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Stiftungen in RS. Heute: Lebensqualität für Kranke und Alte

Im Stiftungsverzeichnis des Landes NRW sind 16 Stiftungen aufgeführt, die ihren Sitz in Remscheid haben. Seit dem 10. April 2007 gehört dazu auch die Thomas Labetzke Stiftung. Das Stiftungsvermögen beträgt rund 830.000 Euro. Die durchschnittliche jährliche Förderung lag in den Jahren 2008 bis 2010 bei rund 30.000 Euro. Damit zählt die Thomas Labetzke Stiftung, wenngleich in der Öffentlichkeit kaum bekannt, zu den größeren Stiftungen in Remscheid. Stifter ist der am 30. August1911 in Langendreer geborenen Thomas Labetzke. Der gelernte Musiker war verheiratet und hatte keine Kinder. In den 1950-iger Jahren war er Mit­glied des Orchesters der Stadt Remscheid, wo er Saxophon, Flöte, Oboe und Klarinette spielte. Anfang der 1960-iger Jahre veränderte sich Thomas Labetzke beruflich und war fortan bis zum Eintritt in den Ruhestand als Versicherungskaufmann tätig. Seine pflegebedürftigen Eltern lebten bis zu ihrem Tode im der Alten- und Pflegeheim „Stockder-Stiftung“. Labetzke war mit der dortigen Betreuung und Versorgung seiner Eltern so zufrieden, dass nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 1990 bei ihm der Entschluss reifte, das Alten- und Pflegeheim Stockder-Stiftung durch Gründung einer eigenen Stiftung zu unterstützen. 1991 fanden erste Gespräche mit dem damaligen Sozialdezernenten der Stadt Remscheid, Manfred Halbach, statt. Nach weiteren Kontakten mit der Stiftungsaufsicht verfügte Thomas Labetzke in seinem am 25. März 1998 verfassten Testament die Errichtung einer Stiftung mit dem Namen „Thomas Labetzke Stiftung" mit Sitz in Remscheid.

Nach seinem Tod am 27. April 2003 begann der von ihm noch zu Lebenszeiten eingesetzte Testamentsvollstrecker Dr. Hans Herz, Notar a.D., mit der Gründung der Stiftung. Sie wurde schließlich 2007 durch die Stiftungsaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf anerkannt. Zweck der Stiftung ist es, wie vom Stifter verfügt, „ zur Unterbringung und Versor­gung alter und bedürftiger Menschen tätig zu sein“. Der Testamentsvollstrecker konkretisierte diese allzu allgemeine Ermächti­gung dergestalt, dass er die Stockder-Stiftung und die ökumenische Hospizgruppe Remscheid e.V. zu gemeinsamen Begünstigte der Stiftung erklärte. Die Satzung der Thomas Labetzke Stiftung nennt dementsprechend als Stiftungsweck „die Unterbringung und Versorgung alter und bedürftiger Menschen durch die Be­schaffung von Mitteln zur Förderung der Altenhilfe sowie zur Förderung mildtätiger Zwecke durch eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.“ (…) Die Zuwendungen der Stiftung, bezogen auf die Stockder-Stiftung, sollen „vornehmlich zur Verbesserung der Lebensqualität der von der Stockder-Stiftung betreuten alten und bedürftigen Menschen dienen und dürfen nicht in den allge­meinen Haushalt der Stockder-Stiftung fließen.“ Die Förderung ist dem Stiftungszweck entsprechend so aufgeteilt, dass die Miete der Ökumenische Hospiz­gruppe Remscheid e.V., Elberfelder Str. 41, bis zu einem Maximalbetrag von 9.240 € p.a. getragen wird. Die darüber hinausgehenden Ausschüttungsbeträge werden den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stockder-Stiftung entspr. der Satzung zur Verfügung gestellt. Gefördert wer­den dabei nur Maßnahmen und Beschaffungen, die die Stockder-Stiftung nicht über Pflegesätze refinanzie­ren kann. Dem Vorstand der Thomas Labetzke Stiftung gehören Klaus Dieter Trzeciok (Vorsitzender), Gundula Michel und Karl-Georg Müller an. Vorsitzender des Kuratoriums ist Dr. Bernhard Meiski. Aus der Förderung der vergangenen drei Jahre hebt der Vorstand folgende Projekte hervor:

  • 2008: Zusätzliche Finanzierung dringend erforderlicher Renovierungsmaßnahmen in den neuen Räumen der Hospizgruppe in Höhe von 10.000 Euro. Und Finanzierung von verschiedenen Ausflugsfahrten, Konzerten sowie von Beschaffungen der Stockder-Stiftung.
  • 2009: Übernahme von fast 52 Prozent der Anschaffungskosten des behindertengerechten Busses für die Bewohnerin­nen und Bewohner der Stockder-Stiftung (Anteil der Stiftung 18.130 €).  Und Finanzierung der „Clown-Sprechstunden“. (Dabei besucht der Sportlehrer und „Lachtherapeut“ Martin Wolff etwa 15 Minuten lang einzelne Heimbewohner/innen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nur in ihrem Zimmer aufhalten können. Mit bunter Fliege, gelbem T-Shirt, karierter Weste und Pluderhose ist der Therapie-Clown nicht nur in der Stockder-Stiftung zu Gast, sondern auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen in Solingen und Wuppertal.)
  • 2010: Finanzierung der regelmäßigen „Clown-Sprechstunden“. Nach Rückzug der Bewohner am 25. und 26. Oktober in das kernsanierte und zum Teil neu erbaute Alten-und Pflegeheim „Stockder-Stiftung“ in Vieringhausen würden nunmehr, so der Vorstand weiter, verschiedenste Maßnahmen mit einem Volumen von 20.500 € gefördert, z.B. je Bewohner sechs Massagen oder alternativ Bewe­gungstherapie, Auftritt des „Peter Orloff und Schwarzmeer Kosakenchors", ein spezieller PC mit behindertengerech­tem Computertisch, die Begleitung durch den Clowns während des Umzugs sowie sonstige Beschaffungen zur Verschöne­rung des Neubaus.

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