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Staumauer wird teilweise neu verfugt

Von 1991 bis 1994 wurde die Eschbachtalsperre umfangreich saniert – primär auf der Wasserseite zwecks Standfestigkeit und Gebrauchsfähigkeit. Dabei bekam die Staumauer zusätzlich eine 35 Zentimeter dicke Dichtwand aus Beton, ferner einen Kontrollgang an der Wasserseite, eine neue Drainage, eine neue Entnahmeanlage und neue Messeinrichtungen.

Aufgrund von natürlichen Witterungserscheinungen haben sich in letzter Zeit auf der Außenseite Schäden im Mauerwerk gezeigt. Fugenmaterial ist an einzelnen Stellen herausgewaschen worden und auch einzelne Steine haben sich gelöst. Die EWR hat daher den Zustand der Luftseite ingenieurtechnisch untersuchen lassen und anschließend den Zustand mit der Talsperrenaufsicht erörtert. Die Bezirksregierung hat der EWR emp­fohlen, einzelne Bereiche der Luftseite mittelfristig zu sanieren. Nach detaillierter Planung und Abstimmung mit den Behörden hat die EWR GmbH im vergangenen Jahr die Maßnahme ausgeschrieben und die Arbeiten an einen Anbieter vergeben, der die notwendigen Arbeiten nicht mittels eines Gerüsts, sondern werden durch den Einsatz von Hubsteigern vornehmen wird. Im ersten Schritt sollen auf einer Fläche von etwa 400 m² die Fugen des Bruchsteinmauerwerks mittels Stemmhammer freigelegt werden. Danach werden alle Steine in diesem Bereich durch Abklopfen auf ihren Zustand untersucht und schadhafte Bruchsteine ausgetauscht. Im nächsten Arbeitsschritt erfolgt dann die Neuverfugung der Steine mit Spritzmörtel. Nach der Spritzverfugung muss die betroffene Fläche im letzten Schritt noch durch Feststoffstrahlverfahren gereinigt werden. Die gesamte Sanierungsmaßnahme wird im Zeitraum zwischen April und September dieses Jahres erfolgen.

Der Fußweg über die Talsperrenmauer ist von der Sanierungsmaßnahme nicht betroffen, so dass Spaziergänger ohne Einschränkungen den Wander­weg rund um die Eschbachtalsperre genießen können. (nach Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid)

Kutschrad im Wasser? Nur eine Spiegelung!

Im Gartenteich stehen zurzeit die Sumpfdotterblumen knallgelb in voller Blüte. Farblich passend dazu präsentiert sich das alte hölzerne Rad einer Kutsche. Aber natürlich nicht mitten im Wasser, sondern an der Hecke am Gartenrand. Auf dem Foto ist davon nur die Spiegelung im Wasser zu sehen. Das gilt such für die scheinbar kopfstehende Rankhlfe.

"Quartiersplatz soll etwas Besonderes werden!"

Die Pläne für den neuen „Quartiersplatzes“ an der Honsberger Straß unterhalb des Jugendzentrums „Kraftstation“ sollen nach Angaben der Verwaltung bis November fertig sein, um für 2019 Fördermittel des Landes beantragen zu können. Das notwendige Gelände für den neuen Honsberger Treffpunkt werde im Laufe des Jahres freigeräumt, kündigte in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am Dienstag im Neuen Lindenhof Raumplaner Peter Apel vom Fachbüro „Stadtkinder“ mit Sitz in Dortmund, der zusammen mit seiner Kollegin Natalie Kirsch im Auftrag der Stadt das Stadtumbaumanagement Stachelhausen/Honsberg betreibt. „Bis September wird die ehemalige städtische Zulassungsstelle und die frühere Trafostation der Stadtwerke angerissen!“ Das hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr geschehen sollen.

Große Pläne dampften ein auf einen Quartiersplatz“, titelte der Waterbölles am 12. Oktober 2017. „Jahrelang kreißte der Berg und gebar dann ein Mäuslein. So lässt sich die Geschichte des Bebauungsplans Nr. 644 (Gebiet: Freiheitstraße, Honsberger Straße, Stakelhusen) zusammenfassen.“ Hintergrund: Das Plangebiet war gegenüber der Ursprungplanung deutlich verkleinert worden. Nicht mehr überplant ist seitdem das Grundstück der „Kraftstation“, und auch einen Rückbau der Alten Freiheitstraße sowie einen Um- bzw. Rückbau der Freiheitstraße wird es nicht geben.

Aber vielleicht war die Geschichte vom Mäuslein und dem Berg ja doch zu früh erzählt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Denn Dipl. Ing. Peter Apel versprach am Dienstag: „Der neue Quartiersplatz soll etwas ganz Besonderes werden - also nicht nur ausgestattet mit Spielzeug für Kinder oder Fitnessgeräten für Senioren!“ – „Wie wäre es mit einem Übungsplatz für kleinere Kinder, die das Radfahren lernen möchten“, schlug Rosemarie Stippekohl (CDU) vor. „So etwas fehlt im Stadtteil!“ An der Planung der Platzes sollen interessierte Bürger/innen, Sportvereine und das Jugendzentrum „Kraftstation“ mit seinem Nutzern und Sozialarbeitern beteiligt werden, so Apel.

Die Rechnung des Kälkers

von Alma Mühlhausen

Vor der Jahrhundertwende wohnte im Hatzelangk der Maurer Wilhelm W., der sich aufs Kalken spezialisiert hatte. Als er einmal den Auftrag erhielt, einem kleinen Fachwerkhaus ein sauberes Kleid zu pinseln, wünschte der Auftraggeber, der in Elberfeld wohnte, ihm die Rechnung nach dort zu schicken. Als das Haus im frischen Gewand prangte, kratzte sich der Welm den angetrockneten Kalk von seinem Schädel, und ein Donnerkiel nach dem andern flog über die bärtigen Lippen des Spezialisten. Eine Rechnung schreiben . . .? Ne, das hatte unser Alter noch nie gemacht. Er wusste wohl mit dem Wittquast umzugehen, aber mit der Feder? Und mit der Formulierung kam der braue Müerer schon gar nicht zu Recht. Hoch und heilig schwor der Welm, niemals mehr einen Auftrag entgegenzunehmen, nach dessen Vollführung er eine Rechnung schreiben müsse.

Doch als der Welm noch einige Dutzend Donnerkiele vom Stapel gelassen hatte, kam ihm ein Einfall. Er setzte sich an die wurmstichige Kommode und schrieb mit ungelenker Hand: „46 Quadratmeter weiß geweißt und 12 Quadratmeter schwarz geweißt." (aus: „Der Heimat zur Ehre. Bergischen Anekdoten und Geschichten“, 1960, von  Alma Mühlhausen. Mit freundlicher Nachdruckgenehmigung der Erbin Erika Kleuser)

Gerne weitere Beitrage auf Platt im Waterbölles

Wer Lust hat, Remscheider Platt „te kallen“, ist am Dienstag, 24. April, 18.30 Uhr, in der Denkerschmette an der Kippdorfstraße herzlich willkommen, Denn das Durchschnittsalter dortige Kreis der Plattkaller wird unvermeidbar größer und der Kreis gleichzeitig kleiner. Ein biologischer Automatismus. Stadtführer Klaus Schmidt dürfte daher mit seiner Prophezeiung „Wir können das Platt unter uns pflegen, aber nicht in die nächste Generation retten" durchaus recht haben. Vergangenen Dienstag traf sich ein gutes Dutzend Plattkaller in der Denkerschmette, um einen Weg gegen die sprachliche Auszehrung zu finden. Keine leichte Aufgabe, auch wenn sich Susanne Marquardt vom Schmetten-Team der Denkerschmette, die zu dem Treffen eingeladen hatte (ein weiteres soll es am 26. Juni ab 19 Uhr geben) optimistisch gab. Interesse für das Remscheider Platt in den Schulen wecken? Klaus Schmidt meldete Zweifel an: „Die Lehrer, die selbst kein Platt mehr sprechen, können dafür auch Schüler interessieren!“

Christian Wüster, Vorsitzender der Lüttringhauser Volksbühne, war da optimistischer und verwies auf die jungen Leute, die zu den Theateraufführungen nach Lüttringhausen kommen. „Wenn wir unsere schöne Mundart nicht jetzt professionell weitergegeben, hat sich das Thema in ein paar Jahren erledigt!“, meinte er." Da fand der Bericht von Sabine Marquardt Anklang, die Stadtbibliothek habe den Mundartfreunden Lesestunden „op Platt" angeboten. Zugleich wünschte sich Sabine Marquardt einen Nachfolger für den verstorbenen Plattkaller Bernhard Hütt als Verfasser mundartlicher Geschichten und Dönekes in der Lokalzeitung. Und auch über ein Kochbuch mit bergischen Rezepten auf Remscheider Platt soll nachgedacht werden.

Unter den Gästen war am Dienstag in der Denkerschmette auch. Cornelia Schmidt, den Leserinnen und Lesern des Waterbölles besser bekannt als „Et Klärchen“ (Zeichnung links), das sie ihrer Urgroßmutter gewidmet hat. Ihr aktueller Beitrag im Waterbölles ist vom vergangenen Mittwoch. Der lädt auch andere Plattkaller zu heiteren oder besinnlichen Beiträgen auf Platt herzlich ein.

Das neue Format soll "Bürgerbrunch" heißen

Bürgerempfänge gehören zu den Ritualen der vier Remscheider Bezirksvertretungen. Das Grundmuster ist stets dasselbe: Es wird an einen bestimmten Ort und meist für den Abend eines Wochentags eingeladen. Nach einer Rede des Bezirksbürgermeisters oder der Bezirksbürgermeisterin, der einen oder anderen Ansprache anderer Honoratioren und eventuell einiger musikalischer Darbietungen gibt es Getränke und Häppchen. Dabei sollen dann die Politiker/innen mit den Bürger/innen ins Gespräch kommen. Was allerdings oft nur unvollständig erreicht wird. Es seien „fast immer dieselben ‚Verdächtigten“, die an diesen Veranstaltungen teilnehmen“, steht in einem vierseitigen Vorschlag für einen „Bürgerbrunch“ der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid, der die Unterschriften von Beatrice Schlieper (Grüne), Rosemarie Stippekohl (CDU) und Hans Lothar Schiffer (FDP) trägt. An die Lokalpresse verteilt wurde er am Dienstag im Lindenhof zu Beginn der öffentlichen Sitzung der BV Alt-Remscheid von Bezirksbürgermeister Otto Mähler.

Der „Bürgerbrunch“ ist der Versuch, der „im Grundsatz sinnvollen Veranstaltung“ ein neues Format zu geben mit dem Ziel einer ausgiebigeren und breiteren Kommunikation zwischen Politik und Bürgerschaft. Zitat: „Wenn man sich in der eigenen Familie und im Freundeskreis umsieht und dabei auf vergangene Zusammenkünfte zurückblickt, sind einem die Ereignisse besonders im Gedächtnis haften geblieben, bei denen man in gemütlicher Runde und ohne Zeitdruck zusammen gegessen, getrunken und miteinander geredet hat. Wer denkt da nicht an den letzten Brunch, bei dem man über Stunden zusammen saß und über Gott und die Welt gesprochen hat.“ Und genau das soll bei dem „Bürgerbrunch“ geschehen, zu dem die BV Alt-Remscheid (voraussichtlich!) für Sonntag, 24. Juni, von 11 bis 14 Uhr einladen will - nicht in irgendeinen Sitzungssaal, sondern auf den Theodor-Heuss-Platz. Nur bei schlechtem Wetter soll auf den unteren Flur des Rathauses ausgewichen werden.

Das Szenario: Die Bezirksvertretung wird dafür sorgen, dass vor dem Rathaus bzw. im Rathausflur eine entsprechende Anzahl von Bierzeltgarnituren, einige Stehtische aufgebaut werden (ca. 30 Tische und 60 Bänke, zehn Stehtische) sowie, nur bei gutem Wetter im Freien als Sonnenschutz, zehn Zelte 3 x 3 Meter oder/und 6 x 3 Meter. Ferner sorgt die BV für Getränke (Tee, Kaffee, Wasser und Säfte), Geschirr (Teller, Tassen mit Untertassen, Gläser und eine entsprechende Anzahl an Bestecken (Messer, Gabel, Kaffeelöffel) und eine Grundversorgung mit Brötchenhälften auf entsprechenden Platten auf den einzelnen Tischen Erwünscht ist, dass die Bürgerinnen und Bürger ihren Teil zum Gelingen des Treffens beitragen, indem sie selbst Speisen mitbringen und diese mit anderen Besucherinnen und Besuchern teilen. Beatrice Schlieper: „Wir rechnen zurzeit mit 100 bis 150 Besuchern.“

Außer einer kurzen Begrüßung durch den Bezirksbürgermeister soll es keine Reden geben. Vielmehr sollen sich die Bezirksvertreterinnen und Bezirks Vertreter auf die Tischen verteilen und dort mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, dabei die Tische mehrfach wechselnd. Dadurch haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von BV-Vertretern zu reden. Im Rathausflur könnten Pläne und Informationen zu den großen Bauvorhaben der nächsten Zeit ausgehangen und erläutert werden.

Der 24. Juni fällt zwar in die Zeit der Fußballweltmeisterschaft, aber es gibt an diesem Tag kein Spiel mit Beteiligung der deutschen Mannschaft. Der Zusatz „voraussichtlich“ bei diesem Termin für den ersten „Bürgerbrunch“ kommt daher, dass die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) für diesen Sontag eine Neuauflage ihres Sommerfestes „Orange“ planen. Dessen Höhepunkte liegen allerdings eher auf dem Nachmittag. Nun gilt es abzuwägen...

Vorschläge zum Fest, oder: doppelte Bürgerbeteiligung

SPD macht sich für Straßenfest stark“, titelte der Waterbölles 2. März. Warum denn die Stadtverwaltung gegen ein Straßenfest auf der Alten Bismarckstraße aus Gründen der Sicherheit Bedenken erhoben habe, hatte im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr York Edelhoff (SPD) von der Verwaltung wissen wollen. Edelhoff: „Was auf der Luisenstraße in Wuppertal möglich ist, müsste auch auf der Alten Bismarckstraße in Remscheid möglich sein!“ Und der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf ergänzte, im Rahmen des Innenstadtumbaus und dessen Aufwertung könnte ein solches Fest eine weitere Ergänzung zur Revitalisierung der Innenstadt bedeuten. Inzwischen steht fest: Das Anwohnerfest soll am „Tag der Städtebauförderung“ (Samstag, 5.Mai) stattfinden, und es hat auch einen Namen: „MyViertel Fest“. Der findet sich eher verschämt im vorletzten Absatz einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid, allerdings verbunden mit der Ankündigung einer weiteren, intensiveren Öffentlichkeitsarbeit: „Die Bürgerinnen und Bürger sowie die betroffenen Bewohner der o.g. Straßen werden über diverse Medien (wie z.B. Presse, Flyer und Plakate oder Social Media) zum Dialog eingeladen,“ heißt es da. Wobei der Unterschied zwischen „Bürgerinnen und Bürgern“ und „betroffenen Bewohnern“ noch zu erklären wäre...

Am Samstag, 5. Mai, wird auch das Innenstadtbüro Markt 13 geöffnet sein, damit Bürgerinnen und Bürger dort ihre Ideen und Vorschläge für die in diesem Jahr geplante bauliche Umgestaltung von fünf Umgebungsstraßen bzw. Zugängen zur Innenstadt (Alleestraße) abgeben können: Scharffstraße, Fastenrathstraße, Wiedenhofstraße, Mandtstraße, Erholungsstraße, Fußwegeachse Alte Bismarckstraße und Alte Bismarckstraße. Die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung sollen in den Planungsprozess einfließen.

Für ein Konzept zur Revitalisierung der Innenstadt (http://www.remscheid.de/Remscheid_Tourismus/medienpool/dokumente010/Konzept_zur_Revitalisierung_der_Innenstadt.pdf) hatte der Verwaltungsvorstand am 16. März die Ausschreibung/Vergabe eines Gestaltungshandbuchs und einen Gestaltungsleitfaden mit beispielhaften Entwürfen für die künftige Gestaltung des öffentlichen Raums beschlossen (liegt inzwischen vor). Diese Entwürfe sollen als Vorentwurf für die einzelnen, schrittweise umzusetzenden Planungen dienen.

„Hierbei sollen die interessierte Öffentlichkeit und die Politik ... die Gelegenheit erhalten, Anregungen und Hinweise zu geben“, so die Verwaltung. Zitat aus der aktuellen Vorlage: „Der Straßenraum ist der Mittelpunkt des öffentlichen Lebens, daher sollen bei der Planung alle Menschen, die Straßen und Wege - unabhängig vom Alter und körperlichen Einschränkungen - selbständig und uneingeschränkt nutzen, beteiligt werden.“ Es gehe darum, „die innerstädtischen Straßen, Wege und Plätze unter Berücksichtigung ihrer besonderen Funktionen so zu gestalten, dass sie sich in das äußere Erscheinungsbild der Innenstadt einfügen“.

Waterbölles: Etwas unkonkret! Vielleicht ließe sich interessierten Bürgerinnen und Bürgern noch näher läutern, in welcher Weise sich Straßen, Wege und Plätze in das äußere Erscheinungsbild der Innenstadt zurzeit noch n i c h t einfügen. Damit sie darauf mit konkreten Ideen und Vorschlägen am 5. Mai reagieren können.

Röntgen-Plakette 2018 für Prof. Dr. Franz Pfeiffer

Prof. Dr. Franz Pfeiffer.Am Samstag, 21. April, verleiht die Stadt Remscheid im Minoritensaal des Kulturzentrums „Klosterkirche“ in Lennep die Röntgen-Plakette 2018 an den deutschen Physiker Prof. Dr. Franz Pfeiffer, der seit 2009 an der Technischen Universität München Biomedizinische Physik lehrt und dort 2012 zudem - eine Rarität - als Professor in die Fakultät für Medizin berufen wurde. Die Laudatio hält Prof. Dr. Stephan Eisebitt vom Max-Born-Institut in Berlin. Staatssekretärin Annette Storsberg vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft wird ein Grußwort sprechen. Herzlich eingeladen zu dem Festakt sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Dr. Ulrich Modder, der Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museum e. V. in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz im Rathaus betonten (Anmeldungen unter Tel. RS 163384)

Der Plakettenausschuss der Fördergesellschaft hatte sich unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Metin Tolan, Dortmund, für Franz Pfeiffer als Preisträger ausgesprochen wegen dessen herausragenden Forschungen zur Entwicklung der Phasenkontrast-Bildgebung mit Röntgenstrahlen. Damit habe der Physiker über die biomedizinische Grundlagenforschung hinaus den Grundstein gelegt für eine Verbesserung der gesamten Palette der medizinischen Röntgen-Diagnostik in Mammographie, Radiographie und Computertomographie. Dank der neuen Technik könnten künftig Krankheiten wie Brust- oder Lungenkrebs, deutlich früher diagnostiziert werden.

Franz Pfeiffer wurde am 25. November 1972 in Kösching im oberbayerischen Landkreis Eichstätt geboren. Er studierte von 1993 bis1999 Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Forschungs- und Lehraufenthalten am Institut Laue- Langevin und der Europäischen Synchrotronstrahlquelle ESRF (Grenoble, Frankreich), dem Center of Nanoscience (München) und der Universität des Saarlands (Saarbrücken) ging er 2003 als Gastwissenschaftler an der University of Illinois, Urbana-Champaign, USA, danach an das Lichtquelle Schweiz SLS, Paul Scherrer Institut in Villigen in der Schweiz. Dort wurde er 2005 zum Gruppenleiter ernannt. Die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne berief ihn 2007 zum Assistenzprofessor. 2009 erhielt Pfeiffer einen Ruf als Physikprofessor auf den Lehrstuhl für Biomedizinische Physik am Institut für Physik der Technischen Universität München. 2017 wurde Pfeiffer zum Direktor der zwei Jahre zuvor gegründeten Munich School of BioEngineering (MSB) ernannt. Pfeiffer ist Autor von mehr als 250 wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Er hält zahlreiche Patente. Für seine Forschungen wurde er u.a. ausgezeichnet mit dem Dr. Eduard-Martin-Award der Universität Saarbrücken (2003), dem Nationalen Latsis Preis der Schweiz (2008), dem Röntgen-Preis der Universität Giessen (2010), dem mit einer Million Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2011) und dem Alfred Breit Preis der Deutschen Röntgengesellschaft (2017).

Mit der Röntgen-Plakette, die die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums und die Stadt Remscheid seit 1951 jährlich internationalen Wissenschaftler verleiht und die nun der 45 Jahre alte Professor aus München erhält, ist kein Preisgeld verbunden, sie sei „ein Ehrenpreis", sagt Dr. Uwe Busch, der Direktor des Röntgen-Museums und Mitglied der Fördergesellschaft, auf der Pressekonferenz im Rathaus. Gleichwohl sei die Röntgen-Plakette auch bei international bekannten Wissenschaftlern und Nobelpreisträgern sehr begehrt.

Beim Festakt am kommenden Samstag wird Prof. Dr. Franz Pfeiffer seinen Zuhörerinnen und Zuhörern auf verständliche Weise erklären, „wie der Wellencharakter von Röntgenlicht die medizinische Bildgebung verbessern kann“. Tags zuvor, am Freitag, wird er im Physikhörsaal des Röntgen-Gymnasiums anderthalb Stunden lang die Fragen von Schüler/innen beantworten und anschließend im Röntgen-Museum an der Eröffnung der Ausstellung „Fragments“ des britischen Künstlers Rupert Warren sowie an einer Museumsführung mit dem „Miniclub“ teilnehmen. (Rupert Warren, der in Remscheid lebt und arbeitet, hat die Renovierung des Röntgen-Geburtshauses begleitet und sein Gefühl für diesen Ort in der Kombination / Installation vieler Einzelbilder und Fragmente visualisiert. Siehe Foto rechts)

Zur Preisverleihung hat das Röntgen-Museum einen Flyer herausgegeben, in dem Dr. Uwe Busch die Forschungsergebnisse von Prof. Pfeiffer näher beschreibt:

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Beschaulicher Frühlingsmarkt in Lennep

Es stimmte: Nachdem sich die Regenwolken verzogen hatten, blühte Lennep förmlich auf. Und die Blumen auf dem Alter Markt leuchten in Rot, Gelb und Blau unter den Strahlen der Sonne. Akkordeonmusik begleiteten gegen Mittag die Besucher des verkaufsoffenen Sonntags „Lennep blüht auf“. Den hatte Lennep Offensiv e.V. organisiert und bei der Stadt Remscheid beantragt. In einer Sondersitzung  des Rates der Stadt war der Jahrmarkt am 9. April genehmigt worden. In den Antrag von Lennep Offensiv e.V. war von acht großflächigen Ständen mit Blumen und Accessoires für Haus und Garten die Rede und von voraussichtlich 14 geöffneten Geschäften. Man rechne mit 3.000 bis 4.000 Besucher auf einer Verkaufsfläche von mindestens 1.500 Quadratmetern, deutlich mehr als die 372 Quadratmeter Verkaufsfläche der Geschäfte. Eine Besucherzahl, die bis 17 Uhr womöglich doch noch erreicht wurde, denn das Wetter lud zum Spazierengehen ein. In Der Zeit zwischen 11 und 11.30 Uhr, als dieses Video entstand, ging es auf dem Alter Markt allerdings recht beschaulich zu. Ein Blickfang waren neben den Blumen auch die ca. zehn historischen Zugmaschinen der Remscheider Treckerfreunde. Die jeweiligen Fahrzeugführer, zu erkennen an ihren blauen Jacken, verrieten gerne die technischen Einzelheiten.

Baustellenampeln in Vieringhausen bald weg

Aus erster Hand informierten sich gestern Vormittag Ratsmitglied Waltraud Bodenstedt und Ina Garweg, Geschäftsführung der Ratsgruppe der W.i.R., in der Remscheider Niederlassung der Open Grid Europe GmbH an der Reishagener Straße über den Fortgang der Arbeiten an einer neuen, fast sechs Kilometer langen Gasleitung im Bereich Hasten, Vieringhausen und Reinshagen. Die neuen Rohre im Durchmesser von 200 bis 250 Millimetern sollen den Teil der Hauptgasleitung aus dem vorigen Jahrhundert ersetzen, der buchstäblich „in die Jahre gekommen ist“. Dieser so genannte „Remscheider Ring“, der eigentlich die Form eines Dreiecks hat, verbindet die Anschlussstellen von Ferngasleitungen in der Lobach, in Lüttringhausen und Hackenberg mit dem Gasnetz der Stadtwerke Remscheid. Diese beziehen hierüber norddeutsches und niederländisches Erdgas der Klasse L.

Dass der südwestliche Teil der Remscheider Hauptgasleitung sanierungsbedürftig sind, war bereits vor einigen Jahren bei routinemäßigen Inspektionen aufgefallen, wie Betriebsingenieur Arno Benninghoff berichtete. Im September 2014 begannen die Arbeiten an der neuen Leitung, und Ende 2019 werden sie voraussichtlich beendet sein. Die  einzelnen Bauabschnitte seien mit der Stadt Remscheid exakt abgesprochen und müssten phasenweise von dieser auch genehmigt worden, sagte Bauleiter Jörg Heykes von der Firma Bohlen & Doyen GmbH. Acht Mitarbeiter der Firma aus Wiesmoor in Ostfriesland verlegen die neuen Rohre im Auftrag der Essener Open Grid Europe GmbH. Als Tochterfirma E.ON Ruhrgas wurde die eigenständige Netzbetreibergesellschaft 2004 gegründet.  Seit dem 23. Juli 2012 gehört Open Grid Europe einem Konsortium internationaler Investoren, darunter auch eine Tochtergesellschaft der Münchner Rück AG. Open Grid Europe ist heute mit rund 1.450 Mitarbeitern und 450 internationalen und nationalen Kunden Deutschlands führender Erdgastransporteur.

Oberbauleiter der Firma in Remscheid ist Karl-Heinz Schulmeistrat. Er hält engen Kontakt zu den anderen Versorgern, deren Leitungen neben, unter und zum Teil auch über der alten / neuen Gasleitung liegen. Und er kennt die Gerüchte aus der Bevölkerung, die Leitungsbauer seien nicht die schnellsten. „Ganz falsch“, widersprach beim Termin mit der W.i.R., an dem der Waterbölles teilnahm, OpenGrid-Pressesprecher Helmut Roloff. Sie scheinbaren „Ruhepausen“ seien der Sicherheit geschuldet. Denn sobald ein neuer Rohrabschnitt fertig verlegt und verschweißt ist, muss geprüft werden, ob er auch dicht ist. Dazu wird der mit Wasser gefüllt. Das muss sich erst zwei bis drei Tage „beruhigen“, bevor der Druck im Rohrinneren auf dem späteren Gasdruck erhöht werden kann (noch einmal zwei bis drei Tage). Und dann muss das Wasser natürlich auch wieder abgepumpt werden, bevor die Leitung mit einem Spezialgerät von innen getrocknet werden kann. Erst danach kann der fertige Rohrabschnitt an die Hauptleitung angeschlossen werden und den Gastransport zum Abnehmer Stadtwerke Remscheid übernehmen.

Die gute Nachricht in dem gestrigen Gespräch:  An der Kreuzung Vieringhausen / Solinger Straße wird Open Grid Ende nächster Woche die Baustellenampeln abbauen lassen können. Dann zieht die Baukolonne weiter Richtung Reinshagen. Der Abschnitt Edelhoffstraße /Hastener Straße kommt erst 2019 an die Reihe – als letzter. „Zu den Anwohnern hatten wir eigentlich immer ein gutes Verhältnis“, berichtete Karl-Heinz Schulmeistrat. Mit einer Ausnahme: Offenbar, weil längere Staus vor dem Ampeln an den Nerven der Autofahrer genagt hatte, kam es im gegenwärtigen Baustellenbereich zu Sachbeschädigungen an Baggern (zerbrochene Scheiben), und Beschimpfungen von Mitarbeitern, und es flogen Flaschen und Steine. Der Oberbauleiter: „Dabei machen die Mitarbeiter doch auch nur ihren Job!“ Für solche Anfeindungen habe er keinerlei Verständnis. Da mussten ihm Waltraud Bodenstedt und Ina Garweg Recht geben.