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Für Lebensraum von Insekten können viele sorgen

Mehrere Faktoren beeinflussen grundsätzlich den Bestand und die Artenvielfalt von Insekten. So wirkt sich insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft auf die Vielfalt der Insekten aus, da diese zu einer Strukturverarmung der Landschaft sowie zu einem Rückgang des Blütenangebots für Bestäuber führt und viele Insekten dadurch ihre Nahrungsgrundlagen und Lebensräume verlieren. Das Nährstoffüberangebot, die Einengung der Feldfruchtwahl, die Homogenisierung und Vergrößerung der Schläge und der damit verbundene Rückgang von Randstrukturen und Blühstreifen, sowie die gestiegene Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sind einige wesentliche Einflussfaktoren. Studien belegen, dass Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide einen negativen Einfluss auf Wildbienen und Hummelarten haben. So beginnt die Mitteilungsvorlage 15/4787 der Stadt Remscheid (unter Quellenhinweis auf das Bundesamt für Naturschutz 2018), die eine Anfrage der CDU-Fraktion vom 7. November 2017 beantwortet. Demnach waren nach Roten Liste in NRW (Stand 2011) 37,6 Prozent der Wildbienen und Wespen ungefährdet, bei den Tagfaltern sogar nur noch 22,5 Prozent.

„Die bundesweit festgestellte Entwicklung (etwa 80 Prozent weniger Insekten-Biomasse innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren) hat vor dem Bergischen Land nicht halt gemacht“, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. „Die Vergleichsuntersuchungen von Dr. Martin Sorg zur Biomasse von Insekten wurden auch im südlichen Bergischen Land durchgeführt mit demselben Ergebnis. Es ist davon auszugehen, dass die Untersuchungsergebnisse auf Remscheid mit seiner vergleichbaren Landschafts- und Nutzungsstruktur übertragbar sind. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf ein Fachgespräch mit der Vorsitzenden des Naturschutzbeirats, der Naturschule Grund, der Biologischen Station Mittlere Wupper und der unteren Naturschutzbehörde vom 9. Januar 2018.

Die Insekten-Vorrangflächen konzentrieren sich auf fünf Remscheider Landschaftsräume. Folgende Konzeptionen und Pläne haben in Remscheid u.a. den Insektenschutz als Ziel:

  • Drei Landschaftspläne inkl. 23 Naturschutzgebiete (untere Naturschutzbehörde)
  • Zehn Pflege- und Entwicklungspläne für die Naturschutzgebiete (Biologische Station)
  • Die Untersuchung von 29 Reptilienhabitaten und trockenwarmen Biotopen (Biostation)
  • Floristische und faunistische Untersuchungen von 47 Biotopkomplexen (Biostation)

Die große Masse der Insekten ist auf Sonne, Wärme und eine arten- und blütenreiche Pflanzenwelt (Gräser, Kräuter, Sträucher) angewiesen. Wichtige Voraussetzung für Arten- und Blütenreichtum sind magere Böden und ungedüngte oder wenig gedüngte Wiesen. Von besonderer Bedeutung sind Kleinbiotope (Steinbrüche, Böschungen, Säume), Heideflächen, Feuchtgebiete, Magerwiesen, artenreiche Waldmäntel, Hecken und Felsbiotope. Einzelne Naturschutzgebiete wurden auch zum Schutz der dort lebenden Insekten (Heuschrecken, Libellen, Tagfalter) ausgewiesen (Dörpetal und Seitentäler, Feldbachtal, Schneppendahler Siepen, Steinbruchgelände Hohenhagen). Auch seien die Lage und der Zustand aller bedeutsamen trockenwarmen Biotope in Remscheid bekannt, so die Verwaltung. „Die wertvollsten Flächen werden jährlich gepflegt und begutachtet.“ Zur Pflege der für den Arten- und Insektenschutz bedeutsamsten Offenlandflächen setzt die untere Naturschutzbehörde seit 2004 jährlich rund 30.000 Euro an Naturschutz-Fördermittel des Landes ein. In den vergangenen 14 Jahren waren dies insgesamt 440.000 €.

Nach Flächenrecherche der unteren Naturschutzbehörde gibt es aktuell in Remscheid rund 100 Vorrangflächen für Insekten (trocken-warme Sonderstandorte und extensiv-mageres Offenland): zehn Heideflächen, 25 Standorte mit Magerzeigern und 60 bis 70 entwickelbare Standorte mit „Ausmagerungstendenz“ der Böden. 95 Prozent dieser Flächen werden extensiv bzw. mäßig intensiv genutzt (überwiegend von Hobby-Landwirten bzw. im Nebenerwerb), die übrigen von landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Rund 25 Prozent der Vorrangflächen befindet sich in öffentlichem Besitz, 75 Prozent in Privatbesitz. Gut vernetzte Landschaftsräume mit Vorrangflächen der Insektenvielfalt sind

  • Magerwiesen/Heiden (Panzertal, Feldbachtal, Dörperhöhe, Böschungen der Wuppertalsperre)
  • Südhänge und Wiesen/Heiden (Bökerhöhe, Struck, Falkenberg, Bliedinghausen)
  • Magerwiesen (um Reinshagen und Westhausen)
  • Steinbruchgelände und Magerwiesen auf dem Hohenhagen
  • Heiden und Extensivgrünlandkomplex (Westen, Grund, Grüne, Oelingrath)

Ein kontinuierliches Angebots heimischer Wildkräuterblüten, z.B. durch Ansaaten an Ackerrandstreifen, führt nach Ansicht der Naturschützer zu einem deutlichen besseren Nahrungsangebot für Wildbienen. Ungefähr ein Viertel der heimischen Wildbienenarten könne auch durch künstliche Nisthilfen relativ einfach gefördert werden, etwa auf freiwilliger Basis an Schulen und Kindergärten sowie auf innerstädtischen Grünflächen und in Parks. Empfohlen wird, das Projekt der TBR zum Straßenbegleitgrün mit blütenreichen Saatgutmischungen fortzusetzen. Aber auch private Grundstückseigentümer sollten und könnten ihr Gelände „insektenfreundlich pflegen und auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten“. Bei Bauvorhaben im Außenbereich bzw. bei Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen verlangt die Baubehörde im Übrigen die Verwendung arten- und blütenreicher heimischer Gehölzpflanzungen. Andere Aktivitäten (z.B. Landschaftspflege, Bürgerberatung, Blumenwiesen) laufen bereits seit vielen Jahren. Und mit seinem Beschluss vom 22. Februar 2018 brach der Rat der Stadt ganz aktuell eine Lanze für Insektenhotels. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Akteuren der Verwaltung, Naturschutzorganisatoren, Schulen, Werkstätten sowie Kitas will vor Ort Blumenwiesen und Insektenhotels als Nahrungs- sowie Brutangebote initiieren und koordinieren. Mit Merkblättern, Baukästen und Empfehlungen eigener Projekte will sich die AG an Eltern- und Schülerinitiativen, aber auch Privatpersonen und Firmen wenden.

Röntgen-Plakette 2018 für Prof. Dr. Franz Pfeiffer

Prof. Dr. Franz Pfeiffer.Am Samstag, 21. April, verleiht die Stadt Remscheid im Minoritensaal des Kulturzentrums „Klosterkirche“ in Lennep die Röntgen-Plakette 2018 an den deutschen Physiker Prof. Dr. Franz Pfeiffer, der seit 2009 an der Technischen Universität München Biomedizinische Physik lehrt und dort 2012 zudem - eine Rarität - als Professor in die Fakultät für Medizin berufen wurde. Die Laudatio hält Prof. Dr. Stephan Eisebitt vom Max-Born-Institut in Berlin. Staatssekretärin Annette Storsberg vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft wird ein Grußwort sprechen. Herzlich eingeladen zu dem Festakt sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Dr. Ulrich Modder, der Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museum e. V. in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz im Rathaus betonten (Anmeldungen unter Tel. RS 163384)

Der Plakettenausschuss der Fördergesellschaft hatte sich unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Metin Tolan, Dortmund, für Franz Pfeiffer als Preisträger ausgesprochen wegen dessen herausragenden Forschungen zur Entwicklung der Phasenkontrast-Bildgebung mit Röntgenstrahlen. Damit habe der Physiker über die biomedizinische Grundlagenforschung hinaus den Grundstein gelegt für eine Verbesserung der gesamten Palette der medizinischen Röntgen-Diagnostik in Mammographie, Radiographie und Computertomographie. Dank der neuen Technik könnten künftig Krankheiten wie Brust- oder Lungenkrebs, deutlich früher diagnostiziert werden.

Franz Pfeiffer wurde am 25. November 1972 in Kösching im oberbayerischen Landkreis Eichstätt geboren. Er studierte von 1993 bis1999 Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Forschungs- und Lehraufenthalten am Institut Laue- Langevin und der Europäischen Synchrotronstrahlquelle ESRF (Grenoble, Frankreich), dem Center of Nanoscience (München) und der Universität des Saarlands (Saarbrücken) ging er 2003 als Gastwissenschaftler an der University of Illinois, Urbana-Champaign, USA, danach an das Lichtquelle Schweiz SLS, Paul Scherrer Institut in Villigen in der Schweiz. Dort wurde er 2005 zum Gruppenleiter ernannt. Die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne berief ihn 2007 zum Assistenzprofessor. 2009 erhielt Pfeiffer einen Ruf als Physikprofessor auf den Lehrstuhl für Biomedizinische Physik am Institut für Physik der Technischen Universität München. 2017 wurde Pfeiffer zum Direktor der zwei Jahre zuvor gegründeten Munich School of BioEngineering (MSB) ernannt. Pfeiffer ist Autor von mehr als 250 wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Er hält zahlreiche Patente. Für seine Forschungen wurde er u.a. ausgezeichnet mit dem Dr. Eduard-Martin-Award der Universität Saarbrücken (2003), dem Nationalen Latsis Preis der Schweiz (2008), dem Röntgen-Preis der Universität Giessen (2010), dem mit einer Million Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2011) und dem Alfred Breit Preis der Deutschen Röntgengesellschaft (2017).

Mit der Röntgen-Plakette, die die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums und die Stadt Remscheid seit 1951 jährlich internationalen Wissenschaftler verleiht und die nun der 45 Jahre alte Professor aus München erhält, ist kein Preisgeld verbunden, sie sei „ein Ehrenpreis", sagt Dr. Uwe Busch, der Direktor des Röntgen-Museums und Mitglied der Fördergesellschaft, auf der Pressekonferenz im Rathaus. Gleichwohl sei die Röntgen-Plakette auch bei international bekannten Wissenschaftlern und Nobelpreisträgern sehr begehrt.

Beim Festakt am kommenden Samstag wird Prof. Dr. Franz Pfeiffer seinen Zuhörerinnen und Zuhörern auf verständliche Weise erklären, „wie der Wellencharakter von Röntgenlicht die medizinische Bildgebung verbessern kann“. Tags zuvor, am Freitag, wird er im Physikhörsaal des Röntgen-Gymnasiums anderthalb Stunden lang die Fragen von Schüler/innen beantworten und anschließend im Röntgen-Museum an der Eröffnung der Ausstellung „Fragments“ des britischen Künstlers Rupert Warren sowie an einer Museumsführung mit dem „Miniclub“ teilnehmen. (Rupert Warren, der in Remscheid lebt und arbeitet, hat die Renovierung des Röntgen-Geburtshauses begleitet und sein Gefühl für diesen Ort in der Kombination / Installation vieler Einzelbilder und Fragmente visualisiert. Siehe Foto rechts)

Zur Preisverleihung hat das Röntgen-Museum einen Flyer herausgegeben, in dem Dr. Uwe Busch die Forschungsergebnisse von Prof. Pfeiffer näher beschreibt:

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Was geschieht im Ei?

In der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, beginnt die Kükensaison. In den kommenden beiden Wochen gibt es mehrere Möglichkeiten für interessierte Erwachsene und vor allem für Familien mit Kindern ab ca. fünf Jahren, frischgeschlüpfte Hühnerküken hautnah zu erleben und viel über die Vorgänge im Ei zu erfahren.
 
Freitag, 20. April, 18.30 Uhr
Eibiologie für Erwachsene
Warum singen Vögel? Wo brüten Vögel? Was geschieht eigentlich im Ei? Wie sehen die Eltern der Küken aus? Was frisst ein Küken und wie wächst es auf? Diese und viele andere Fragen beantwortet Biologin Stefanie Barzen in diesem Angebot für Erwachsene, bei denen es natürlich auch möglich ist, hautnah Kontakt zu frischgeschlüpften Hühnerküken zu bekommen. Vor allem aber geht es um Informationen zur Eibiologie, die in den üblichen Familienprogrammen nicht besprochen werden können. Ein Programm für die, die mehr wissen möchten!Kosten: acht € pro Person.
 
Samstag, 21. April, 16.30 Uhr und Samstag, 28. April, 17 Uhr
Vom Ei zum Küken - Wenn Vögel brüten
Die Familienaktion zum Thema "Vom Ei zu Küken" findet wie immer zweimal statt.Frisch geschlüpfte Küken hautnah erleben, das ist ein unvergessliches Erlebnis für Kinder, Eltern, Großeltern und jeden Menschen, der sich für die Natur interessiert, oft aber verbunden mit vielen Fragen:
Warum singen Vögel? Wo brüten Vögel? Was geschieht eigentlich im Ei? Wie sehen die Eltern der Küken aus? Was frisst ein Küken und wie wächst es auf?
Diese und viele andere Fragen beantwortet die Natur-Schule Grund kindgerecht in den beiden Familienangeboten, bei denen es möglich ist, hautnah Kontakt zu frischgeschlüpften Hühnerküken zu bekommen. Die Angebote richten sich an Familien mit Kindern ab ca. 5 Jahren sowie an interessierte Einzelpersonen und dauern ca. 2 Stunden; die Kosten betragen sieben € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 15 Jahre. Familien mit mehr als einem eigenen Kind erhalten einen Familienrabatt.
 
Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich unter Tel. RS 3748239, E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oder über die facebook-Seite der Natur-Schule: www.facebook.com/Umweltbildungsstation.remscheid/.

Baustellenampeln in Vieringhausen bald weg

Aus erster Hand informierten sich gestern Vormittag Ratsmitglied Waltraud Bodenstedt und Ina Garweg, Geschäftsführung der Ratsgruppe der W.i.R., in der Remscheider Niederlassung der Open Grid Europe GmbH an der Reishagener Straße über den Fortgang der Arbeiten an einer neuen, fast sechs Kilometer langen Gasleitung im Bereich Hasten, Vieringhausen und Reinshagen. Die neuen Rohre im Durchmesser von 200 bis 250 Millimetern sollen den Teil der Hauptgasleitung aus dem vorigen Jahrhundert ersetzen, der buchstäblich „in die Jahre gekommen ist“. Dieser so genannte „Remscheider Ring“, der eigentlich die Form eines Dreiecks hat, verbindet die Anschlussstellen von Ferngasleitungen in der Lobach, in Lüttringhausen und Hackenberg mit dem Gasnetz der Stadtwerke Remscheid. Diese beziehen hierüber norddeutsches und niederländisches Erdgas der Klasse L.

Dass der südwestliche Teil der Remscheider Hauptgasleitung sanierungsbedürftig sind, war bereits vor einigen Jahren bei routinemäßigen Inspektionen aufgefallen, wie Betriebsingenieur Arno Benninghoff berichtete. Im September 2014 begannen die Arbeiten an der neuen Leitung, und Ende 2019 werden sie voraussichtlich beendet sein. Die  einzelnen Bauabschnitte seien mit der Stadt Remscheid exakt abgesprochen und müssten phasenweise von dieser auch genehmigt worden, sagte Bauleiter Jörg Heykes von der Firma Bohlen & Doyen GmbH. Acht Mitarbeiter der Firma aus Wiesmoor in Ostfriesland verlegen die neuen Rohre im Auftrag der Essener Open Grid Europe GmbH. Als Tochterfirma E.ON Ruhrgas wurde die eigenständige Netzbetreibergesellschaft 2004 gegründet.  Seit dem 23. Juli 2012 gehört Open Grid Europe einem Konsortium internationaler Investoren, darunter auch eine Tochtergesellschaft der Münchner Rück AG. Open Grid Europe ist heute mit rund 1.450 Mitarbeitern und 450 internationalen und nationalen Kunden Deutschlands führender Erdgastransporteur.

Oberbauleiter der Firma in Remscheid ist Karl-Heinz Schulmeistrat. Er hält engen Kontakt zu den anderen Versorgern, deren Leitungen neben, unter und zum Teil auch über der alten / neuen Gasleitung liegen. Und er kennt die Gerüchte aus der Bevölkerung, die Leitungsbauer seien nicht die schnellsten. „Ganz falsch“, widersprach beim Termin mit der W.i.R., an dem der Waterbölles teilnahm, OpenGrid-Pressesprecher Helmut Roloff. Sie scheinbaren „Ruhepausen“ seien der Sicherheit geschuldet. Denn sobald ein neuer Rohrabschnitt fertig verlegt und verschweißt ist, muss geprüft werden, ob er auch dicht ist. Dazu wird der mit Wasser gefüllt. Das muss sich erst zwei bis drei Tage „beruhigen“, bevor der Druck im Rohrinneren auf dem späteren Gasdruck erhöht werden kann (noch einmal zwei bis drei Tage). Und dann muss das Wasser natürlich auch wieder abgepumpt werden, bevor die Leitung mit einem Spezialgerät von innen getrocknet werden kann. Erst danach kann der fertige Rohrabschnitt an die Hauptleitung angeschlossen werden und den Gastransport zum Abnehmer Stadtwerke Remscheid übernehmen.

Die gute Nachricht in dem gestrigen Gespräch:  An der Kreuzung Vieringhausen / Solinger Straße wird Open Grid Ende nächster Woche die Baustellenampeln abbauen lassen können. Dann zieht die Baukolonne weiter Richtung Reinshagen. Der Abschnitt Edelhoffstraße /Hastener Straße kommt erst 2019 an die Reihe – als letzter. „Zu den Anwohnern hatten wir eigentlich immer ein gutes Verhältnis“, berichtete Karl-Heinz Schulmeistrat. Mit einer Ausnahme: Offenbar, weil längere Staus vor dem Ampeln an den Nerven der Autofahrer genagt hatte, kam es im gegenwärtigen Baustellenbereich zu Sachbeschädigungen an Baggern (zerbrochene Scheiben), und Beschimpfungen von Mitarbeitern, und es flogen Flaschen und Steine. Der Oberbauleiter: „Dabei machen die Mitarbeiter doch auch nur ihren Job!“ Für solche Anfeindungen habe er keinerlei Verständnis. Da mussten ihm Waltraud Bodenstedt und Ina Garweg Recht geben.

Große Blumenpflanzaktion als Dankeschön

Frühlingsblumen auf dem Mittelstreifen der Neuenkamper Straße.Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Fast 10.000 Kunden bezogen zum Jahreswechsel Ökostrom über den Tarif EWR*NATUR FIX 24. Als Dank hat die EWR GmbH entlang der Neuenkamper Straße auf mehreren hundert Metern mehr als 10.000 Frühlingsblumen gepflanzt. Dass vielzitierte Prinzip „Geben und Nehmen“ funktioniert rund um den Ökostromtarif der EWR sehr gut. Weil die Nutzer des Tarifs EWR*NATUR FIX 24 etwas für die Stadt tun, indem sie auf eine umweltfreundliche Stromversorgung setzen, hat die EWR als Dankeschön die Neuenkamper Straße mit Blumen verschönert. Die zahlreichen Autofahrer, die dort täglich vorbeikommen, dürfen sich an der Blütenpracht erfreuen, die auf dem Grünstreifen in der Mitte der vierspurigen Straße erstrahlt.

Doch die Blumenpflanzaktion ist noch nicht alles: Wer zwei Jahre lang EWR*NATUR FIX 24-Kunde bleibt, kann von den EWR-Förderprogrammen profitieren. Das betrifft Anschaffungen umweltfreundlicher Wäschetrockner oder Elektrofahrräder. Diese bezuschusst die EWR mit 50 beziehungsweise 100 Euro. Wer sich einen energiesparenden elektrischen Kondensationstrockner der EU-Energieeffizienzklasse A++ mit Wärmepumpentechnik neu anschafft, kann bis zu 50 Prozent Energie sparen. Beim Kauf eines Elektrofahrrad vom Fachhändler können EWR-Öko-Kunden einen Zuschuss von 100Euro einstreichen. Auf der Internetseite: ewr-remscheid.de/foerderung finden Interessenten weitere Informationen zu den EWR-Förderprogrammen.

Sonnenstrom kommt vom eigenen Dach

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Die Volksbank freut sich über eine Rekordmarke ihrer Photovoltaikanlage am Tenter Weg. Auf 1.000.000 Kilowattstunden ist das Display an den ersten schönen Sonnentagen Anfang April gesprungen. Im August 2013 hatte die bergische Bank die Photovoltaikanlage auf einer Dachfläche direkt neben der Hauptverwaltung in Betrieb genommen. Mit einer Fläche von rund 3.200 Quadratmetern und 855 Modulen ist sie eine der größten in der Region. Weder Gebäude noch hohe Bäume in der Nachbarschaft stören die Sonneneinstrahlung.

Je länger die Sonne scheint und je höher sie steht, desto mehr Strom produziert die Anlage. Durchschnittlich sind es 200.000 Kilowattstunden im Jahr. „Damit könnte man etwa 50 Einfamilienhäuser mit Strom versorgen“, erläutert Volksbank-Architekt Andreas Bona. Den Großteil des auf ihrem Dach erzeugten Stromes verbraucht die Volksbank selbst. 350.000 Euro hat die Photovoltaikanlage bei ihrer Anschaffung gekostet, weitere 250.000 Euro flossen in Infrastruktur und Sicherungsmaßnahmen. Eine Investition, die sich nach fünf Jahren schon bezahlt gemacht hat – für das Unternehmen wie die Umwelt gleichermaßen.

"Keine Insektizide auf städtischen Flächen!"

„Keine Neonicotinoide auf Remscheider Böden“, fordern die Remscheider Grünen und  haben zur Sitzung des Umweltausschusses am 24. April und des Rates am 3. Mai einen entsprechenden Antrag gestellt. Hintergrund: Im Oktober 2017 hat eine der aktuell wichtigsten Langzeitstudien alarmierende Zahlen zum Insektensterben in Deutschland geliefert. Ein wahrscheinlicher Hauptgrund für das massive Insektensterben ist der starke Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der intensiven Landwirtschaft. Gerade Insektizide und insbesondere die Gruppe der Neonicotinoide stehen hierbei seit längerem im Fokus. „Neonicotinoide sind aufgrund ihrer hoch toxischen Wirkung auf Insekten mittelbar auch für das dramatische Vogelsterben in unseren Breiten verantwortlich. Und nicht zuletzt gefährden sie die Nahrungskette, die auch uns Menschen ernährt“, so die Grünen.

Bereits Ende 2013 seien drei Pestizide aus der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide auf EU-Ebene nur noch eingeschränkt zugelassen worden, betonen die Grünen. Eine aktuelle Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe die Gefährdung der Bienen durch Neonicotinoide noch deutlicher gemacht. Diese hätten folglich einen entscheidenden Anteil am tragischen Bienensterben: „Städte wie Witten und Iserlohn verzichten schon heute auf Pflanzengifte. Diesen Beispielen  sollte Remscheid sich anschließen und sich für ein Verbot von Neonicotinoiden auf städtischen Flächen einsetzen!“

Der Beschlussvorschlag der Grünen im Wortlaut: „Der Rat der Stadt Remscheid bittet die Verwaltung, alle städtischen Flächen von Neonicotinoiden freizuhalten. Dazu soll

  1. geprüft werden, ob ggf. auf Flächen, die von der Stadt bzw. ihren Betrieben gepflegt und bewirtschaftet werden, Substanzen aus der Stoffklasse der Neonicotinoide ausgebracht werden,
  2. verboten werden, auf diesen Flächen solche Substanzen zu verwenden,
  3. ein entsprechender Passus in die Pachtverträge der Stadt Remscheid aufgenommen werden, und
  4. mit aktuellen Pächter*innen von städtischen Flächen verhandelt werden, mit dem Ziel einer verpflichtenden Zusage, Neonicotinoide auf den entsprechenden Flächen nicht zu verwenden.

Des Weiteren bittet der Rat der Stadt Remscheid die Verwaltung, eine öffentliche Informationsveranstaltung unter Mitwirkung von Umweltverbänden und Biologischer Station Mittlere Wupper zum Thema durchzuführen, zu der neben einer breiten Öffentlichkeit insbesondere die Kleingartenvereine, die Imkerverbände und Landwirte eingeladen werden sollen.“

Statt Wasser lieber Sitzplätze und Blumen

Wasser hat Remscheid - übers Jahr gesehen - eigentlich genug. In welcher Form auch immer. Konkret: Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone vor dem Allee-Center brauche ich kein fließendes Brunnenwasser. Hauptsache, es sieht dort hübsch aus und es findet sich ein freies Plätzchen, um die Sonne zu genießen. Das mögen  sich vielleicht auch andere Remscheiderinnen und Remscheider gedacht haben, als sie am Samstag, dem ersten echten Frühlingstag in diesem Jahr, den defekten Brunnen als Sitzgelegenheit nutzten, um dem Spiel südamerikanischer Panflötenspieler zu lauschen. Das Straßencafé nebenan war ebenfalls voll besetzt. So wünsche ich mir bis zum Herbst die Alleestraße häufiger.

Kreative Zwischennutzung Bismarckstraße 19

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das ehemalige Geschäft „Sport Hattrick“, Bismarckstraße 19, wird zur temporären Galerie für die Ausstellung von Michael Fleischmann in Zusammenarbeit mit Ute Lennartz-Lembeck. Am Mittwoch, 18. April, um 17 Uhr findet die Vernissage statt. Im Rahmen der Revitalisierung der Remscheider Innenstadt ist es eine wichtige Aufgabe, leerstehende Ladenlokale zunächst zeitweise aufzuwerten, damit das Ladenlokal selbst sowie das Umfeld attraktiv gehalten werden können. Ein gutes Beispiel hierfür ist die aktuelle Zwischennutzung des ehemaligen Sportgeschäfts am Eingang zur Alten Bismarckstraße als Ausstellungsraum. Bis zum 5. Mai sind dort die Schwarz-weiß-Aufnahmen von Michael Fleischmann zu sehen. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit Ute Lennartz-Lembeck von der Kunstschule Heimat entstanden ist, gewährt ungewöhnliche und sehr persönliche Ein- und Aussichten aus der Sicht eines Remscheiders, der auf ein bewegtes Leben zurückblickt. Besucher werden auch einige Motive aus der Innenstadt wiederentdecken und diese möglicherweise aus einer anderen Perspektive erleben können.

Die Spitzenreiter unter 436 Videos des Waterbölles

 

 

Ein Video kam zum anderen. Und auf einmal sind da 436 Videos des Waterbölles auf der Internet-Plattform YouTube, die darauf warten, angesehen zu werden. Die meisten Betrachter – 66.063 –hatte von all diesen kleinen und größeren HD-Filmen die buchen fielen im minutentakt (13‘ 05‘‘) vom 18. Februar 2016 über eine große, bis dato in Remscheid noch nie gesehene Baumfällaktion.

bagger fuer das thw (04.02.2017 15:13) bringt es bislang auf 8.703 Klicke, die elefantenmahlzeit vor dem remscheider rathaus (23.05.2015 14:31) auf 6.922 Klicks, longyearbyen auf spitzbergen (30.12.2012 17:50) auf 6.784, die feuerwehr luettringhausen zieht um (23.03.2017 15:46) auf 6.531, das altenglische puppenhaus in handarbeit (21.03.2017 5:52) auf 6.529, der neue rtw des drk remscheid (29.05.2016 18:43) auf 6.201 und der blaulichttag zu 150 jahren lenneper Fleuerwehr (01.05.2017 13:52) auf 1.558 Klicks.

Gewiss, ein Millionen-Publikum hat der Waterbölles nicht erreicht und wird es auch nie. Aber immerhin. Zumal viele Filme mehr als 1.000 Betrachter hatten. Etwa die über die WDR-Aktion „WDR2 für eine Stadt" und das Open-Air-Festival auf dem Schützenplatz. Andere Filme warten mit ca. 25 Klicks noch darauf, entdeckt zu werden, zum Beispiel bummel durch die danziger altstadt oder riga mit der tram.

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