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Arbeitskräftemangel wird deutlich zunehmen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

In der Arbeitsmarktregion Bergisches Land (umfasst die Agenturen für Arbeit Bergisch Gladbach, Mettmann & Solingen-Wuppertal) scheiden von den über 630.000 Beschäftigten rund 120.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den nächsten zehn Jahren aus dem aktiven Erwerbsleben aus - dies sind knapp 20 % aller derzeit Beschäftigten - auch innerhalb NRW ein überdurchschnittlich hoher Wert! Im Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal scheiden von den 218.681 Beschäftigen 43.185 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem aktiven Erwerbsleben aus. Umso wichtiger ist es deshalb, weitere Ressourcen zu erschließen - hier kommen die Beschäftigten in den Unternehmen in Betracht. Gerade in den Industrieunternehmen, aber auch in anderen Bereichen der Region, arbeiten mehr als 100.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bergischen Land ohne Ausbildung auf Helferniveau. Viele dieser Beschäftigten sind in den Betrieben anerkannte und zuverlässige Arbeitskräfte. Dennoch droht ihnen der Verlust ihrer Beschäftigung, da  gerade im industriellen Sektor Helfertätigkeiten der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung zum Opfer fallen werden. Andererseits benötigen die Unternehmen höherqualifizierte Arbeitskräfte, um ihrerseits den Anforderungen einer Arbeitswelt 4.0 gerecht zu werden.

Die Agenturen für Arbeit Bergisch Gladbach, Mettmann und Solingen-Wuppertal haben sich deshalb zur „Weiterbildungsinitiative Bergisches Land“ zusammengeschlossen, um die Unternehmen der Region bei der Weiterbildung ihrer Beschäftigten zu unterstützen. Diese Initiative soll über mehrere Jahre laufen und wendet sich gleichermaßen an Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Allein in diesem Jahr stellen die drei Agenturen für Arbeit knapp zehn Millionen € an Fördermitteln für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen bereit. Förderbar sind dabei im Einzelfall auch Zuschüsse zum Arbeitsentgelt. Unter der zentralen E-Mail-Adresse Weiterbildung.BergischesLand@arbeitsagentur.de">Weiterbildung.BergischesLand@arbeitsagentur.de können sich interessierte Unternehmen, Betriebsräte und einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer melden. Die örtlich zuständige Agentur für Arbeit nimmt dann zeitnah Kontakt auf. Am 22. Juni wird außerdem ein Expertentelefon angeboten. Interessierte können sich von 8 bis 18 Uhr mit ihren Fragen an unsere Qualifizierungs- und Weiterbildungsberater, Frau Wildförster, wenden, Tel. RS 4606-553.

 

wenden.

Kraftstation arbeitet an weltoffener Gesellschaft

Pressemitteilung der SPD

Passend zum 30. Geburtstag des Jugendzentrums in diesem Jahr verlegte die SPD-Ratsfraktion ihre Fraktionssitzung am 29. Mai in die Räume der Kraftstation an der Honsberger Straße. „Wer hätte gedacht, dass sich aus dieser 40 Jahre alten Idee ein nicht mehr wegzudenkender Baustein unserer Jugendarbeit entwickelt hätte. Wir als SPD stehen auch künftig zur Kraftstation. Gerade auch in finanziell angespannten Zeiten. Wir wollen, dass die jungen Remscheiderinnen und Remscheider zu starken Personen heranwachsen, die offen auf andere zugehen. Das ist das Fundament für unsere weltoffene und respektvolle Gesellschaft!“, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf.

Wer erinnert sich noch wie es 1977 begann? Engagierte Remscheider Jugendliche forderten einen Jugendtreff im Zentrum der Stadt. Mit Unterstützung des Stadtjugendringes entstand in einem baufälligen Haus zunächst ein selbstverwalteter Jugendtreff, der damals mit einiger Skepsis beäugt wurde. Das unwirtliche, finstere Gebäude an der oberen Alleestraße gibt es längst nicht mehr. Heute sind es eher die Kinder und Enkel dieser Jugendlichen, die sich in der Kraftstation zuhause fühlen.

Sven Wolf begrüßte zu der Fraktionssitzung auch Wolfang Zöller, den Geschäftsführer der Kraftstation. Er stellte leidenschaftlich die vielfältige Arbeit vor: Die „Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V.“, betreibt heute neben der "Kraftstation", das Jugendfreizeitheim "Die Gelbe Villa" in der Eberhardstraße, die OGS an der Daniel-Schürmann-Schule und viele weitere Projekte. Das Spektrum der Aufgaben ist enorm angewachsen. Die Kraftstation ist Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche von sechs bis 21 Jahre. Aber auch junge Erwachsene bis 27 Jahren nutzen das Angebot. Einfach nur gemeinsam spielen, Freunde treffen oder die Freizeit verbringen. Wer mag kann etliche Medien ausprobieren oder beim Theater mal auf der Bühne stehen. Die Palette reicht von Feature- und Hörspielprojekten an Schulen über Multimedia-Projekte bis hin zu medienpädagogischen Ferienprogrammen Dabei hat das Team immer ein offenes Ohr, ob bei Problemen in der Schule, dem ersten Liebeskummer oder der Suche nach dem richtigen Beruf. Das alles stemmen derzeit die etwa 14 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die aus verschiedensten Projekten finanziert werden.

„Besonders beeindruckt bin ich von dem Leitmotto der Kraftstation“, so Sven Wolf, „Junge Menschen sollen zu selbstbestimmten und angstfreien Persönlichkeiten werden und sich ganz nach ihren eigenen Fähigkeiten und Neigungen entfalten. Damit sie sich später behaupten können und dabei rücksichtsvoll und tolerant miteinander umgehen. Ein kritischer Diskurs mit der Gesellschaft fehlt ebenso wenig wie das Lernen gleichberechtigt und verantwortlich zu handeln.“

Statt Dramen lieber Schwänke von Millowitsch

Das Haus der Gesellschaft 'Concirdia', erbaut zwischen 1891 und 1892. Nah dem Zweiten Weltkrieg diente es vorübergehend für städtische Kulturveranstaltungen. Heute steht an dieser Stelle das 1954 erbaute Stadttheater."1914 hatte Remscheid 80.000 Einwohner. Und wie lebte es sich hier? Was geschah zur Unterhaltung dieser durch die Indu­strie herbeigelockten Bevölkerung? Nun, sonntags lockten in Restaurationsgärten »Frei-Concerte«, wobei die Wirte aus­drücklich vermerkten, dass ein Bieraufschlag nicht erhoben werde. Otto Reuther gastierte mit seinen Couplets, so etwa mit dem heute noch gelegentlich entstaubten »Gehst du weg von dem Fleck, ist der Überzieher weg«. Aber die Rem­scheider befriedigten auch gern den vermeintlichen »Hang zum Höheren«. Freilich hatte bei der Konkurrenz um die Publikumsgunst der Kölner Millowitsch eine größere Chance als das Stadttheater Barmen-Elberfeld. Wenn der Kölsche Spaßmacher bei seinen Runden durch das Land Remscheid anvisierte, dann genügte eine einmalige Anzeige »Millowitsch kommt« Wochen vor dem Gastspiel, um seinen Pointen eine ausverkaufte »Concert-Halle Ger­mania« in der Brüderstraße zu sichern. Die Remscheider, hart arbeitend, hatten nach Feierabend wenig Sinn für kulturelle Strapazen, sie wollten unterhalten sein, und dies so schlicht wie möglich.

In der »Concert-Halle Germania« herrschte als Direktor um die Jahrhundertwende ein gewisser Julius von Bastineller, und der erfuhr oft genug schmerzlich, wie begrenzt die Auf­nahmebereitschaft seines hochverehrten Publikums war. 1900 spielte er angeblich auf »vieles Verlangen« den Schwank »Der Schlafwagen-Kontrolleur«. Schreibt ein Rezensent: »Das Stück fand freundliche Aufnahme bei dem selbstver­ständlich spärlichen Publikum, dass sich ungeachtet der gäh­nenden Leere im Saal an den übermütigen Szenen ergötz­te . . .« Andere Musenkinder hatten es leichter. Wenn zum Beispiel der Dramatische Verein »Minerva« in der Schützenhalle mit der taufrischen Posse »Robert und Bertram« herauskam, gab es schon deshalb ein volles Haus, weil die Dilettanten auf der Bühne einen zahlreichen Anhang mitbrachten, und weil es um wohltätige Zwecke ging. Das Theaterleben damals hatte keine klare Kontur. Subven­tionen für Gastspiele wurden von den Stadtverordneten verweigert. Der Pächter der »Concert-Halle Germania« er­hielt eine Beihilfe von jährlich 150 Mark. Das Theater mag den für das Kulturleben verantwortlichen Stellen noch wie der Bastard unter den Künsten vorgekommen sein.

Das Mu­sikleben hingegen blühte. Gustav Schwager, erster Städti­scher Musikdirektor, leitete den Chor des »Concertvereins«. Gustav Engels, dessen Vorsitzender, förderte nicht nur Or­chester- und Chorleben, er holte auf Anregung Schwagers auch führende deutsche Künstler nach Remscheid. Und fünfzig Gesangvereine mischten sich ein, damals schon so viele. Namen sind darunter, die längst Vergangenheit: Al­liance Schüttendelle, Concordia Grund, Lorbeerkranz. Sie fahren zum Wettstreit, hier und dort mit der Fahne, und oft genug schleppen sie Preise heim, schwer und wenig künstlerisch. Die füllen Vereinsschränke und - Qualitätsausweise, die sie zu sein scheinen - auch Konzertsäle. Land der »sin­genden und klingenden Berge«, dort zu leben ist den Remscheidern fröhliches Bewusstsein. Und viele von ihnen lockt es, Balladen von Hegar zu intonieren oder auch dies: »Fahr wohl du goldne Sonne, du gehst zu deiner Ruh', und voll von deiner Wonne geh’n mir die Augen zu.« Hochmütiges Lä­cheln ist nicht angezeigt. Auch unsere Zeit produziert Kitsch, und wir wollen über den Geschmack der alten Remscheider nicht richten, sondern berichten. Sie waren übrigens auch ein kirmesfreudiges Volk, und wenn die Karussells, besser gesagt »Partiewagen«, und die Buden auf dem Schützenplatz (heute Rathausplatz) auf­gebaut waren, dann vergaßen sie, dass sie eigentlich die Arbeit als ihren Lebenszweck ansahen, wenigstens für ein paar Stunden." („Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.)

Städtepartnerschaftsverein feiert die Freundschaft

48 Remscheider besuchten am Himmelfahrtswochenende ihre Partnerstadt Quimper in der Bretagne. Beim Empfang im Rathaus am Freitagvormittag begrüßte Thomas Couturier, verantwortliches Ratsmitglied für die Städtepartnerschaft, herzlich die Remscheider Delegation. In ihren Reden betonten Couturier und die deutsche Vorsitzende Claudia Nast, den hohen Stellenwert der deutsch-französischen Freundschaft. „Was auf politischer Ebene begonnen wurde, erfüllen wir in unseren Städtepartnerschaften auf lokaler Ebene.“ Mit diesen Worten sprach Claudia Nast, die ihre Rede in deutscher und französischer Sprache hielt, die Bedeutung der Freundschaft über die Grenzen hinweg an. Damit sprach sie sowohl den Deutschen als auch den Franzosen aus der Seele in einer Zeit, in der Europa auf dem Prüfstand steht.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde es mit einem Destilleriebesuch und Crêpes-Kurs kulinarisch. Ein Ausflug in das nördliche Finistère führte die Gäste und Gastgeber am Samstag an beeindruckende Strände. In der übrigen Zeit verwöhnten die Gastfamilien ihre deutschen Freunde mit einem individuellen gestalteten Programm. Der Abschied am Sonntagmorgen fiel wir immer schwer: „Merci – à la prochaine – bis zum nächsten Mal.“

Ein klärendes Gespräch zu Reaktionen auf Randale

Aleviten fühlten sich bedroht und riefen die Polizei“, berichtete der Waterbölles am 18. April. Vor der Alevitischen Gemeinde am Zentralpunkt hatten sich am Sonntagabend rund 300 Personen versammelt, um den Sieg Erdogans beim Referendum in der Türkei zu feiern. Die Angehörigen der alevitischen Gemeinde, die dem Referendum kritisch gegenüber gestanden hatten, seien  von den türkisch-stämmigen Jugendlichen angepöbelt, bedroht und eingeschüchtert worden, hieß es damals. Ein Verhalten, das tagsdarauf vier türkisch-islamischen Kulturvereine aus Remscheid kritisierten.  Zitat: „Wir stehen für die Grundrechte und die Meinungsfreiheit und distanzieren uns von jeglichen Formen von Extremismus“. Der letzte Satz der Presseerklärung löste allerdings in der Öffentlichkeit Irritationen aus. Da appellierten die Moscheevereine „an die Politik, Gesellschaft und Medien, in der Zukunft verantwortungsvoller zu handeln, um das friedliche Zusammenleben zu bewahren.“

Auch der Waterbölles war damals irritiert und fragte: „Hätten die Medien über die „Kundgebung“ von Erdogan-Anhängern vor den Toren der Alevitischen Gemeinde nicht berichten sollen, um das „friedliche Zusammenleben“ nicht zu stören? Wer war denn hier der Störenfried?!!“ Und irritiert war auch Volker Leitzbach (SPD), Mitglied des städtischen Integrationsrates. Er hielt die Presseerklärung der vier Vereine damals wegen eben dieses Appells an Politik, Gesellschaft und Medien für halbherzig.

Jede Medaille hat zwei Seiten. Das stellte sich in diesem speziellen Fall leider erst gestern heraus. Die Reaktion von Waterbölles und Leitzbach (später auch die von RGA-Chefredakteur Axel Richter) hatte wiederum die türkisch-islamischen Vereine irritiert. Deren Vertreter hatten geglaubt, alles richtig gemacht zu haben. Sie hatten den Satz als versöhnenden Abschluss verstanden. Motto: Gegen solche Auswüchse muss die Gesellschaft insgesamt vorgehen.

Vielleicht wäre es zu keinerlei Irritationen gekommen, hätten die vier Vereine sich  in dem strittigen Satz gleich ausdrücklich selbst mit in die Pflicht genommen. Schließlich waren sie damals unmittelbar gefordert, handelte es sich doch um Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund (welchen Pass oder Personalausweis jeder Einzelne von ihnen besitzt, spielt dabei übrigens keine Rolle).

Es bestand also Klärungsbedarf. Darüber sprach Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz am 25. April mit Vorstandsmitgliedern der vier Vereine. Er äußerte die eindringliche Bitte, in ihrem Vereinen auf junge Leute Einfluss zu nehmen - und das falsche, respektlose Verhalten vom 18. April auch in der Freitagspredigt anzusprechen. Wie sich herausstellte, war das bereits geschehen. Die Vereine seien entsetzt gewesen über die nächtliche Aktion vor dem Haus der alevitischen Gemeinde. Noch am gleichen Abend sei dort angerufen worden, um sich solidarisch zu zeigen.

Gestern wurde das im Rathaus alles noch einmal aufgearbeitet. An einer Art Runden Tisch im Sitzungsraum 221. Den ATIB -Türkischer Kulturverein Remscheid e.V., Industriestraße, vertraten dabei Tevfik Baylan und Oguz Ünal und den Türkischen Kultur- und Sportverein, Freiheitstraße, Ramazan Temiz und Cengiz Özdemir. Für die Islamische Gemeinschaft Milli Görü e.V. (IGMG) war Altundag Nasif gekommen und für die DITIB Remscheid Hacisalihoglu Ömer. Mit dabei neben Vertretern der lokalen Presse auch Erden Ankay Nachtwein, die Vorsitzende des städtischen Integrationsrates. Sie alle kennen inzwischen das im Internet kursierende Video von den pöbelnden Jugendlichen. „Wenn wir darauf Jugendliche erkannt haben, haben wir mit den Eltern gesprochen“, berichtete Tevfik Baylan. Als eine erste Reaktion auf den Vorfall habe man eine WhatsApp-Gruppe gegründet, der auch der Oberbürgermeister angehöre. Und man habe die Handy-Nummern ausgetauscht.

Gestern folgten die Telefonnummern der Pressevertreter. Denn die vier Vereine haben sich eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit vorgenommen, wollen mehr als bisher auch Deutsche zu ihren Veranstaltungen einladen. Tevfik Baylan: „In den meisten ist Deutsch die Umgangssprache!“ Im gerade begonnenen Ramadan sind Einladungen an Deutsche zum so genannten Fastenbrechen, dem gemeinsamen Abendessen  nach Sonnenuntergang, schon seit einigen Jahren eine gute Gepflogenheit.

Einhellig betonten die Vertreter der Vereine gestern, dass bei ihren Treffen die türkische Politik und Erdogan kein Thema seien. Das sei gerade nicht der Fall. Denn das würde „nur Zwist in die Vereine bringen!“ Im Türkischen Kultur- und Sportverein an der Freiheitstraße seien beispielsweise vor dem Referendum Transparente mit „Ja“ oder „Nein“ ausdrücklich verboten gewesen.  Die gestrige Botschaft der sechs Vereinsvertreter an die Presseleute mit der Bitte, sie weiterzutragen: „Wir wollen alle friedlich in Remscheid leben!“

Brand von Schweissbahnen am Ostbahnhof

Heute gegen 14:40 Uhr kam es zu einem Brand bei einer Großhandelsfirma für Dachdeckerbedarf im Südbezirk. Eine Palette mit Teer-Schweissbahnen hatte sich aus unbekannten Gründen entzündet. Bedingt durch den Teer-Anteil bildete sich eine dichte, schwarze Rauchwolke. Mehr als 20 Anrufer meldeten über Notruf zeitgleich den Brand. Von der Hauptfeuer- und Rettungswache rückten der Löschzug der Berufsfeuerwehr, ein Rettungswagen und der Notarzt zur Einsatzstelle aus. Die Löscheinheit Nord der Freiwilligen Feuerwehr wurde ebenfalls alarmiert. Vor Ort hatte sich der Brand auf ein angrenzendes Dach und in den Innenraum einer Lagerhalle ausgedehnt. Eine Drehleiter wurde in Stellung gebracht, und drei Trupps der Feuerwehr wurden unter Atemschutz zur Brandbekämpfung eingesetzt. Durch die gezielten Löschmaßnahmen war der Brand schnell unter Kontrolle. Zwei Mitarbeiter der Firma, die Rauchgase eingeatmet hatten, wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Notarzt untersucht. Ein Transport in ein Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich. (aus dem Bericht der Feuerwehr Remscheid)

Freibad Eschbachtal mit rund 3000 Gästen

Pressemitteilung Stadt Remscheid

Nach einem holprigen Auftakt bei 15 Grad und Regenschauern ist das Freibad Eschbachtal am vergangenen langen Wochenende bei hochsommerlichen Temperaturen so richtig in die Freibadsaison 2017 gestartet. Rund 3.000 begeisterte Badegäste freuten sich in diesen Tagen über ein liebevoll hergerichtetes Bad und nutzten das kühle Wasser als willkommene Abkühlung - so die erfreuliche Bilanz des Bad-Teams, das den Gästen außerdem eine ausgelassene und friedliche Stimmung bescheinigte. Und weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Gästen viel Lob erhielten für den neu angelegten Spielplatz und den ein oder anderen „Daumen hoch“ beim Verlassen des Bades, gibt´s an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön vom „Team Freibad Eschbachtal“ an alle, die am vergangenen Wochenende das Freibad Eschbachtal besucht haben!

Mai 2007: Der Waterbölles blättert zurück

Vor mehreren hundert Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, manche von ihnen hatten Fahnen und Transparente mitgebracht, die das Motto dieses „Tags der Arbeit unterstrichen („Du hast mehr verdient! Mehr Respekt. Soziale Gerechtigkeit. Gute Arbeit.") appellierte am 1. Mai 2007 Luigi Costanzo (SPD), der damalige Vorsitzende des städtischen Migrationsausschusses, an die Migranten, zur Integration bereit zu sein: „.Integration ist keine Einbahnstraße, sondern fordert die Verantwortung der Migranten selbst. Der Staat oder die Stadt Remscheid allein wird mit noch so guten Vorschul-. Schul - und Förderprogrammen scheitern, wenn es an der Bereitschaft der Migranten mangelt, integriert zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Die Schwierigkeit zur Bereitschaft aufgrund unterschiedlicher Beziehungsmuster von Individuum, Gesellschaft und Religion dürfen kein Hindernis sein. (...) Eine erfolgreiche Integration der Migranten ist für die Kommunen von zentralem Interesse; sie stellt ganz zweifelsfrei eine der großen Herausforderungen der Stadtgesellschaften und der Stadtpolitik dar. Aufnahme und Integration werden weiter an Bedeutung gewinnen - spätestens dann, wenn die Wirtschaft ihren Arbeitskräftebedarf nicht mehr decken kann.“

Auch die Bezirksvertretung Lennep, an die er sich schriftlich gewandt hatte, konnte vor zehn Jahren dem Remscheider Unternehmer Jürgen Urbinger nicht zu der erhofften Jahres-Parkgenehmigung am eigenen Haus in der Lenneper Altstadt verhelfen. Die von der Verwaltung dargestellte Rechtslage sprach eindeutig dagegen und erlaubt keine „Extrawurst“, es sei denn, die Bezirksvertretung würde die dortige „verkehrsberuhigte Zone“ generell aufheben. Daran dachte sie aber nicht.

In Verhandlungen mit mehreren Investoren standen im Mai 2007 die Stadtwerke Remscheid. Es ging um das 3.500 Quadratmeter große Gelände des ehemaligen Hallenbades in Lüttringhausen (an der Adolf-Clarenbach-Straße, (abgerissen vor 13 Jahren). Wie Geschäftsführer Dr. Thomas Hoffmann damals in der Bezirksvertretung Lüttringhausen, waren dort ursprünglich 16 Doppelhäuser geplant. Die jetzigen drei Interessenten hätten jedoch andere Pläne, weshalb ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden musste. Der Bauantragsverfahren zog sich dann noch etwas in die Länge...

Die Junge Union Remscheid fordert vor zehn Jahren Oberbürgermeisterin Beate Wilding auf, uneingeschränkt Einsatz für die Blume zu zeigen, das damals noch geplante Gewerbegebiet. Die Firma Hudora habe öffentlich bekundet, in das Gewerbegebiet Blume umsiedeln zu wollen. Diese Chance dürfe nicht durch Wilding vertan werden, die eine ablehnende Haltung bezüglich der Blume einnehme und damit „zu einer Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt“ werde. Die Arbeitsplätze in Remscheid müssen mit aller Kraft und jedem Einsatz gehalten und durch die Ansiedlung neuer Unternehmen noch weitere geschaffen werden. Wie die Stadt neue Gewerbegebiete herbeizaubern könne, verriet die Junge Union nicht. Das Thema blieb der Kommunalpolitik bis heute erhalten.

Vertreter der heimischen Wirtschaft - Klaus W. Kühn (Erbschloe) und Dr. Wolfgang Pütz (RGA) – erläuterten im Mai 2007 Vertretern von Rat und Verwaltung, wie sich die heimische Unternehmerschaft eine Realisierung des „Schaufenster der Wirtschaft“ am neuen Hauptbahnhof vorstellen könnte. Etwa siebzig heimische Unternehmer seien bereit, in eine noch zu gründende "Schaufenster" GmbH eigenes Geld zu investieren. Das von Kühn erarbeitete „Geschäftsmodell“ ging von einer Verkleinerung des Baukörpers von vier auf drei Geschosse aus.

Im Mai 2007 sagte der Sportbund Remscheid Sportdezernent Dr. Christian Henkelmann zu, auf die angekündigte Einbehaltung der Hallennutzungsgebühren auf einem Sperrkonto zu verzichten und diese Gelder der Stadt zu überweisen. Dies geschehe, um die Zusammenarbeit von Sportverwaltung und Sportbund nicht zu gefährden, die so gut und eng sei wie seit 20 Jahren mehr. Das hatte einen Monat zuvor noch ganz anders geklungen.

Eine Sitzung des Bauausschusses nahm vor zehn Jahren der Waterbölles zum Anlass, um das Demokratie-Verständnis von Rat und Verwaltung anzuzweifeln. Zitat: „In der öffentlichen (!) Sitzung des Bauausschusses stellt die SPD zwei Fragen. Die Verwaltung kann sie „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ nicht beantworten, sagt aber zu, die Antworten dem Protokoll beizulegen. Das werden dann etliche Tage später die Kommunalpolitiker erhalten. Die Journalisten erhalten es nicht. Was mich daran besonders verwundert: Keiner der Beteiligten aus Rat und Verwaltung scheint darin etwas Unrechtes zu sehen. „Öffentlichkeit? Ach, die stört ja nur unsere Kreise“, oder wie darf ich das verstehen? Und die gleichen Beteiligten beklagen sich dann an anderer Stelle über die wachsende Politikverdrossenheit der Bürger.“ (So oder ähnlich hätten in den vergangenen zehn Jahren noch etliche Kommentare lauten können.) 

Der Stadtverwaltung Remscheid stehe zwar eine neue, flexible Stellenplan-Software für die Stellenbewirtschaftung zur Verfügung, es werde jedoch lediglich operativ genutzt, weil der Verwaltungsvorstand Steuerungs- und Auswertungskriterien in der Regel selten formulierten, stellte im Mai 2007 das städtische Rechnungsprüfungsamt (RPA) in seinem Bericht (IV/1.2006 vom 20.3.2007) fest. Die Rechnungsprüfer schlugen damals vor, den Bedarf jeder Stelle prüfen zu lassen, „bevor neue Stellen oder erweiterte Stelleninhalte... bewilligt werden“. Denn „dies könnte dazu führen, dass bereits vorhandene Stellen mit erweiterten Aufgabeninhalten gefüllt werden und sich dadurch möglicherweise kein Bedarf einer neuen Stelle ergibt.“ Bis dahin war dies in der Verwaltung offenbar noch nicht gängige Praxis. Eigentlich war es schon damals es eine Binsenweisheit, aber den Mitarbeitern des RPA schien es in Kenntnis der Organisationsabläufe in der Remscheider Stadtverwaltung dennoch wichtig, darauf hinzuweisen: „Alle Arbeitsabläufe und der Verwaltungsaufbau (müssen sich) an den … Aufgabenstellungen orientieren“.

„Neuer Wald entsteht auch ohne menschliches Zutun“ erklärte Forstamtsleiter Markus Wolff im Mai 2007 bei einem Treffen auf feuchtem Waldboden, im „Schimmelbusch“ nahe dem Kinderheim „Waldhof“. Klaus Kowakowski, engagierter Bürger aus RS-Stachelhausen, hatte genau das angezweifelt mit Hinweis auf die Schäden, die der Orkan „Kyrill“ in den Remscheider Wäldern angerichtet hatte. Der Wald könne sich ohne menschliches Dazutun nicht aus eigener Kraft regenerieren. Dabei sei er als Lebensraum für Wildtiere, Wasserspeicher, Luftfilter und Klimaverbesserer und für Freizeit und Erholung unverzichtbar. Markus Wolf zeigte auf, dass entwurzelte Baumstümpfe, Reste abgebrochener Stämme, große Mengen Äste und Zweige das Wachstum junger Pflanzen nicht ersticken, sondern ihnen im Gegenteil Schutz bieten würden. Wolf verwies zudem auf die „natürlichen Wiederbewaldung“, Rückeroberung einer Brachfläche mittels der Samen aus angrenzenden Wäldern.

Anmeldungen: Gymnasum plus 27, Gesamtschule minus 37

Aus den vierten Klassen der Remscheider Grundschulen steht zum Schuljahr 2017/2018 insgesamt 945 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr 948) der Wechsel in die Sekundarstufe I bevor. Mit der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse begann am 6. Februar das  Anmeldeverfahren für die Jahrgänge 5 der allgemeinen weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2017/2018. Es endete am 17. März. Das für die beiden Gesamtschulen und die Nelson-Mandela-Sekundarschule geltende verkürzte Anmeldeverfahren fand vom 6. bis 8. Februar statt. An der Hauptschule Hackenberg, den Realschulen und Gymnasien waren Anmeldungen am 20. und 21. Februar möglich, entsprechend den schulgesetzlichen Regelungen aber auch noch bis 17. März. Zur Sitzung des Schulausschusses am 31. Mai liegen nun alle Ergebnisse vor. Insgesamt wurden 1.002 Kinder  (Vorjahr 1.011) angemeldet und aufgenommen; davon 896 Kinder aus Remscheider Grundschulen und 106 auswärtige Kinder (Vorjahr 111), letztere hauptsächlich aus Radevormwald, Wermelskirchen und Wuppertal.

  • Gesamtschulen: Insgesamt wurden an den beiden Remscheider Gesamtschulen 377 Kinder angemeldet (Vorjahr 414), davon 337 Remscheider (Vorjahr 371) und 40 auswärtige Kinder (Vorjahr 43). Es wurden 317 Kinder aufgenommen; davon 292 Remscheider und 25 auswärtige Kinder. Von den 377 Gesamtschulanmeldungen erfolgten 155 an der Albert-Einstein-Schule; davon 135 als Erstanmeldung und 20 als Zweitanmeldung im Rahmen der Weiterleitung von der Sophie-Scholl-Gesamtschule. Von der Albert-Einstein-Gesamtschule erfolgten keine Abweisungen aus Kapazitätsgründen. Beide Gesamtschulen bilden jeweils sechs Eingangsklassen. Als Schule des gemeinsamen Lernens hat die Albert-Einstein-Gesamtschule zwölf Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen.
    242 Anmeldungen erfolgten an der Sophie-Scholl-Gesamtschule (Vorjahr 253); 162 Kinder wurden aufgenommen, 80 Kinder (Vorjahr 91) aus Kapazitätsgründen abgewiesen bzw. 20 Kinder an die Albert-Einstein-Gesamtschule und vier an die Nelson-Mandela-Schule weitergel,eitet; 56 wurden von anderen weiterführenden Schulen aufgenommen. Als Schule des gemeinsamen Lernens hat die Sophie-Scholl-Gesamtschule 13 Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen
  • Nelson-Mandela-Sekundarschule: An der zum Schuljahr 2013/2014 gegründeten Sekundarschule wurden 67  Kinder angemeldet (Vorjahr 75), davon sechs auswärtige. Als Schule des gemeinsamen Lernens nahm die Nelson-Mandela-Sekundarschule sieben Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf auf. Mit den 67 Aufnahmen erfüllt die Nelson-Mandela-Schule die rechtliche Voraussetzung von mindestens 60 und maximal 87 Anmeldungen für diese Schulform. Der gesetzliche Durchschnittswert liegt bei 25 Kindern pro Klasse bzw. insgesamt 75 Aufnahmen für die dreizügige Nelson-Mandela-Schule.
  • Hauptschule: Von den Remscheider Hauptschulen nahm lediglich die GHS Hackenberg am Anmeldeverfahren teil. Die noch vorhandene Hauptschule Wilhelmstraße befindet sich in der sukzessiven Auflösung zum Schuljahresende 2016/2017 (31. Juli 2017). An der GHS Hackenberg wurden 42 Kinder angemeldet. Es werden zwei Eingangsklassen gebildet. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Klassenbildungswerte für Hauptschulen sind ausreichend Kapazitäten an der GHS Hackenberg vorhanden. Die GHS Hackenberg hat als Schule des gemeinsamen Lernens sechs Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen.
  • Realschulen: An den beiden Realschulen wurden 203 Kinder (Vorjahr 227) angemeldet, an der Alexander-von-Humboldt-Realschule 76 Kinder (drei Eingangsklassen) und an der Albert-Schweitzer-Realschule 127. In Abstimmung mit der oberen Schulaufsicht werden dort fünf  Eingangsklassen gebildet. Die Schule des gemeinsamen Lernens hat sechs Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen. Die personellen und räumlichen Voraussetzungen sind vorhanden.
  • Gymnasien: Die Zahl der Anmeldungen an den Gymnasien (373) ist im Vergleich zum Vorjahr (346) angestiegen. Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium bildet mit 112 Anmeldungen vier Eingangsklassen, das Gertrud-Bäumer-Gymnasium mit 97 ebenfalls. Die Schule hat als Schule des gemeinsamen Lernens fünf Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen. Das Leibniz-Gymnasium und das Röntgen-Gymnasium bilden bei jeweils 82 Anmeldungen jeweils drei Klassen. Das Leibniz-Gymnasium hat als Schule des gemeinsamen Lernens zwei Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen. Die Anzahl der an den Gymnasien angemeldeten auswärtigen Kinder entspricht dem Niveau der Vorjahre. „Traditionsgemäß“ werden Kinder aus Wuppertal-Ronsdorf am Leibniz-Gymnasium und aus dem Bereich Radevormwald am Röntgen-Gymnasium angemeldet.

Insgesamt wurden 32 Kinder (Vorjahr 30) aus Remscheider Grundschulen an auswärtigen Schulen angemeldet. Davon wurden 18 Kinder an der Wuppertaler Erich-Fried-Gesamtschule angemeldet (Vorjahr 13). Hier handelt es sich um „Erstanmeldungen“, also Kinder, welche nicht (!) an einer Remscheider Schule angemeldet bzw. abgewiesen wurden. Darüber hinaus erfolgten Erstanmeldungen an verschiedenen auswärtigen Schulen aufgrund von Wegzügen oder von Familien, welche in den Randbereichen Remscheids wohnen und eine Wohnortnähe zu auswärtigen Schulen haben.

"Libellenkrieg" über dem Gartenteich

Die warme Maiensonne macht die Libellen putzmunter. Den Gartenteich am Ueling wollen zurzeit zwei Arten für sich beanspruchen, um ihre Nachkommenschaft zu sichern . Das Vierfleck- und das Plattbachlibellenweibchen sind etwa gleich groß, wobei das Vierfleck-Weibchen die Jägerin ist . Immer wieder verscheucht es die Rivalin weit weg in den nächsten Garten. Aber immer wieder kehrt die andere zurück. Auch das Vierfleck-Männchen wird attackiert, ist aber gelassener und geht sogar zum Gegenangriff über. Der "Kampf" geht schon über Stunden und der Ausgang ist fraglich. Im Vorjahr hatte die Vierflecklibelle den Teich erobert.