Fraktionen und Gruppen außer Pro NRW/Pro Deutschland deren Antwort ist nicht von Interesse)

4 Frage: Sind die Fraktionen und Ratsgruppen über die Gründe der Verzögerung informiert, interessieren sie sich nicht für dieses Thema, oder weshalb wird so wenig nachgefragt und nicht auf die notwendige Transparenz gedrungen die ja im Interesse aller liegen sollte, auch der grundsätzlichen Befürworter des DOC Projektes?“

Oberbürgermeister Mast-Weisz dazu: „Auf Grundlage des Satzungsbeschlusses zum Bebauungsplan Nr. 657  „Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep“ des Rates der Stadt Remscheid am 13.12.2016 wurde seitens der Verwaltung mit Beginn des Jahres 2017 (nach allgemeiner Schließung der Dienststellen der Stadtverwaltung Remscheid über die Weihnachtsfeiertage und dem Jahreswechsel) an der Dokumentation und Erstellung der Antwortschreiben nebst zugehörigen Unterlagen der im Rahmen der erneuten Beteiligung eingegangenen Stellungnahmen an die betroffenen Bürgerinnen und Bürger (der Öffentlichkeit), der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, sowie der kommunalen Körperschaften (Gemeinden/Kreise) gearbeitet. Die Unterrichtung der Betroffenen sollte vor Bekanntmachung des Bebauungsplans 657 durch Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt Remscheid durch die Verwaltung erfolgen.

Aufgrund der bekannten personellen Engpässen im Bereich des Fachdienstes 0.12 und des hohen logistischen Aufwandes aufgrund der Vielzahl der der Verwaltung vorliegenden Stellungnahmen des zuvor dargestellten Personen- / Körperschaftskreises, wurden diese Unterlagen im Laufe der 11. / 12 Kalenderwoche versandt. Die Verwaltung stellt derzeit die für die Bekanntmachung erforderlichen Unterlagen / Schriftsätze zusammen. Eine Bekanntmachung durch Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt Remscheid ist derzeit für Mitte / Ende April vorgesehen.“ Dazu Jens Peter Nettekoven (CDU), auch im Namen von SPD, FDP und W.i.R.: „Die  Schreiben an die Bürger im Vorfeld der Veröffentlichung findet unsere Zustimmung!“

Den Baubeginn auf Grundlage einer erteilten Baugenehmigung bestimme alleine der Bauherr / Investor, so der OB weiter. Mit dem Tage der Erteilung der Baugenehmigung habe der Bauherr / Investor das Recht, innerhalb von drei Jahren mit der Ausführung des Bauvorhabens zu beginnen. Ob und wann aus Sicht des Bauherrn / Investors bei Vorliegen aller hierfür erforderlichen Rechtszustände und Genehmigungen mit dem Bau begonnen werde, liege ebenfalls ausschließlich in der Entscheidungshoheit des Bauherrn / Investors.

Dankbar für 8.000 Euro aus Bücherbasar der Lions

Einen Scheck über 8.000 Euro, den Erlös aus dem letztjährigen Bücherbasar des Lions Club Remscheid, überbrachten am Donnerstag Frank Dehnke und Bernd Steinhoff als Vertreter der Lions im Sana-Klinikum Remscheid Birgit Köppe-Gaisendrees und ihren Mitarbeitern von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V.

Die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V. ist eine Fachstelle für Kinder und Jugendliche, die von körperlicher Misshandlung, Vernachlässigung und/oder sexueller Gewalt betroffen sind bzw. bei denen ein solcher Verdacht besteht. 1989 wurde sie durch Kinderärzte der ortsansässigen Kinderklinik gegründet. Das Team besteht aus Kinderärzt/innen und Therapeut/innen unterschiedlicher Fachrichtungen. Zu den Angeboten gehören die ambulante/stationäre Diagnostik für Kinder und Jugendliche, ein stationäres Angebot zur Einschätzung und Förderung der Erziehungs- und Versorgungsfähigkeit, therapeutische Angebote, begleiteter Umgang, Angebote für Pflegeeltern, Fachpflegestellen und Pflegekinderdienste, themenspezifische Angebote für Institutionen.

Die Kinderschutzambulanz ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Die Gesamtfinanzierung aus öffentlichen Mitteln beträgt jährlich 63.700 € durch die Stadt Remscheid sowie 25.360 € durch den Landschaftsverband Rheinland. Wird die Einrichtung von Jugendämtern/Familiengerichten aus anderen Städten beauftragt, stellt sie ihre Leistungen über Fachleistungsstunden in Rechnung. Pro Jahr sind  ca. 100.000-€ - etwa 15 Prozent des Gesamtetats – über Spenden sicher zustellen, um die Personal- und Sachkosten (wie Miete, Supervision, Therapiematerialien, Testmaterialien, Fortbildungen) absichern zu können. Die Mitarbeit der Kinderärzte erfolgt seit Gründung der Kinderschutzambulanz ehrenamtlich.

Haus Cleff: Viel Lehm hinter dünnem Putz

Anhand der Bauspuren...

... können die Experten verschiedene Renovierungsphasen erkennen, die in der Vergangenheit zu größeren Änderungen/Eingriffen in die Bausubstanz geführt haben:

  • nach 1883, vermutlich um 1900 Einbau Linoleum-Beläge im EG
  • Anfang des 20. Jahrhundert, Einbau Gas- und Wasserinstallation, Zentralheizung
  • nach 1927 (Umbau) Einrichtung des Heimatmuseums
  • vermutlich 1950er Jahre Erneuerungen einiger Deckenuntersichten, vermutlich auch Erneuerung der Schieferdeckung der Fassade und des Daches
  • 1975 Einrichtung der Hasenclever-Ausstellung, in diesem Zuge statische Überprüfung der Deckentragfähigkeit, Verstärkung der Decken und Ausgleich unebener Dielenböden mit Spanplatten, Renovierung der Innenräume, Erneuerung der Tapeten, Erneuerung der Elektroinstallation, Fassadenanstrich (Holz)
  • 1980er Jahre Neugestaltung der Außenanlagen um Haus Cleff, in diesem Zuge Kanalarbeiten vor dem Haus im Bereich der Treppenanlagen
  • um 2005 Einrichtung der Arntz-Ausstellung mit statischer Prüfung und Verstärkung der Decken in diesem Bereich
  • 2005 Aufnahme und Vermessung des Gebäudes durch FH Köln
  • 2010 Überarbeitung des Brandschutzkonzeptes
  • 2003 bis 2012 abschnittweise Restaurierung der Holzfassaden und Fenster.

Der Gebäudetyp von „Haus Cleff“:

  • Fachwerkkonstruktion mit Lehmgefachen über Natursteinsockel
  • vollverschieferte Fassade und Dach
  • großformatige Holzschiebefenster und aufwendig verziertes Holzzierwerk.

Drei Termine, ein Thema: „Haus Cleff“. Der erste Bauabschnitt der Sanierung des historischen Rokoko-Hauses Cleff, als Doppelhaus für zwei Unternehmer-Familien gebaut und später Heimatmuseum, hat begonnen. Im Kulturausschuss berichtete darüber am 21. März der Diplom-Restaurator Gereon Lindlar vom Büro für Restaurierungsberatung in Bonn. Er stellte den Kommunalpolitikern damals das digitale „Raumbuch“ vor, in dem er den Verlauf der Arbeiten dokumentiert, um frühere Bauphasen jederzeit wieder auf den Schirm rufen zu können. Als besonders dringende Maßnahmen sind in diesem „Raumbuch“ genannt:

  • Statische Sicherung des gesamten Tragwerkes
  • Restaurierung der Süd- und Westfassade
  • Erneuerung zerstörter Holzböden im Erdgeschoss
  • Restaurierung aller Innenraumflächen.

Foto aus dem 'Raumbuch' von Gereon Lindlar.Dem „Raumbuch“ ist dieses Foto entnommen. Es zeigt Fußböden, die in den vergangenen Tagen herausgerissen wurden, weil nicht weiter verwendbar. Andere Fotos in dem Buch zeigen Wände mit Fenstern, die in den vergangenen Jahren nicht geöffnet werden konnten, weil sie von innen verkleidet waren.

Darauf wiesen gestern auch Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann und Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht hin. Fazit des Rundgangs mit lokalen Medienvertretern durch das entkernte Patrizierhaus: Es gibt viel zu tun. So müssen die Fußböden im ersten und zweiten Obergeschoss – derzeit teilweise schwenkende Dielen, zwischen denen man in die untere Etage blicken kann – durch Stahlträger verstärkt werden, um später Besuchergruppen standhalten zu können. Doch Dr. Andreas Wallbrecht äußert sich  im Waterbölles-Video ebenso zuversichtlich wie Gereon Lindlar. Mit ihm sprach der Waterbölles gestern Abend in der Denkerschmette vor Beginn der Mitgliederversammlung des Fördervereins Haus Cleff.

Glocken der Lutherkirche läuten ab Ostern

Pressemitteilung der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde Remscheid

Die meistgestellte Frage im Zusammenhang mit der Sanierung unserer Lutherkirche ist nicht etwa: „Wann wird das Gerüst abgebaut?“ oder „Wann sind die Arbeiten beendet?“ Von weitaus größerem Interesse scheint die Frage nach dem Geläut unserer Glocken zu sein. Offensichtlich fehlt vielen Menschen der Klang zum Stundenschlag oder zu den Gottesdiensten.

Das Gerüst wird uns noch etwas erhalten bleiben – aber die Glocken können wir wieder in Betrieb nehmen. Aus baulichen Gründen allerdings noch nicht im vollem Umfang. Die Schwingung der großen, schweren Glocke kann für das Mauerwerk des Turmes mit seiner frische Verfugung noch schädlich sein. Hier braucht es noch ausreichend Zeit zur Aushärtung. Aber die beiden kleinen Glocken werden für unsere Gemeinde und für Remscheid das Osterfest einläuten. Am Ostersonntag läuten sie zum Gottesdienst erstmalig wieder. Am Ostermontag, 17. April, wollen wir um 10.30 Uhr einen festlichen Glockengottesdienst feiern. Dazu sind natürlich alle herzlich eingeladen. Auch wenn die offizielle Eröffnung der sanierten Kirche erst im Oktober sein wird, haben wir doch schon jetzt allen Grund zur Dankbarkeit. Die Inbetriebnahme des Geläutes zu Ostern ist für uns ein Meilenstein und ein Anlass zur Freude. (Diakon Christian Busch)

Bleiberecht für langjährig geduldete Menschen

Zur Ratssitzung am heutigen Donnerstag haben die Fraktionen Gruppen von SPD, GRÜNEN, FDP und W.i.R. den Antrag gestellt, die Verwaltung möge „im Rahmen der geltenden Gesetze ihr vorhandenes Ermessen aus(zu)üben, um den unsicheren Status langjährig geduldeter Menschen in ein Bleiberecht umzuwandeln“. Dies unter der Voraussetzung, dass sich diese Flüchtlinge „aktiv um ihre Integration bemühen und bei ihnen keine ausländerrechtlich zwingenden Abschiebegründe vorliegen“.

In der Begründung heißt es: „In Remscheid leben 369 Menschen mit Duldung. Die meisten davon sind ein Teil Remscheids geworden und wollen sich integrieren. Duldung ist kein gesicherter Aufenthaltsstatus, sondern ein 'Ausreisestatus'. Wirkliche Integration ist deshalb für langjährig Geduldete extrem erschwert. Auf dieser rechtlichen Grundlage sind auch Zugänge zu Arbeitsstellen und Wohnungen erschwert. Viele ehrenamtliche Flüchtlingshelfer kritisieren seit langem diesen Widerspruch.“ Die Erteilung einer langfristigen Aufenthaltserlaubnis biete Vorteile nicht nur für die bisher langjährig Geduldeten: Neben der auch für die Haushalte entlastenden Integration in den Arbeitsmarkt entfalle auch die aufwendige Sonderverwaltung der betroffenen Fachbehörden. Bereits in früheren Jahren habe sich der Rat der Stadt Remscheid nicht nur für humane Flüchtlingsunterbringung eingesetzt, sondern auch für bessere Bleiberechte von Geflüchteten in Remscheid. Der Erlass des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes NRW vom 21. Juni 2016 über ausreisepflichtige Ausländer weise auf Möglichkeiten zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach dem 5. Abschnitt des Aufenthaltsgesetzes oder nach anderen Vorschriften des Aufenthaltsgesetzes hin.

Herren 40 des TBB in der Bezirksliga

Im Bild v. li. n. re. Sören Bennert, Volker Eller, Oliver Dickmännken, Stefan Salemink, Carsten Seinsche, Roland Nitzling und Bernd Brüggehoff. (Carlos Dantas)Pressemitteilung des Spiel- und Sportvereins Bergisch Born e.V.

Ein kleines Wunder schafften die Herren 40 des TBB Bergisch Born. Nachdem sie sich vor der diesjährigen Wintersaison den Nichtabstieg als Ziel gesetzt hatten, standen sie nach einer verrückten Winterrunde als Tabellenerster und somit als Aufsteiger in die Bezirksliga fest. Eine Riesenleistung der gesamten Mannschaft, über die sich Mannschaftsführer Roland Nitzling freute: „Jetzt wird erstmal gefeiert und dann auf die Sommersaison vorbereitet“. (Carlos Dantas)

(Im Bild v. li. n. re. Sören Bennert, Volker Eller, Oliver Dickmännken, Stefan Salemink, Carsten Seinsche, Roland Nitzling und Bernd Brüggehoff.)

Gefahr von rechts für die Demokratie

Wie stellen sich die rechten Parteien in Nordrhein-Westfalen – allen voran die AfD – für die Landtagswahlen auf? Welche Köpfe stecken hinter den Parteien? Zu diesen Fragen hatte der Landesintegrationsrat NRW bei der Hochschule Düsseldorf eine Studie in Auftrag gegeben. Sie liegt inzwischen vor, und Alexander Häusler (Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/ Neonazismus) stellte die Ergebnisse gestern im Deutschen Werkzeugmuseum vor – auf Einladung des Landesintegrationsrats NRW mit seinem Vorsitzenden Tayfun Keltek und des Integrationsrats der Stadt Remscheid unter dem Vorsitz von Erden Ankay-Nachtwein. Der Vortrag und die anschließende Podiumsdiskussion sollten Wählerinnen und Wähler über die Gefahr von rechten Parteien für die Demokratie informieren. Eine Gefahr, die auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in seinem Grußwort betonte. Das Video des Waterbölles zeigt Ausschnitte aus beiden Reden.

"Für Grund- und Freiheitsrechte einstehen!"

Ilka BremerIlka Brehmer (45), Ehefrau der Remscheider Sozialdezernenten Thomas Neuhaus, wurde auf der gestrigen Mitgliederversammlung der Remscheider Grünen von den anwesenden 26 wahlberechtigten Mitgliedern einstimmig zur Direktkandidatin für den Bundestagwahlkreis 103 Solingen-Remscheid-Wuppertal II gewählt. Die gebürtige Wernerin (Lippe) stellte sich als „Kinder,- Betreuungs-, und Bildungsexpertin“ vor: „Ich bin seit anderthalb Jahren Bürgerin der Stadt Remscheid. Aus beruflichen Gründen sind wir 2015 hierher gezogen. Ich bin zum zweiten Mal verheiratet, und zu meiner Patchworkfamilie gehören vier Kinder zwischen zwei und 20 Jahren. Oskar wird in einer Großtagespflege liebevoll und kompetent betreut, Anne besucht als Inklusionskind die Grundschule, Jule die Oberstufe eines Gymnasiums und Jana studiert an der Uni Düsseldorf. Mit Jana war ich lange Zeit alleinerziehend, mit zunehmender Selbständigkeit bei Jana und größeren Freiräumen bei mir bin ich in Werne und im Kreis Unna bei B90/Die Grünen aktiv geworden. Nach der letzten Kommunalwahl war ich Kreistagsmitglied für B90/Die Grünen im Kreistag Unna.“

Nach dem Umzug nach Remscheid nahm Ilka Brehmer ihre politischen Aktivitäten wieder auf. U.a. ist sie für die Grünen sachkundige Bürgerin im Stadtentwicklungs-und Kulturausschuss. Seit Anfang des Jahres leite sie den AK Soziales der grünen Fraktion. Zudem ist sie Beisitzerin im Vorstand des grünen Kreisverbandes. In ihrem Elternhaus – der Vater kam als Vertriebener aus Breslau, die Mutter als Spätaussiedlerin aus Ostpreußen – sei sie sehr früh die Themen Eine Welt (damals noch 3.Welt), Anti-Atomkraftbewegung und Flüchtlingshilfe eingebunden worden, berichtete Ilka Brehmer. „Die Handlungsmaxime ‚global Denken, lokal Handeln‘ war bereits Leitlinie meiner Jugend. ‚Keine Früchte des Apartheid-Regimes kaufen‘, ‚faire Nicaragua-Hemden tragen‘, Anti-Atomkraft Demo in Hamm Uentrop, das waren Teil meiner Jugend!“ Zunehmend seien soziale Fragen hinzugekommen – in Werne, einer ehemaligen Bergarbeiterstadt, mit allen Auswirkungen des Strukturwandels geradezu zwangsläufig.

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