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Jugendarbeitslosigkeit zieht vorübergehend an

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der heimische Arbeitsmarkt steht auch im August ganz im Zeichen der Sommerferien. Die Arbeitslosenzahl stieg in diesem Monat noch einmal an, weil sich in Wuppertal und Solingen eine große Zahl junger Menschen gemeldet hat, die auf den Beginn des Studiums, des Bundesfreiwilligendienstes oder auf eine Ausbildung warten. Sie wissen bereits, wann es für sie weitergeht und haben sich nur vorübergehend arbeitslos gemeldet. Hinzu kommen aber auch noch Ausbildungsabsolventen, die nach der Prüfung nicht übernommen wurden und jetzt auf der Suche nach einer passenden neuen Beschäftigung sind“, erläutert Katja Heck, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Gleichzeitig steigt die Arbeitskräftenachfrage in allen drei Städten nach den Sommerferien wieder an. Über 1.600 Stellen wurden alleine im August neu gemeldet - das waren rund ein Viertel mehr Stellen als vor einem Jahr. Im August waren im bergischen Städtedreieck 28.844 Frauen und Männer arbeitslos, 300 mehr als im Juli, aber 1.492 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte steigt von 8,8 Prozent im Juli auf aktuell 8,9 Prozent (August 2016: 9,4 Prozent).

Die Arbeitslosigkeit ist in Remscheid annähernd konstant geblieben. Konkret meldeten sich im August fast genauso viele Personen neu oder erneut arbeitslos (959 Personen) als diejenigen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten (964 Personen). Aktuell sind 4.987 Menschen arbeitslos gemeldet, fünf mehr als im Juli, aber 129 oder 2,5 Prozent weniger als im August vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb mit 8,6 Prozent unverändert. Arbeitgeber meldeten im August 401 freie Arbeitsstellen in Remscheid. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.211 Arbeitskräfte gesucht, das sind etwa ein Drittel mehr (320 Stellen oder 35,9 Prozent) als vor einem Jahr. Die  neuen Stellen wurden überwiegend in den Berufsbereichen der Metallbearbeitung und –erzeugung, in den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen, bei den Schutz-, Sicherheits- und Überwachungsberufen von Unternehmen sowie im Bereich Verkehr/ Logistik gemeldet, davon mehr als die Hälfte von Zeitarbeitsfirmen.

Zählt man im bergischen Städtedreieck alle Personen, die im August eine Erwerbstätigkeit anstreben, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 28.844  in den drei Städten hinzu, ergibt sich eine „Unterbeschäftigung“ von 47.781 Personen (in Remscheid sind 1.491, in Solingen 2.320 und in Wuppertal 15.126 Menschen in der Unterbeschäftigung).

3.351 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre sind im Städtedreieck aktuell arbeitslos gemeldet, 292 Personen oder 9,5 Prozent mehr als im Juli, aber immer noch 90 oder 2,6 Prozent weniger als im August vor einem Jahr. Auch 11.160 Ausländer sind arbeitslos gemeldet, 136 Personen mehr als im Juli und auch 66 Menschen mehr als im August vor einem Jahr. Damit haben 38,7 Prozent der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck einen ausländischen Pass.

Wachsende Bedeutung des ÖPNV übersehen

Pressemitteilung der Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Remscheid

„Seit zehn Jahren werden mittels eines Passivsammler an der Freiheitstr. diskontinuierliche Messungen der Stickstoffdioxid Konzentration durchgeführt. Seit Beginn der Messungen werden die Grenzwerte überschritten und Fahrverbote drohen“, hat die Fraktion der Linken an die Stadtverwaltung geschrieben und zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 21. September um die schriftliche Beantwortung folgender Fragen gebeten:

Als eine Maßnahme zur Reduzierung der Stickstoffdioxid-Belastung an der Freiheitstr. werden die Ampelanlagen mit neuer Steuerungstechnik versehen um „eine störungsfreie Durchfahrt anzustreben.“ In der Drucksache 15/1780 vom 14.10.2015 hat die TBR auf eine Anfrage mitgeteilt: „in der Praxis unterliegen Grüne Wellen leider vielfältigen Störeinflüssen (z.B. ungeregelte Zuflüsse aus den Nebenrichtungen, Ein- und Ausparkverkehre, Fußgängerquerungen, Busbevorrechtigung oder auch zu große Verkehrsmengen), die dazu führen, dass die sogenannte Koordinierungsgeschwindigkeit (innerstädtisch zumeist 50 km/h entsprechend 13,9 m/s; Fahrgeschwindigkeit, mit der die in der Grünen Welle integrierten Signalanlagen im Idealfall ohne Zwischenstopps passiert werden können) oftmals nicht eingehalten werden kann. Zur Realisierung vermeidbarer oder wenigstens reduzierter negativer Umwelteinflüsse (durch z.B. Anfahr- und Bremsvorgänge, Lärmbelästigungen) ist eine möglichst störungsfreie Durchfahrt mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit anzustreben. Dies steht jedoch im Widerspruch zu einer entsprechend langen Wartezeit der Verkehre aus den Nebenrichtungen.“ Somit kann nicht sichergestellt werden, dass die Maßnahme greift und die Grenzwerte zukünftig eingehalten werden können. Inwieweit wird sich die Stickstoffdioxidbelastung an der Freiheitstr. durch diese Maßnahme reduzieren?

Mit Drucksache 15/3524 vom 19. 4.17 wurde mitgeteilt, dass das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz keine Monatswerte der Messstelle an der Freiheitstr. zur Verfügung stellt. Das würde bedeuten, dass frühestens nach einem Jahr erste Ergebnisse vorliegen. Um die Wirksamkeit dieser Maßnahme belegen zu können, erachten wir die Erhebung und Veröffentlichung monatlicher oder quartalsweiser Messergebnisse in diesem Zusammenhang daher als sinnvoll. Ist geplant mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hinsichtlich kontinuierlicher Messungen Gespräche zu führen?

Der Presse war zu entnehmen, dass eine Kontrolle eines evtl. Fahrverbotes nur schwer umzusetzen sei und die Stadt den Ausgang der Klagen der Deutschen Umwelthilfe eV abwarten wird. Durch Abwarten wird sich, ohne entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten, keine Verbesserung der Luftqualität einstellen. Unabhängig von dem Ausgang der bereits laufenden Klagen besteht seit Jahren Handlungsbedarf, denn auch bei einer Schadstoffbelastung unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte sind negative Gesundheitseffekte messbar. Oberstes Ziel ist der Gesundheitsschutz, wobei es auch gilt, die Funktionsfähigkeit der Innenstadt zu erhalten. Welche weiteren Maßnahmen werden zurzeit geprüft um die Situation an der Freiheitstraße für die Anwohner grundsätzlich zu verbessern? Sollten Fahrverbote verhängt werden: Gibt es bereits Konzepte zur Ausgestaltung oder Umsetzung die auch die Mobilitätsinteressen der Bürger und der Wirtschaft berücksichtigen?

Die Schadstoffbelastung kann nur abnehmen, wenn weniger Autos unterwegs sind. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und Fahrradwegnetzes sind wichtige Bausteine für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. Dies auch um ein freiwilliges Umsteigen vom Auto zum ÖPNV oder Fahrrad, zu ermöglichen. Gute und sichere Fahrrad- und Fußwege, Taktverdichtungen, attraktive Tarife sowie die Erhöhung von Kapazitäten zu Stoßzeiten sind grundlegende Voraussetzungen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Park & Ride-Flächen. Im Gespräch ist, Parkflächen am Hauptbahnhof Remscheid abzutreten, und am Bahnhof Lennep gibt es, wie die Verwaltung bereits festgestellt hat, zu wenig Stellflächen. Weiter werden auch die Planungen zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert Platzes einer erstrebenswerten wachsenden Bedeutung des ÖPNV nicht gerecht. Diese aktuelle Entwicklung ist auch angesichts der klimapolitischen Ziele unserer Stadt aus unserer Sicht kontraproduktiv. Welche Strategien werden hinsichtlich des Ausbaus/Attraktivitätssteigerung des ÖPNV, der Förderung des Radverkehrs und Unterstützung nachhaltiger Mobilitätskonzepte verfolgt?

Wie steht`s um den Kita- Ausbau im Zentrum?

Von den in Remscheid insgesamt über 700 zu schaffenden Kitaplätzen entfallen etwa 255 auf den Stadtbezirk Alt-Remscheid. Im Idealfall sind das drei neue Einrichtungen mit insgesamt ca. 13 Gruppen verteilt im Stadtbezirk. Eine Bedarfsbestätigung wurde durch das Jugendamt ausgestellt für den Standort Arturstraße, dort entsteht eine sechsgruppige Einrichtung des Trägers „Step Kids“. Der Investor SIGNA hat das Grundstück um die ehemalige Brotfabrik erworben, derzeit findet vor dem Abriss die Beweissicherung statt. Träger und Investor haben sich in der vorigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses vor den Ferien vorgestellt und Fragen beantwortet. Ca. 110 Kinder werden dort einen Platz finden.

Der Tagespresse war bereits zu entnehmen, es gäbe Pläne im Frühstadium für einen Kindergarten auf dem Gelände hinter der Brennerei Frantzen in Stachelhausen und für das Waldhof-Gelände in Küppelstein. Dazu Projektkoordinator Werner Grimm (Foto) am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid: „Ähnlich wie auch bei anderen potenziellen Standorten sind erst nach Klärung der wesentlichen Details verbindliche Angaben möglich. Insgesamt ist davon auszugehen, dass über jeden Standort mit Träger, Größenordnung und weiteren Angaben berichtet wird, nachdem die Details feststehen und der Träger eine schriftliche Bedarfsbestätigung für die jeweilige Einrichtung am Standort erhalten hat.“ Zu Frantzen und Waldhof sagte Grimm nur so viel: „Wie in anderen Stadtbezirken auch, ist die Suche nach guten Standorten fortgeschritten, aber noch nicht gänzlich abgeschlossen, denn es können sich ja immer wieder noch gute oder bessere Alternativen ergeben.“ Es gebe bei Auftreten irgendwelcher Unwägbarkeiten Alternativstandorte, auf die ausgewichen werden könnten. Der Standort Frantzen-Villa sei derzeit kein Thema, betonte er noch einmal.

Unabhängig von den zusätzlich zu schaffenden Plätzen ist die neue Kita Am Holscheidsberg in Betrieb gegangen. Sie ist um eine Gruppe größer als die ursprüngliche Einrichtung an der Eberhardstraße. Die bisherige Übergangslösung Am Stadtpark soll für drei Jahre mit 65 Plätzen weiter genutzt werden; rund 60 Kinder sind dort derzeit untergebracht.

Weiterhin entsteht an der Paulstraße eine neue viergruppige Einrichtung als Ersatz der bisherigen zweigruppigen Kita. Der Bau befindet sich nach Angaben von Werner Grimm im Zeitplan. Alles in allem sieht er für die Innenstadt bezüglich der Kitas hoffnungsvoll in die Zukunft.

Erst die Hundewiese, und dann erst die Schilder

In diesem Sommer bevölkerten ganze Familien eine Wiese im Remscheider Stadtpark, die eigentlich Hunden (und ihren „Geschäften“) vorbehalten bleiben sollte. Das aber konnten Kinder und Erwachsene nicht erkennen, weil entsprechende Schilder fehlten. Die Technischen Betriebe Remscheid haben nun den Auftrag erhalten, die Kosten für Schilder und einen Metallzaun mit zwei Toren zu ermitteln. Das wurde am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid bekannt. Wie es hieß, sei es auf der Wiese zu Auseinandersetzungen zwischen Sonnenbadenden und Hundebesitzern gekommen.

Tödlicher Verkehrsunfall und Raubüberfall

Gestern kam es an der Wüstenhagener Straße zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Seniorin tödlich verletzt wurde. Gegen 15.30 Uhr rangierte ein 47-Jähriger mit seinem Lkw auf einem öffentlich zugänglichen Firmengelände und kollidierte dabei mit einer 79-jährigen Fußgängerin. Durch den Zusammenstoß erlitt die Frau schwerste Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer erlitt einen Schock und wurde von einem Notfallseelsorger betreut. Die Ermittlungen des Verkehrskommissariats in Remscheid zum genauen Unfallhergang dauern an, der Lkw wurde sichergestellt.

Eine 85-jährige Rentnerin wurde gestern an der Poststraße von einem jungen Mädchen überfallen. Die 85-jährige Seniorin befand sich gegen 9.30 Uhr auf einem Verbindungsweg zwischen Lüttringhauser Straße/Poststraße und Gartenstraße. Plötzlich entriss ihr ein Mädchen die Handtasche. Die Frau stürzte dabei zu Boden und erlitt Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ein Zeuge (28 Jahre), der die Tat sah, verfolgte das Mädchen. Die junge Räuberin ließ daraufhin die Handtasche fallen und flüchtete über eine Wiese in Richtung Gartenstraße. Der aufmerksame Helfer brachte der Seniorin die Handtasche mit komplettem Inhalt zurück. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Raubes und sucht weitere Zeugen. Das Mädchen war ca. 13 bis 15 Jahre alt, etwa 130 cm groß, hatte langes schwarzes Haar, einen dunklen Teint und trug eine Baseballkappe sowie einen dunklen Rucksack. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Kriminalkommissariat 32 in Remscheid unter der Rufnummer 0202/284-0 in Verbindung zu setzen. (aus dem Polizebericht)

Neue Satzung soll die Umgestaltung festschreiben

‚Bürgerwerkstatt‘ verriet: Es gibt noch viel zu tun“ überschrieb der Waterbölles am 7. April seinen Bericht über die damalige „Bürgerwerkstatt“ im Vaßbender-Saal zum neuen Innenstadtmanagement (Foto rechts), mit dem die Stadt Remscheid die „STADTRAUM“-Architektengruppe aus Düsseldorf beauftragt. Die Innenstadt soll so umgestaltet werden, dass sie für Bewohner und Besucher lebendiger und anziehender wird, kurz: attraktiver für alle Nutzergruppen wie Händler, Bewohner und Besucher. In seinem Impulsvortrag wies Bernd Strey, einer der Geschäftsführer der Architektengruppe, im April auf Schwachpunkte im gegenwärtigen Bild der Remscheider Innenstadt hin. Und er kündigte ein Gestaltungshandbuch für Einzelhandel und Gastronomie an, das Remscheid zu einem „neue Zentrum“ verhelfen soll. In der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am vergangenen Dienstag lag es druckfrisch vor.

Abgestimmt wurde darüber allerdings noch nicht; die Fraktionen meldeten Beratungsbedarf an. In einem Punkt waren sie sich allerdings einig, was Bernd Strey auch dringend empfahl: Am Ende des Umgestaltungsprozesses sollte eine Gestaltungssatzung für die Alleestraße stehen, da Empfehlungen erfahrungsgemäß nicht ausreichten, wenn es darum gehe, eigenes Geld investieren zu müssen. Das betonte nicht nur CDU-Sprecherin Rosemarie Stippekohl, sondern auch ihr Fraktionskollege Ralf Wieber, der Vorsitzende des Marketingrates Innenstadt: „Ich glaube nicht, dass hier guter Wille allein ausreichen würde. Eine Satzung gehört in den Focus!“

Zuvor hatte Bernd Strey das neue Gestaltungshandbuch erläutert. Dabei ging er auch aufn die Schwachstellen der Alleestraße ein, auf die er bereits im April hingewiesen hatte: die vielen Werbetafeln an den Häusern, die weit hinaus auf die die Straße reichenden und Warenpaletten  und Werbeständer („Hindernisse“) vor den Geschäften, das weiß-blaue Würstchen-Zelt gegenüber der Einmündung Scharffstraße und die vielen elektrischen Spielgeräte für Kleinkinder in der Fußgängerzone. Alles in allem müsse die Alleestraße künftig aufgeräumter werden.

6. Spendenvoting für Vereine und Institutionen

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Bereits zum sechsten Mal startet die Stadtsparkasse Remscheid in diesem Jahr das Online- Spendenvoting für gemeinnützige Remscheider Vereine und Institutionen. „Die Spendenanträge zeigen uns immer wieder, wie viele tolle Projekte und Initiativen es in unserer Stadt gibt. Deshalb haben wir uns auch in diesem Jahr entschlossen, das Online-Spendenvoting durchzuführen“, sagt Markus Kollodzey, Unternehmenssprecher der Stadtsparkasse Remscheid. Die Bewerbung bleibt nach wie vor ganz einfach: Schulen, Vereine und Institutionen, die die Teilnahmebedingungen erfüllen, haben die Möglichkeit, sich online mit einem Foto und einer kurzen Projektbeschreibung zu bewerben.

Das Voting ist in vier Gruppen unterteilt. Beworben werden kann sich in den Kategorien Vereine bis 100 Mitgliedern, ab 100 Mitglieder sowie Grund- und weiterführende Schulen. In allen vier Kategorien erhalten die Gewinner je 2.000 Euro, die Zweitplatzierten je 1.000 Euro und die Drittplatzierten je 500 Euro. Die Bewerbungsfrist beginnt am 1. September und endet am 30. September 2017. Den Link zur Bewerbung und weitere Informationen finden Bewerber unter www.stadtsparkasseremscheid. de/spendenvoting und auf www.facebook.com/SSKRemscheid. Ab dem 1. bis zum 31. Oktober sind die Vereinsmitglieder und die Remscheiderinnen und Remscheider gefragt, denn dann zählt jede Stimme. Alle Stimmwilligen können online per Klick ihre Stimme für den Lieblingsverein und das Projekt abgeben.

Fotoschau mit Stimmen zum Honsberg

Szene vom Honsberg. Foto: Hans Georg Müller.Seit Montagmittag hängt die Ausstellung „ Honsberg in Bewegung“ in der  Stadtbibliothek an der Scharffstraße. Sabine Düwell hatte zusammen mit Fotograf Hans Georg Müller das Layout festgelegt; fast zwanzig Fotografien haben nun ihren Platz. Es ist eine Wanderschau. Am 23. September wieder an ihren ständigen Platz im  neuen Lindenhof auf dem Honsberg zurückkehren. Dort ist sie als dynamische Präsentation geplant, d.h. Bilder werden immer wieder ausgetauscht, da der Fotograf seine Dokumentationsarbeit auf Honsberg weiterführen will. Gezeigt werden urbane Banalitäten, Kunstaktionen, Menschen.

Der Aufforderung des Fotografen, ihre Stimme zum Honsberg abzugeben, sind zahlreiche Angesprochene nachgekommen, darunter mit einem längeren Text auch Dr. Britta Schmitz vom Modern-Art- Museum in Berlin, eine gebürtige Remscheiderin. „Der Honsberg ist eine Dorfgemeinschaft, wie eine große Familie“, sagt Gisela Heinrich, Honsberger Apotheke. Gerd Mittendorf, Fotoaktionist aus Radevormwald, spricht von einer neuen „Kultstätte“, die auf Honsberg entstehe. Und Änni Scholz von Engelsberg freut sich mit ihrem Enkel über den neuen Spielplatz im Viertel. Diese und einige Dutzend Aussagen mehr warten in der Bücherei auf die Ausstellungsbesucher.

"Experimente wagen bei Quartieren für Wohnen und Arbeit!"

Die die quasi über Nacht in Deutschland hereingebrochene Flüchtlingswelle aus Bürgerkriegs- und Armutsgebieten sei in den vergangenen zwei Jahren für die Wohnungswirtschaft in Deutschland eines der bestimmenden Themen gewesen, schreibt Hans-Jürgen Behrendt, der Vorstand der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid im Vorwort zum Geschäftsbericht 2016. Der liegt zur Stunde in der ordentlichen Hauptversammlung der stadteigenen AG vor. Zwar könne man auch heute noch von Normalität in der Wohnungsversorgung nicht sprechen. Doch es habe sich „wieder einmal erwiesen, dass gerade kommunale Wohnungsunternehmen bereit waren, soziale Verantwortung zu übernehmen, sich stark zu engagieren und in kurzer Zeit auf die große Herausforderung einzustellen, um die Kommunen und anderen Akteure zu unterstützen“. Deshalb hätten zwischenzeitlich zahlreiche Flüchtlinge die Wohnunterkünfte verlassen und selbst eigenverantwortlich Wohnraum anmieten können.

„Durch die vielfältigen Diskussionen zur Bewältigung der gestiegenen Nachfrage am Wohnungsmarkt ist das Gut ‚Wohnung‘ verstärkt in den Fokus getreten“, heißt es im Vorwort von Behrendt weiter. Die Forderung nach konstanten Mieten zu bezahlbaren Preisen bei guter Qualität sei dabei immer lauter geworden. „Aber es geht nicht nur um Wohnraum, sondern auch um die funktionale Durchmischung.“ Das Leitbild der räumlichen Trennung von Funktionen sei veraltet, demzufolge auch die traditionellen Baugebietskategorien. „Die Menschen schätzen das Nebeneinander von Wohnen, Wirtschaft und Wohlfühlbereichen!“ Es sei deshalb notwendig, durch Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen, auch mit experimentellem Ansatz, um einzelne Gebäude oder ganze Quartiere neu entwickeln zu können, die den Bedürfnissen verschiedenster Wohn-, Arbeits- und Lebenskonzepte entsprechen. Nicht nur im Neubau, sondern gerade im Immobilienbestand seien „neue Wege vielseitiger, paralleler Nutzung“ angebracht, so der GEWAG-Vorstand.

„Mit einer Durchschnittsmiete in Höhe von 5,16 € je qm Wohn-/Nutzfläche bietet die Gesellschaft Wohnraum mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis“, teilt die GEWAG anlässlich der heutigen Hauptversammlung mit. „Wohnungen, die zum Schutz des Klimas, zur Schonung der Ressourcen und zur Reduzierung der Kosten für Heizenergie eine starke Wärmedämmung und neue Fenster haben, sind bereits deutlich unter sechs € je Quadratmeter Wohnfläche zu erhalten. Durch den nachträglichen Einbau von Aufzügen wurde der Bestand an barrierearmen Wohnungen in den letzten Jahren deutlich vergrößert. Bodenebene Duschen sowie helle Fliesen und pflegeleichte, moderne Bodenbeläge in den Wohnräumen gehören zu den Ausstattungsmerkmalen zahlreicher renovierter Wohnungen.“ Wo bei vereinzelten Haushalten finanzielle Engpässe zum wohnungswirtschaftlichen Alltag gehören, will die GEWAG mit ihrer vor zehn Jahren eingerichteten  gesellschaftseigene Mieter- und Mietschuldenberatung auch weiterhin dazu beitragen, dass durch Prävention und Unterstützung die endgültige Zahlungsunfähigkeit vermieden werden kann.

In bevorzugter und zentraler Lage (Struck) bot die Gesellschaft an der Auguststraße auf einer Fläche von rund 9.500 Quadratmetern Grundstücke für zweigeschossige Ein- und Zweifamilienhäuser an. „Wo sich ehemals Mehrfamilien-Geschosswohnungsbau befand, entstehen heute individuell geplante Gebäude, die sich in die seit Jahrzehnten gewachsene Umgebung einfügen. Seit dem Verkaufsstart im Jahr 2014 wurden 28 Grundstücke veräußert, davon 20 im Jahr 2016. Mittlerweile wurden auch die restlichen vier Parzellen veräußert“, heißt es in der Pressemitteilung der Wohnungsbaugesellschaft. Sie konnte das Geschäftsjahr 2016 mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss in Höhe von 3,3 Millionen € abschließen, im Wesentlichem bedingt durch den zusätzlichen Verkauf von Bestandsimmobilien mit Umsatzerlösen von insgesamt 33,4 Millionen €.

Die GEWAG Remscheid bewirtschaftete am 31.12.2016 insgesamt 6.252 eigene Wohnungen, 86 gewerbliche Einheiten und 1.911 Garagen bzw. Stellplätze mit einer Wohn-und Nutzfläche von 433.069 qm. Rund ein Viertel (1.484 Wohnungen) des Wohnungsbestandes ist preisgebunden.

Die Zahl der Kündigungen war im fünften Jahr rückläufig. Zu 95 Prozent wurden sie von Mietern ausgesprochen. Rund ein Drittel der Haushalte sind wegen eines Todesfalls, zukünftiger Heimunterkunft, Arbeitsplatzwechsel oder Immobilienkauf aufgelöst worden. Die Gesellschaft wird sich weiterhin als verantwortungsvoll handelnder Partner der Stadt den einkommensschwachen Haushalten widmen, damit sich diese am Markt angemessen mit Wohnraum versorgen können und damit die Stadtentwicklung durch soziales Wohnen gestärkt wird. Neben dem Neubau von Wohnungen und Sozialbauten wird das Unternehmen mit der Kombination aus Modernisierungs-, Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen den Substanzwert der Bestandsimmobilien optimieren und somit zum positiven Erscheinungsbild der Quartiere beitragen.

Amtsübergabe bei der Bezirksregierung Düsseldorf

Pressemitteilung der Bezirksregierung

NRW-Innenminister Herbert Reul verabschiedet heute Anne Lütkes und begrüßt als neue Regierungspräsidentin. Anne stand sieben Jahre lang an der Spitze der Düsseldorfer Behörde und ging nun, wie geplant, in den Ruhestand. Im Rahmen einer Feierstunde in den Räumen der Bezirksregierung an der Düsseldorfer Cecilienallee wurde anschließend ihre Nachfolgerin Birgitta E. Radermacher ins Amt eingeführt. Damit bleibt die Leitung der Behörde in rechtlich geschulten Händen, denn sowohl Lütkes als auch Radermacher sind Rechtsanwältinnen. Und noch etwas eint die scheidende Regierungspräsidentin und ihre Nachfolgerin: Beide stammen aus Köln und waren dort auch politisch aktiv, wenn auch mit unterschiedlichen politischen Perspektiven: Lütkes ist Mitglied der Grünen, Radermacher der CDU.

Minister Reul: „Anne Lütkes hat in den vergangenen sieben Jahren hervorragende Arbeit geleistet und wichtige Themen vorangebracht. Dafür danke ich ihr sehr. Hervorzuheben ist hier insbesondere die tragende Rolle, die die Bezirksregierung Düsseldorf unter Frau Lütkes bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen gespielt hat. Mit Birgitta Radermacher bekommt die Bezirksregierung Düsseldorf nun eine neue Regierungspräsidentin, die mit ihrer Erfahrung und ihrer Gestaltungskraft ebenfalls viel für die Menschen in der Region bewegen wird“, sagte Reul. „Ich wünsche Frau Lütkes für die Zukunft von Herzen alles Gute. Und Frau Radermacher viel Erfolg bei der neuen Aufgabe.“

Anne Lütkes (Foto rechts) war seit August 2010 Regierungspräsidentin in Düsseldorf. In ihre Amtszeit fiel die große Herausforderung, die vielen zu uns kommenden Flüchtlinge unterzubringen und zu versorgen. Dabei waren ihr immer die Bedürfnisse besonders schutzbedürftiger Personen – wie allein reisende Frauen, Kinder oder Jugendliche – sehr wichtig. Ein großes Anliegen ist ihr die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit der Behörde gewesen. Davon zeugen Publikationen wie "Die Geheime Staatspolizei in Düsseldorf 1933-1945", erschienen 2012 in Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, aber auch die Bedeutung, die sie der Arbeit des Dezernats für Angelegenheiten nach dem Bundesentschädigungsgesetz, beigemessen hat. Ernst genommen hat Anne Lütkes auch die Aufgaben der Umweltverwaltung. Immer wieder hat sie den Interessenausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie gesucht, die Belange der Wirtschaft und der Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen. Überzeugt ist Lütkes von der Bedeutung der regionalen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. So konnte sie zusammen mit ihrer Kölner Amtskollegin Gisela Walsken nach langer Vorbereitungszeit zu Beginn des Jahres den Verein „Metropolregion Rheinland“ aus der Taufe heben.

Lütkes dankte ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und schaute zum Abschied nach vorne: „Ich würde mich sehr freuen, wenn die Zusammenarbeit in der Metropolregion und mit den niederländischen Nachbarn zu gemeinsamen, zukunftsfähigen Lösungen zum Beispiel in Verkehrsfragen führt, von denen alle Menschen in der Region profitieren.“

Birgitta Radermacher ist jetzt Chefin der Bezirksregierung Düsseldorf mit rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Mutter dreier erwachsener Kinder und glückliche Großmutter war Rechtsanwältin in Köln, Beigeordnete der Stadt Siegen und seit Januar 2010 Polizeipräsidentin im Bergischen Städtedreieck Wuppertal, Remscheid, Solingen. „Meine bisherige berufliche Erfahrung wird mir helfen, eine Behörde dieser Größenordnung zu führen. Neue Menschen kennenzulernen ist eine schöne Aufgabe - neue Themen zu bearbeiten ist eine große Herausforderung. Ich bin sicher, kluge und engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden mich - wie ja auch schon meine Vorgängerin - unterstützen.“