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Bahnübergänge brauchen neue Technik

Die Bahnübergänge (BÜ) Blumentalstraße und Papenberger Straße sind mittlerweile mehr als 40 Jahre alt und befinden sich nach Angaben der DB Netz AG in einem sehr schlechten Zustand. Zitat aus einem Protokoll einer Besprechung vom 7. März, an der auch ertreter der Stadt Remscheid teilnahmen: „Die Störungen häufen sich aktuell, und die Instandhaltungsmaterialien sind nur noch begrenzt verfügbar, so dass jeweils eine Erneuerung der Bahnübergänge nach dem aktuellen Regelwerk der DB AG mit neuerster Technik erfolgen muss bzw., dass geeignete Maßnahmen einzuleiten sind, um die Sicherheit an den Bahnübergängen auch künftig gewährleisten zu können.“ Das Eisenbahnkreuzungsgesetz (EKrG) verpflichtet die betreffende Kommune, sich zu einem Drittel an den Kosten zu beteiligen. Somit entfielen auf die Stadt Remscheid in diesem Fall ca. 270.000 Euro. Die DB Netz AG und der Bund übernehmen ebenfalls je ein Drittel.

Wann das geschehen soll, steht allerdings noch nicht fest. „Im Rahmen des Abstimmungsgespräches stellte sich heraus, dass ein Ersatzbauwerk für die beiden BÜ zurzeit aus Sicht der Stadt Remscheid nicht in Frage kommt. Eine aktuelle Verkehrszählung an beiden BÜ (jeweils <1200 Kfz-Verkehre/Tag) seitens der DB Netz AG weist auf, dass hier mäßiger Verkehr vorliegt und dies kein teures Ersatzbauwerk begründen würde. Auch der Zeithorizont von der Idee eines Ersatzbauwerkes bis zur Ausführung von rund 10 bis 15 Jahren wäre bei dem schlechten Zustand der beiden BÜ nicht zielführend. Daher wird auch aus Sicht der DB Netz AG die Erneuerung der BÜ nach aktuellem Regelwerk und mit neuerster Technik bevorzugt,“ heipt es im Prtotokoll der Bahn.

In einer Mitteilungsvorlage der Stadt Remscheid zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr an 26. April liest sich das so: „Die DB Netz AG hat der Stadt Remscheid mitgeteilt, dass ein Neubau der beiden Bahnübergänge in Remscheid zwingend erforderlich ist, da die Anlagen veraltet sind und die Sicherungstechnik störanfällig geworden ist. In einem Abstimmungsgespräch zwischen DB Netz und Stadt Remscheid wurde deutlich, dass das geplante Ersatzbauwerk für den Bahnübergang Weststraße, nämlich die vorgesehene Straßenunterführung Weststraße/Presover Straße, realistischer Weise in den nächsten 15 Jahren nicht umgesetzt werden kann. Daher ist ein Beschluss des Rates erforderlich, dass der geplante Bau der Straßenunterführung Weststraße langfristig zurückgestellt wird. Die weiteren Planungen für die neuen Bahnübergänge werden noch etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen.“

Sechs Monate Wartezeit für ein paar nackte Zahlen

Politik will Bau von P&R Parkpaletten prüfen lassen“, titelte der Waterbölles am 15. September 2017. Da war das Thema aber schon nicht mehr taufrisch. Im April 2016 hatten die Fraktionen und Gruppen von SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, FDP und W.i.R. den Antrag, gestellt, die Verwaltung möge für die P+R Parkplätze an den Bahnhöfen Güldenwerth, Lennep und Lüttringhausen den Bedarf an zusätzlichen Parkflächen ermitteln. Dazu hatte die Verwaltung im Januar 2017 mitgeteilt, dass die Errichtung zusätzlicher Flächen möglich, aber aufgrund erheblicher Kosten nicht realistisch sei. Doch damit wollte sich die Politik im September - man beachte die Zeitspanne - nicht zufrieden geben. Zur Frage der Erweiterung/Aufstockung des P&R-Parkplatzes in Lennep hat die Verwaltung nunmehr zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 25. April mitgeteilt, „dass dort die Flächen für die Größe eines Parkhauses, wie es beispielsweise am Hauptbahnhof in Remscheid zu finden ist, nicht in ausreichendem Maß vorhanden sind. Zwischen Balkantrasse und der Verkehrsfläche der Robert-Schumacher-Straße besteht flächenmäßig keine Möglichkeit zur Aufstockung. Die Robert-Schumacher-Straße ist zudem als Veranstaltungsfläche eingeplant, so dass hier kein Spielraum besteht, die Fläche anderweitig zu überplanen. Das P+R-Parkhaus am Hbf Remscheid steht auf einer Grundfläche von ca. 31 m mal 33 m. In Lennep stehen an der breitesten Stelle des vorhandenen P+R-Parkplatzes lediglich ca. 20 m zur Verfügung, so dass ein vergleichbares Bauwerk in Lennep nicht zu realisieren ist.“ Merke: Zwischen erneuter Anfrage und der Antwort liegen sechs Monate!

„Aktionsbündnis A 1“ geht an den Start

Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid

Auf der A 1 zwischen Schwerte und Wuppertal werden in den nächsten Jahren umfangreiche Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten vorgenommen. Das hat große Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Die drei Industrie- und Handelskammern (IHKs) Dortmund, Hagen und Wuppertal-Solingen-Remscheid setzen sich deshalb dafür ein, dass die Baumaßnahmen in enger Absprache mit betroffenen Unternehmen durchgeführt werden. Hierfür wurde gestern in der ABUS Security Word in Wetter das „Aktionsbündnis A 1“ gegründet. Ebenfalls dabei waren die beiden Planungsbehörden, der Landesbetrieb Straßenbau.NRW und die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH).

„Wir möchten gemeinsam erreichen, dass der Informationsfluss – gerade für die betroffenen Unternehmen entlang der Strecke – besser wird. Wir wollen die Baumaßnahmen nicht verhindern, aber uns besser darauf vorbereiten“, betont Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen Industrie- und Handelskammer. Zahlreiche Brücken der A1 sind nicht mehr in der Lage, die steigenden Belastungen auszuhalten. Sie müssen abgerissen und neu gebaut werden. Darüber hinaus müssen die Tank- und Rastanlagen um weitere Lkw-Stellplätze ergänzt werden. Somit ist absehbar, dass die A 1 an vielen Stellen erneut zur Großbaustelle wird. Zahlreiche Einschränkungen und Behinderungen sind zu erwarten, die den Verkehrsfluss auf der Strecke stark beeinträchtigen und zu zahlreichen Staus führen werden. „Es ist für die Bürger und die Wirtschaft wichtig, dass der Verkehr fließt. Und zwar auf den Autobahnen und im ergänzenden Straßennetz“, so Wenge weiter.

Unterstützung bekommen die Kammern von zahlreichen betroffenen Unternehmen, darunter auch der Gastgeber, die ABUS KG. „Als Industrieunternehmen sind wir auf eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur für unsere eng getaktete Logistik angewiesen. Das heute gegründete Aktionsbündnis muss dazu beitragen, die A1 und das umgebende Straßennetz so leistungsfähig wie möglich zu halten - trotz der zahlreichen Baumaßnahmen. Wir brauchen eine enge Abstimmung aller Beteiligten, ein kluges Baustellenmanagement und vor allem möglichst kurze Bauzeiten unter Vermeidung von Sperrungen,“ so Dr. Thomas Becker, Geschäftsführer der ABUS KG. Daher sei es notwendig, so die Bündnispartner, dass alle Beteiligten bei der Planung von Baustellen generell nicht nur den eigenen Baubereich sehen, sondern auch die großräumigen Zusammenhänge, sprich den kompletten Abschnitt zwischen Kamen und Remscheid. Nach der heutigen erfolgreichen Auftaktveranstaltung wird es pro Jahr mindestens ein Treffen im Rahmen des Aktionsbündnisses geben, damit der begonnene Austausch weitergehen und vertieft werden kann.

BV stimmte überraschend gegen neuen Überweg

Die im Rahmen des Wettbewerbs zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes eingereichten Entwürfe der Preisträger sehen als Fußgängerquerung der Elberfelder Straße am Ämterhaus einen höhengleichen Überweg vor. Folgerichtig geht die Verwaltung davon aus, dass der bestehende Fußgängertunnel („Angstraum“) und die zuführenden Treppen und Rampen künftig entfallen sollen. Doch nach dem Wettbewerb wurden in der öffentlichen Diskussion auch andere Querungsvarianten diskutiert, die politische Anträge und Anfragen mündeten. In einer Beschlussvorlage zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid  am Dienstag im Lindenhof waren sie alternativ aufgeführt:

  • Antrag der SPD-Fraktion vom 17. Oktober 2017 (beschlossen im Haushalts-, Finanz- und Beteiligungsausschuss  am 16.11.2017): Für die beiden Hauptwegbeziehungen zum Ämterhaus und zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ist die Lage über die Elberfelder Straße für ggf. eine zusätzliche Überführung/Brücke für mobile BürgerInnen und SchülerInnen zu prüfen.
  • Anfrage der CDU-Fraktion vom 28.11.2017 (beraten in der BV 1 am 12. Dezember 2017): 1. Inwiefern kann der Fußgängertunnel am Friedrich-Ebert-Platz aus Sicht der Verwaltung im Sinne des „Wohlfühlfaktors“ aufgewertet und im Sinne vor allem des subjektiven Sicherheitsempfindens ertüchtigt werden? Wie teuer wären diese Maßnahmen (Bitte um eine Kostenschätzung)? Welche Lösung wäre aus Sicht der Verwaltung voraussichtlich sicherer für Fußgänger und Autofahrer: Die bisherige Tunnellösung oder eine weitere Fußgängerampel?
  • Antrag der CDU-Fraktion vom 31.1.2018 (eingebracht in die BV 1 am 13.2.2018): Die Verwaltung wird beauftragt, den Tunnel am Friedrich-Ebert-Platz mit einem zerstörungsfreien Lichtkonzept sowie einer Videoüberwachung zu ertüchtigen.
  • Antrag der Ratsgruppe der W.i.R. vom 30. 1.2018 (eingebracht in die BV 1 am 13.2.2018): Prüfung, ob der das Ämterhaus mit dem Friedrich-Ebert-Platz verbindende Tunnel im Rahmen der Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes durch bauliche Veränderungen zweitweise (nachts) geschlossen werden kann. Dabei soll dargestellt werden, wie hoch der finanzielle Aufwand der Veränderung ist und ob die entstehende Schlüsselgewalt samt Pflegeverantwortung auf das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium übertragen werden kann.

Dazu gab die Verwaltung die folgende Stellungnahme ab: Da ... die Verwaltung gehalten ist, die verbindlichen Vorgaben der RASt 06, Abschnitt 6.1.8.8 (s.o.) nicht zuletzt im Hinblick auf die Förderfähigkeit der Maßnahme einzuhalten, wird die folgende Vorgehensweise zur Beschlussfassung gestellt. Die höhengleiche Fußgängerquerung der Elberfelder Straße ist prioritärer Gegenstand der Ausführungsplanung, der bestehende Tunnel wird für den Fußgängerverkehr geschlossen. Nur sofern sich dieses Ziel im Zuge der Ausführungsplanung als in hohem Maße konfliktträchtig oder undurchführbar erweisen sollte, werden die Beibehaltung des Fußgängertunnels und/oder die Errichtung einer Fußgängerbrücke quasi als Notmaßnahme  in die Planung einbezogen. Um diese Planungsoptionen offenzuhalten, werden sie bei den vorgeschalteten Verkehrserhebungen und Modellrechnungen in geeigneter Weise als Alternativen berücksichtigt.“

Die Variante der Verwaltung hätte Bezirksbürgermeister Otto Mähler gerne als Beschluss der BV gesehen. Doch die stimmte mit Mehrheit für den Antrag der CDU und den Prüfauftrag der W.i.R. Möglich wurde das durch das Fehlen von drei  BV-Mitgliedern der SPD. Merke: Bei Gorbatschow weiß man: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. In diesem Fall aber kann die Panne wieder behoben werden: Wenn die Planung im Rat der Stadt zur Abstimmung steht. Dann dürfte die SPD ihre Reihen wohl wieder fest geschlossen haben...

Rohbau für Einzelhandel macht Fortschritte

Öde Brachfläche auf Hasten für mindestens ein Jahr?“, fragte der Waterbölles vor zwei Jahren, am 27. April 2016, nach einem Ortstermin auf dem ca. 15.500 Quadratmeter großen Gelände des früheren Spezialmaschinenherstellers Honsberg & Lamb an der Hastener Straße. Die Kevelaerer Dipl.-Ing. Josef Schoofs Immobilien GmbH wolle dort einen Discounter („Netto“, bisher am Lindenberg-Platz), ein Fachgeschäft für Tiernahrung und –zubehör („Fressnapf“, bisher an der Elberfelder Straße)  und – neu in Remscheid - ein Geschäft für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik („denn's Biomarkt“) errichten, hikeß es damals. Asus der Absichtserklärung ist längst Realität geworden, wie dieses aktuelle Foto zerigt. Der Rohbau macht inzwischen gute Fortschritte.

Für eine Beibehaltung des bisherigen Takts

Pressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt

Zu Meldungen über eine mögliche Ausdünnung des Stundentakts der ICE-Verbindung Wuppertal-Berlin erklärt der Bundestagsabgeordnete für Solingen, Remscheid und Wuppertal II, Jürgen Hardt (CDU):

„Ich hätte gerne direkt von der Bahn erfahren, dass es Überlegungen über eine Veränderung der ICE-Taktung ab 2021 gibt. Die Deutsche Bahn sollte ihre Überlegungen transparenter machen und so Gerüchten vorbeugen. Aus einem Gespräch mit der Konzernrepräsentanz der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen habe ich erfahren, dass es tatsächlich den Plan gibt, einen Sprinter von Berlin nach Köln neu einzurichten. Ich finde es gut, dass damit die Fahrzeit weiter verkürzt wird. Ob dies auch Auswirkungen für die Anbindung Wuppertals hat, steht aber noch lange nicht fest.

Meine Forderung, dass wir Abgeordnete und Städte bei allen künftigen Planungen, die Wuppertal und unsere Region betreffen, einbezogen werden, ist bei der Bahn angekommen. Ich erwarte regelmäßige Informationen und werde mich vehement für eine Beibehaltung des bisherigen Takts einsetzen.“

Baustellenampeln in Vieringhausen bald weg

Aus erster Hand informierten sich gestern Vormittag Ratsmitglied Waltraud Bodenstedt und Ina Garweg, Geschäftsführung der Ratsgruppe der W.i.R., in der Remscheider Niederlassung der Open Grid Europe GmbH an der Reishagener Straße über den Fortgang der Arbeiten an einer neuen, fast sechs Kilometer langen Gasleitung im Bereich Hasten, Vieringhausen und Reinshagen. Die neuen Rohre im Durchmesser von 200 bis 250 Millimetern sollen den Teil der Hauptgasleitung aus dem vorigen Jahrhundert ersetzen, der buchstäblich „in die Jahre gekommen ist“. Dieser so genannte „Remscheider Ring“, der eigentlich die Form eines Dreiecks hat, verbindet die Anschlussstellen von Ferngasleitungen in der Lobach, in Lüttringhausen und Hackenberg mit dem Gasnetz der Stadtwerke Remscheid. Diese beziehen hierüber norddeutsches und niederländisches Erdgas der Klasse L.

Dass der südwestliche Teil der Remscheider Hauptgasleitung sanierungsbedürftig sind, war bereits vor einigen Jahren bei routinemäßigen Inspektionen aufgefallen, wie Betriebsingenieur Arno Benninghoff berichtete. Im September 2014 begannen die Arbeiten an der neuen Leitung, und Ende 2019 werden sie voraussichtlich beendet sein. Die  einzelnen Bauabschnitte seien mit der Stadt Remscheid exakt abgesprochen und müssten phasenweise von dieser auch genehmigt worden, sagte Bauleiter Jörg Heykes von der Firma Bohlen & Doyen GmbH. Acht Mitarbeiter der Firma aus Wiesmoor in Ostfriesland verlegen die neuen Rohre im Auftrag der Essener Open Grid Europe GmbH. Als Tochterfirma E.ON Ruhrgas wurde die eigenständige Netzbetreibergesellschaft 2004 gegründet.  Seit dem 23. Juli 2012 gehört Open Grid Europe einem Konsortium internationaler Investoren, darunter auch eine Tochtergesellschaft der Münchner Rück AG. Open Grid Europe ist heute mit rund 1.450 Mitarbeitern und 450 internationalen und nationalen Kunden Deutschlands führender Erdgastransporteur.

Oberbauleiter der Firma in Remscheid ist Karl-Heinz Schulmeistrat. Er hält engen Kontakt zu den anderen Versorgern, deren Leitungen neben, unter und zum Teil auch über der alten / neuen Gasleitung liegen. Und er kennt die Gerüchte aus der Bevölkerung, die Leitungsbauer seien nicht die schnellsten. „Ganz falsch“, widersprach beim Termin mit der W.i.R., an dem der Waterbölles teilnahm, OpenGrid-Pressesprecher Helmut Roloff. Sie scheinbaren „Ruhepausen“ seien der Sicherheit geschuldet. Denn sobald ein neuer Rohrabschnitt fertig verlegt und verschweißt ist, muss geprüft werden, ob er auch dicht ist. Dazu wird der mit Wasser gefüllt. Das muss sich erst zwei bis drei Tage „beruhigen“, bevor der Druck im Rohrinneren auf dem späteren Gasdruck erhöht werden kann (noch einmal zwei bis drei Tage). Und dann muss das Wasser natürlich auch wieder abgepumpt werden, bevor die Leitung mit einem Spezialgerät von innen getrocknet werden kann. Erst danach kann der fertige Rohrabschnitt an die Hauptleitung angeschlossen werden und den Gastransport zum Abnehmer Stadtwerke Remscheid übernehmen.

Die gute Nachricht in dem gestrigen Gespräch:  An der Kreuzung Vieringhausen / Solinger Straße wird Open Grid Ende nächster Woche die Baustellenampeln abbauen lassen können. Dann zieht die Baukolonne weiter Richtung Reinshagen. Der Abschnitt Edelhoffstraße /Hastener Straße kommt erst 2019 an die Reihe – als letzter. „Zu den Anwohnern hatten wir eigentlich immer ein gutes Verhältnis“, berichtete Karl-Heinz Schulmeistrat. Mit einer Ausnahme: Offenbar, weil längere Staus vor dem Ampeln an den Nerven der Autofahrer genagt hatte, kam es im gegenwärtigen Baustellenbereich zu Sachbeschädigungen an Baggern (zerbrochene Scheiben), und Beschimpfungen von Mitarbeitern, und es flogen Flaschen und Steine. Der Oberbauleiter: „Dabei machen die Mitarbeiter doch auch nur ihren Job!“ Für solche Anfeindungen habe er keinerlei Verständnis. Da mussten ihm Waltraud Bodenstedt und Ina Garweg Recht geben.

Große Blumenpflanzaktion als Dankeschön

Frühlingsblumen auf dem Mittelstreifen der Neuenkamper Straße.Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Fast 10.000 Kunden bezogen zum Jahreswechsel Ökostrom über den Tarif EWR*NATUR FIX 24. Als Dank hat die EWR GmbH entlang der Neuenkamper Straße auf mehreren hundert Metern mehr als 10.000 Frühlingsblumen gepflanzt. Dass vielzitierte Prinzip „Geben und Nehmen“ funktioniert rund um den Ökostromtarif der EWR sehr gut. Weil die Nutzer des Tarifs EWR*NATUR FIX 24 etwas für die Stadt tun, indem sie auf eine umweltfreundliche Stromversorgung setzen, hat die EWR als Dankeschön die Neuenkamper Straße mit Blumen verschönert. Die zahlreichen Autofahrer, die dort täglich vorbeikommen, dürfen sich an der Blütenpracht erfreuen, die auf dem Grünstreifen in der Mitte der vierspurigen Straße erstrahlt.

Doch die Blumenpflanzaktion ist noch nicht alles: Wer zwei Jahre lang EWR*NATUR FIX 24-Kunde bleibt, kann von den EWR-Förderprogrammen profitieren. Das betrifft Anschaffungen umweltfreundlicher Wäschetrockner oder Elektrofahrräder. Diese bezuschusst die EWR mit 50 beziehungsweise 100 Euro. Wer sich einen energiesparenden elektrischen Kondensationstrockner der EU-Energieeffizienzklasse A++ mit Wärmepumpentechnik neu anschafft, kann bis zu 50 Prozent Energie sparen. Beim Kauf eines Elektrofahrrad vom Fachhändler können EWR-Öko-Kunden einen Zuschuss von 100Euro einstreichen. Auf der Internetseite: ewr-remscheid.de/foerderung finden Interessenten weitere Informationen zu den EWR-Förderprogrammen.

Problem: Verstärkte Kontrollen binden Personal

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag hat die CDU ihren vollmundig gestellten Antrag zur Behebung von Straßenschäden („Flickschusterei im Straßenbau“) sang- und klanglos zurückgezogen, nachdem Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) – wie zuvor im TBR-Betriebsausschuss – dargelegt hatte, dass hier nicht Geldmangel das Hauptproblem ist, sondern auch der Mangel an Ingenieuren und Bauleitern. Und mangelnder Wettbewerb im Tiefbau. Das Problem, das Problem, dass die Stadt Remscheid das Geld für den Straßenbau gegenwärtig „nicht auf die Straße bekommt“, teilte sie übrigens mit zahlreichen Kommunen im Land. Dazu Stadtkämmerer Sven Wiertz gegenüber dem Waterbölles: „Geld gibt es aus dem laufenden Haushalt, hinzu kommen Rückstellungen aus Vorjahren, und künftig kann die Stadt aus der Maut für Bundesstraßen weitere Mittel erwarten!“

Was nicht heißt, dass für den notwendigen Straßenausbau Geld in erforderlichem Maße zu8r Verfügung stünde. Es gibt Straßen in Remscheid, die stehen schon seit 15 Jahren zur Sanierung an. Ausgegeben werden könnten in diesem Jahr 26,5 Millionen Euro (wenn die TBR alle Projekte schaffen. Zu wenig für alle Frostschäden, die sich auf den 429 Ki8lometern innerstädtischer Straßen Remscheids in den vergangenen Jahren angesammelt haben.

Das Personalproblem dürfte übrigens demnächst noch größer werden. Wenn in Remscheid der Breitbandausbau beginnt und innerhalb von zwei Jahren rund 1.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Das bedeutet dann unzählige Gräben in Straßen und Gehwegen (Gesamtlänge ca. 220 Kilometer)und für die Mitarbeiter der TBR höchste Aufmerksamkeit. Denn nicht alle Firmen, die die Telekom mit dem Verlegen der Kabel beauftragt, arbeiten erfahrungsgemäß so, wie sie müssten, weiß man bei den TBR. Ihre Erfahrungen mit den Kabelverlegern sind nicht die besten. „Wir arbeiten die Mängelliste bis heute ab!“, sagte Michael Zirngiebl. Deshalb werden TBR-Mitarbeiter den externen Bautrupps beim Breitbandausbau verstärkt auf die Finger sehen. Das Das aber bindet Personal, das dann bei anderen Projekten fehlt.

Polizeioberrätin Tanja Veljovic erläuterte Unfallstatistik

Nachdem im vergangenen Jahr mehrfach in verschiedenen politischen Gremien der Stadt Remscheid der Wunsch geäußert worden, den Jahresverkehrsbericht 2017 der Polizei für das bergische Städtedreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid erläutert zu bekommen – möglichst untergliedert nach Stadtbezirken – stand am Dienstag im Großen Sitzungssaal des Rathauses die Leiterin der Direktion Verkehr des Polizeipräsidiums Wuppertal seit dem 1. September 2016, Polizeioberrätin Tanja Veljovic, einer (kleinen!) Schar von Kommunalpolitikern Rede und Antwort. Allerdings konnte sie die Unfallzahlen lediglich für das Stadtgebiet Remscheid insgesamt nennen, da eine Unterteilung der Daten und Fakten nach einzelnen Stadtbezirken nicht möglich sei, wie sie betonte.

Aus der Unfallstatistik der Polizei.Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im bergischen Städtedreieck lag 2017 mit 24.788 um 3,8 Prozent höher als im Vorjahr. Die Anzahl der bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückten Personen stieg von 8 auf 9, während die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden um 38 auf 1.650 (-2,8 Prozent) sank. Dagegen setzte sich der den vergangenen Jahren zu beobachtende Rückgang der Anzahl Schwerverletzter in 2017 leider nicht fort. Hier war insgesamt ein Anstieg um sieben auf 288 (+2,5 Prozent) festzustellen. Die Zahl der Schwerverletzte stieg besonders stark in Remscheid: auf 60 gegenüber 38 in 2016.

Die Anzahl der verunglückten Kinder bis 14 Jahre sank 2017 um 24 (-10,5%). die der verunglückter Senioren (65+) um 34 (- zwölf Prozent). Die Anzahl der geahndeten Geschwindigkeitsverstöße stieg auf 52.240 an (+1.832 = 3,6 Prozent). Die Gesamtzahl der Verkehrsunfallfluchten erhöht sich um 253 (+4,7 Prozent). Die gute Nachricht: 69,6 Prozent aller Verkehrsunfallfluchten mit Personenschaden im bergischen Städtedreieck wurden aufgeklärt. Während die Zahl der Fluchten nach Verkehrsunfällen mit Personenschaden um fünf (-3,3%) zurückging, hat sich die Zahl der Fluchten nach Sachschadenunfällen um 258 (+fünf Prozent) erhöht. In ihrem Vortrag ging Polizeioberrätin Tanja Veljovic auf einige Besonderheiten in der Unfallstatistik ein (siehe Video).