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Bilder aus einer Stadt mit vielen Nationen

Pressemitteilung der Kraftstation, Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V.

Die Kraftstation, Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V., hat nach längerer Vorarbeit zusammen mit der Albert Einstein Schule (AES) Remscheid und dem Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Remscheid, das Fotoprojekt „„verschieden | gleich | zusammen“ durchgeführt, das Befindlichkeiten und Sichtweisen einer Gruppe junger Menschen in dieser Stadt sichtbar und greifbar macht. Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 der AES zeigen in unterschiedlichen Arbeiten, inszenierten Fotos und Porträts mit eigenen Textzeilen Reflexionen über sich selbst. Dabei geht es um das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung in einer Stadt mit vielen Nationen.

Die Internationale Flüchtlingsklasse des Berufskollegs arbeitete mit Aufprojektionen: Fotos, die aus der Heimat der Schüler*innen stammen, verschmelzen dabei mit aktuellen Fotos. So verbindet sich die Vergangenheit und Herkunft der Schüler*innen mit ihrem gegenwärtigen Leben hier und jetzt. Im Idealfall löst die Ausstellung in der Zentralbibliothek Remscheid bei den Betrachtern eigene Reflexionen aus über Verschiedenheit, Gleichheit und Zusammengehörigkeit. Das Projekt wurde vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend und Sport des Landes NRW durch die LAG Soziolkultureller Zentren NW gefördert. Geleitet wurde es von Christian Beltz (Kraftstation), Thomas E. Wunsch (Fotokompositionen) und Ute-Anne Stillert-Loreng mit der Jahrgangsstufe 12, GK Kunst, der Albert Einstein Schule.

Die Fotoausstellung wird am Dienstag, 24. April, um 15 Uhr durch den Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz eröffnet. Bis zum 17. Mai kann die Ausstellung dann zu den regulären Öffnungszeiten (Dienstag und Freitag 11 - 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 11 – 18 Uhr, Samstag 11 – 13 Uhr) in der Stadtbücherei besichtigt werden.

BV stimmte überraschend gegen neuen Überweg

Die im Rahmen des Wettbewerbs zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes eingereichten Entwürfe der Preisträger sehen als Fußgängerquerung der Elberfelder Straße am Ämterhaus einen höhengleichen Überweg vor. Folgerichtig geht die Verwaltung davon aus, dass der bestehende Fußgängertunnel („Angstraum“) und die zuführenden Treppen und Rampen künftig entfallen sollen. Doch nach dem Wettbewerb wurden in der öffentlichen Diskussion auch andere Querungsvarianten diskutiert, die politische Anträge und Anfragen mündeten. In einer Beschlussvorlage zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid  am Dienstag im Lindenhof waren sie alternativ aufgeführt:

  • Antrag der SPD-Fraktion vom 17. Oktober 2017 (beschlossen im Haushalts-, Finanz- und Beteiligungsausschuss  am 16.11.2017): Für die beiden Hauptwegbeziehungen zum Ämterhaus und zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ist die Lage über die Elberfelder Straße für ggf. eine zusätzliche Überführung/Brücke für mobile BürgerInnen und SchülerInnen zu prüfen.
  • Anfrage der CDU-Fraktion vom 28.11.2017 (beraten in der BV 1 am 12. Dezember 2017): 1. Inwiefern kann der Fußgängertunnel am Friedrich-Ebert-Platz aus Sicht der Verwaltung im Sinne des „Wohlfühlfaktors“ aufgewertet und im Sinne vor allem des subjektiven Sicherheitsempfindens ertüchtigt werden? Wie teuer wären diese Maßnahmen (Bitte um eine Kostenschätzung)? Welche Lösung wäre aus Sicht der Verwaltung voraussichtlich sicherer für Fußgänger und Autofahrer: Die bisherige Tunnellösung oder eine weitere Fußgängerampel?
  • Antrag der CDU-Fraktion vom 31.1.2018 (eingebracht in die BV 1 am 13.2.2018): Die Verwaltung wird beauftragt, den Tunnel am Friedrich-Ebert-Platz mit einem zerstörungsfreien Lichtkonzept sowie einer Videoüberwachung zu ertüchtigen.
  • Antrag der Ratsgruppe der W.i.R. vom 30. 1.2018 (eingebracht in die BV 1 am 13.2.2018): Prüfung, ob der das Ämterhaus mit dem Friedrich-Ebert-Platz verbindende Tunnel im Rahmen der Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes durch bauliche Veränderungen zweitweise (nachts) geschlossen werden kann. Dabei soll dargestellt werden, wie hoch der finanzielle Aufwand der Veränderung ist und ob die entstehende Schlüsselgewalt samt Pflegeverantwortung auf das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium übertragen werden kann.

Dazu gab die Verwaltung die folgende Stellungnahme ab: Da ... die Verwaltung gehalten ist, die verbindlichen Vorgaben der RASt 06, Abschnitt 6.1.8.8 (s.o.) nicht zuletzt im Hinblick auf die Förderfähigkeit der Maßnahme einzuhalten, wird die folgende Vorgehensweise zur Beschlussfassung gestellt. Die höhengleiche Fußgängerquerung der Elberfelder Straße ist prioritärer Gegenstand der Ausführungsplanung, der bestehende Tunnel wird für den Fußgängerverkehr geschlossen. Nur sofern sich dieses Ziel im Zuge der Ausführungsplanung als in hohem Maße konfliktträchtig oder undurchführbar erweisen sollte, werden die Beibehaltung des Fußgängertunnels und/oder die Errichtung einer Fußgängerbrücke quasi als Notmaßnahme  in die Planung einbezogen. Um diese Planungsoptionen offenzuhalten, werden sie bei den vorgeschalteten Verkehrserhebungen und Modellrechnungen in geeigneter Weise als Alternativen berücksichtigt.“

Die Variante der Verwaltung hätte Bezirksbürgermeister Otto Mähler gerne als Beschluss der BV gesehen. Doch die stimmte mit Mehrheit für den Antrag der CDU und den Prüfauftrag der W.i.R. Möglich wurde das durch das Fehlen von drei  BV-Mitgliedern der SPD. Merke: Bei Gorbatschow weiß man: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. In diesem Fall aber kann die Panne wieder behoben werden: Wenn die Planung im Rat der Stadt zur Abstimmung steht. Dann dürfte die SPD ihre Reihen wohl wieder fest geschlossen haben...

Für Lebensraum von Insekten können viele sorgen

Mehrere Faktoren beeinflussen grundsätzlich den Bestand und die Artenvielfalt von Insekten. So wirkt sich insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft auf die Vielfalt der Insekten aus, da diese zu einer Strukturverarmung der Landschaft sowie zu einem Rückgang des Blütenangebots für Bestäuber führt und viele Insekten dadurch ihre Nahrungsgrundlagen und Lebensräume verlieren. Das Nährstoffüberangebot, die Einengung der Feldfruchtwahl, die Homogenisierung und Vergrößerung der Schläge und der damit verbundene Rückgang von Randstrukturen und Blühstreifen, sowie die gestiegene Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sind einige wesentliche Einflussfaktoren. Studien belegen, dass Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide einen negativen Einfluss auf Wildbienen und Hummelarten haben. So beginnt die Mitteilungsvorlage 15/4787 der Stadt Remscheid (unter Quellenhinweis auf das Bundesamt für Naturschutz 2018), die eine Anfrage der CDU-Fraktion vom 7. November 2017 beantwortet. Demnach waren nach Roten Liste in NRW (Stand 2011) 37,6 Prozent der Wildbienen und Wespen ungefährdet, bei den Tagfaltern sogar nur noch 22,5 Prozent.

„Die bundesweit festgestellte Entwicklung (etwa 80 Prozent weniger Insekten-Biomasse innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren) hat vor dem Bergischen Land nicht halt gemacht“, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. „Die Vergleichsuntersuchungen von Dr. Martin Sorg zur Biomasse von Insekten wurden auch im südlichen Bergischen Land durchgeführt mit demselben Ergebnis. Es ist davon auszugehen, dass die Untersuchungsergebnisse auf Remscheid mit seiner vergleichbaren Landschafts- und Nutzungsstruktur übertragbar sind. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf ein Fachgespräch mit der Vorsitzenden des Naturschutzbeirats, der Naturschule Grund, der Biologischen Station Mittlere Wupper und der unteren Naturschutzbehörde vom 9. Januar 2018.

Die Insekten-Vorrangflächen konzentrieren sich auf fünf Remscheider Landschaftsräume. Folgende Konzeptionen und Pläne haben in Remscheid u.a. den Insektenschutz als Ziel:

  • Drei Landschaftspläne inkl. 23 Naturschutzgebiete (untere Naturschutzbehörde)
  • Zehn Pflege- und Entwicklungspläne für die Naturschutzgebiete (Biologische Station)
  • Die Untersuchung von 29 Reptilienhabitaten und trockenwarmen Biotopen (Biostation)
  • Floristische und faunistische Untersuchungen von 47 Biotopkomplexen (Biostation)

Die große Masse der Insekten ist auf Sonne, Wärme und eine arten- und blütenreiche Pflanzenwelt (Gräser, Kräuter, Sträucher) angewiesen. Wichtige Voraussetzung für Arten- und Blütenreichtum sind magere Böden und ungedüngte oder wenig gedüngte Wiesen. Von besonderer Bedeutung sind Kleinbiotope (Steinbrüche, Böschungen, Säume), Heideflächen, Feuchtgebiete, Magerwiesen, artenreiche Waldmäntel, Hecken und Felsbiotope. Einzelne Naturschutzgebiete wurden auch zum Schutz der dort lebenden Insekten (Heuschrecken, Libellen, Tagfalter) ausgewiesen (Dörpetal und Seitentäler, Feldbachtal, Schneppendahler Siepen, Steinbruchgelände Hohenhagen). Auch seien die Lage und der Zustand aller bedeutsamen trockenwarmen Biotope in Remscheid bekannt, so die Verwaltung. „Die wertvollsten Flächen werden jährlich gepflegt und begutachtet.“ Zur Pflege der für den Arten- und Insektenschutz bedeutsamsten Offenlandflächen setzt die untere Naturschutzbehörde seit 2004 jährlich rund 30.000 Euro an Naturschutz-Fördermittel des Landes ein. In den vergangenen 14 Jahren waren dies insgesamt 440.000 €.

Nach Flächenrecherche der unteren Naturschutzbehörde gibt es aktuell in Remscheid rund 100 Vorrangflächen für Insekten (trocken-warme Sonderstandorte und extensiv-mageres Offenland): zehn Heideflächen, 25 Standorte mit Magerzeigern und 60 bis 70 entwickelbare Standorte mit „Ausmagerungstendenz“ der Böden. 95 Prozent dieser Flächen werden extensiv bzw. mäßig intensiv genutzt (überwiegend von Hobby-Landwirten bzw. im Nebenerwerb), die übrigen von landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Rund 25 Prozent der Vorrangflächen befindet sich in öffentlichem Besitz, 75 Prozent in Privatbesitz. Gut vernetzte Landschaftsräume mit Vorrangflächen der Insektenvielfalt sind

  • Magerwiesen/Heiden (Panzertal, Feldbachtal, Dörperhöhe, Böschungen der Wuppertalsperre)
  • Südhänge und Wiesen/Heiden (Bökerhöhe, Struck, Falkenberg, Bliedinghausen)
  • Magerwiesen (um Reinshagen und Westhausen)
  • Steinbruchgelände und Magerwiesen auf dem Hohenhagen
  • Heiden und Extensivgrünlandkomplex (Westen, Grund, Grüne, Oelingrath)

Ein kontinuierliches Angebots heimischer Wildkräuterblüten, z.B. durch Ansaaten an Ackerrandstreifen, führt nach Ansicht der Naturschützer zu einem deutlichen besseren Nahrungsangebot für Wildbienen. Ungefähr ein Viertel der heimischen Wildbienenarten könne auch durch künstliche Nisthilfen relativ einfach gefördert werden, etwa auf freiwilliger Basis an Schulen und Kindergärten sowie auf innerstädtischen Grünflächen und in Parks. Empfohlen wird, das Projekt der TBR zum Straßenbegleitgrün mit blütenreichen Saatgutmischungen fortzusetzen. Aber auch private Grundstückseigentümer sollten und könnten ihr Gelände „insektenfreundlich pflegen und auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten“. Bei Bauvorhaben im Außenbereich bzw. bei Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen verlangt die Baubehörde im Übrigen die Verwendung arten- und blütenreicher heimischer Gehölzpflanzungen. Andere Aktivitäten (z.B. Landschaftspflege, Bürgerberatung, Blumenwiesen) laufen bereits seit vielen Jahren. Und mit seinem Beschluss vom 22. Februar 2018 brach der Rat der Stadt ganz aktuell eine Lanze für Insektenhotels. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Akteuren der Verwaltung, Naturschutzorganisatoren, Schulen, Werkstätten sowie Kitas will vor Ort Blumenwiesen und Insektenhotels als Nahrungs- sowie Brutangebote initiieren und koordinieren. Mit Merkblättern, Baukästen und Empfehlungen eigener Projekte will sich die AG an Eltern- und Schülerinitiativen, aber auch Privatpersonen und Firmen wenden.

Ein "Informationspaket", aber drei Termine

Zwei Großprojekte vor der entscheidenden Phase“, titelte der Waterbölles am 6. März, nachdem bekannt geworden war, dass die Stadtverwaltung – den Neubau einer Rettungswache neben dem Rathaus, verbunden mit einem Erweiterungsbau, und den Neubau des Berufskollegs Wirtschaft & Verwaltung. „im Rahmen von formalen EU-Ausschreibungsverfahren als erweiterte Totalunternehmer-Modelle“ realisieren will. Eine oder je eine Lenkungsgruppe mit Vertreter/Innen des Rates und der Verwaltung soll die wesentlichen Entscheidungen im Vergabeverfahren begleitet.

Einzelheiten erfuhren die Ratsmitglieder am 7. März im Schulausschuss, am 13. März in Bauausschuss und am Donnerstag im Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss, und zwar in allen drei Fällen von Rechtsanwalt Dr. Marc Dinkhoff von der Wolter & Hoppenberg Rechtsanwälte Partnerschaft mbB aus Münster und von Thomas Mandt, Gebietsleiter der VBD Beratungsgesellschaft in Köln. Und jedes Mal erläuterten sie, dass das gewählte Vergabeverfahren für die Stadt vorteilhaft sei, da es mit den Entwürfen gleich einen konkreten Festpreis verbinde. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Zuschlag auf eine einzige Firma fällt, die sich für beide Bauvorhaben beworben hat, sagte nach der Sitzung des Bauausschusses Thomas Judt, Chef des Gebäudemanagements, dem Waterbölles auf Nachfrage. Daraus könnten sich Synergieeffekte ergeben...

Der Begriff „Synergieeffekte“ beschreibt ein gegenseitiges Fördern, das zu gemeinsamem Nutzen führt, zu einer Win-Win-Situation so zusagen. Konkret: Hätten die beiden Experten nicht dreimal, sondern nur einmal nach Remscheid zu kommen brauchen, hätten Sie Arbeitszeit gespart und zugleich auch etwas für den Klimaschutz getan. Das gleich gilt für die Remscheider Kommunalpolitiker, die das Projekt demnächst begleiten werden. Doch dem, stand der politische Entscheidungsprozess entgegen. Und der verlangte nun einmal die Beteiligung der drei Grfemien. Nur gut, dass die beiden Gäste und ihre Mitarbeiter/innen die drei Termine am 7. Und 13. März sowie gestern nicht nach den üblichen Stundensätzen abrechnen können, sondern diese (und weitere) Präsenztage in Remscheid im Angebot von Wolter & Hoppenberg und VBD enthalten sind.

Wasser plätscherte über Ostern durch die Schule

Im Berufskolleg Technik der Stadt Remscheid ist nach den Osterferien von einem Mitarbeiter in einem Klassenraum ein erheblicher Wasserschaden festgestellt worden: Aus einem Wasserhahn waren über ein Waschbecken ca. 40 bis 50 Kubikmeter Wasser in den Klassenraum und weiter in das Gebäude gelaufen. Wasserschäden wurden in der darunterliegenden Produktionsstraße und im Lehrerzimmer festgestellt. Das Wasser ist bis in das 2. Untergeschoss geflossen und hat dort Schäden an den Decken sowie am Inventar angerichtet. Die Stadt hat umgehend die Polizei eingeschaltet.

Das ausgelaufene Wasser wurde von einem örtlichen Reinigungsunternehmen beseitigt, und es wurde Bautrockner aufgestellt. Die Schulleitung hat den Unterricht in andere Räume der Schule verlegt, um den Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler nach den Schulferien sicherzustellen. Die genaue Schadenshöhe wird derzeit vom städtischen Gebäudemanagement ermittelt. Nach derzeitigem Stand wird davon ausgegangen, dass ein technischer Defekt den Schaden ausgelöst hat, verbunden mit menschlichem Fehlverhalten. „Eine vorwerfbare Handlung ist nicht erkennbar“, so die Stadtverwaltung. (nach Pressemitteilung der Stadt Remscheid)

Schule Hölterfeld ist "strategische Raumreserve"

Im Jahr 2015 wurde die alte Schule Hölterfeld am Hasten kurzfristig zur Notunterkunft für Flüchtlinge. Im Jahr 2014 hatte der heutige Oberbürgermeister und damalige Stadtdirektor noch erklärt, dass der Stadt der Abriss des Gebäudes am liebsten sei. Zum Beispiel wäre dort Wohnfläche denkbar. Das in die Jahre gekommene Gebäude sei stark sanierungsbedürftig geworden. Eine Renovierung sei der Stadt aber finanziell nicht möglich“, heißt es in einer Anfrage der CDU-Fraktion vom 5. Februar an die Verwaltung. Sie wollte wissen, wie die Schule derzeit genutzt werde und was mit ihr künftig vorgesehen sei. Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 17. April liegt nunmehr die Antwort aus dem Rathaus vor. Zitat: „Im Gebäude der ehemaligen Schule Hölterfeld finden derzeit zwei Integrationssprachkurse der Volkshochschule statt. Weiterhin versorgt die Heizungsanlage des Schulgebäudes die angrenzende Sporthalle mit Wärme. Die benachbarte Kindertageseinrichtung ist hingegen autark. Die Schule wird derzeit als strategische Raumreserve genutzt, so wurden u.a. 2016 sieben Räume (zzgl. Verwaltungsräume und Sanitäranlagen) an die „Heilpädagogische Tagesgruppe inklusive Förderschule“ vermietet, um den Unterrichtsbetrieb nach einem Wasserschaden zu ermöglichen. Die strategische Raumreserve ist auch weiterhin erforderlich, da auf zwischenzeitlich wieder steigende Schülerzahlen und Differenzierungsbedarfe, bspw. im Bereich der Sprachkurse, ggf. zu reagieren ist. Diese Rahmenbedingungen haben sich seit 2014 grundlegend verändert.“

Geld für leckere Waffeln geht an Möhrchen

Es gibt Kinder, die ohne Frühstück zur Schule gehen und erst am Nachmittag etwas zu essen bekommen. Der Verein Möhrchen macht es möglich, dass jedes Grundschulkind in Remscheid Frühstück und ein warmes Mittagessen bekommt. Deshalb hatte die alevitische Gemeinde Remscheid, Lenneper Str. 1, gestern Nachmittag auch in diesem Jahr wieder Mitglieder und Freunde zum Waffelessen eingeladen. Denn Möhrchen braucht jedes Jahr aufs Neue finanzielle Unterstützung. Bircan Aslan: „Das Geld geht 100 Prozent an Möhrchen!“ Und wer die Waffeln mit Kirschen und Sahne schon bei der ersten Benefizaktion zugunsten von Möhrchen probiert hatte, kam gestern gerne wieder.

Als Lennep noch eine Ingenieurschule hatte

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Vor nunmehr dreißig Jahren, im Jahr 1988, erschien in Wuppertal eine Festschrift des Fachbereichs 12 –Maschinentechnik-  der Bergischen Universität –Gesamthochschule Wuppertal.  „125 Jahre jung“ hieß es da fettgedruckt auf dem Cover, das auf Millimeterpapier einen Zirkel, eine Schieblehre und einen für unsere heutigen Verhältnisse vorsintflutlichen Computer zeigte. Der Inhalt der Schrift zeichnet für die Zeit von 1863 bis 1988 die Ingenieurausbildung für das Bergische Land in Wuppertal nach, wobei u.a. auch die Vorgeschichte in Remscheid-Lennep Der Remscheider Oberbürgermeister Willi Hartkopf bemerkte seinerzeit: „Als am 1. Oktober 1964 die Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen im Röntgen-Museum in Remscheid-Lennep ihren Unterrichtsbetrieb aufnahm, ging für die Remscheider Wirtschaft ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung“. Aber er fügte sogleich hinzu: „1970 hieß es dann allerdings schon wieder: Remscheid ist im Kampf um die Ingenieurschule aus dem Rennen. Das war für unsere Stadt eine schmerzliche Entscheidung der damaligen Landesregierung".

Die Unterbringung der Staatlichen Ingenieurschule Remscheid-Lennep blieb leider mehr als provisorisch, Man lernte u.a. in der alten katholischen Schule am Stadion und im Röntgenmuseum. Die Verwaltung der Ingenieurschule befand sich in der alten Moll´schen Fabrik an der Neugasse. In einer Chronik der Bergischen Universität hinsichtlich ihrer Vorgängerinstitutionen für das Jahr 1964: „Zum Wintersemester öffnet die Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen und Elektrotechnik in Remscheid-Lennep ihre Pforten. Dort studieren nun 400, in Wuppertal bereits über 500 zukünftige Ingenieure.“

Im August 1971 wurden die Staatlichen Ingenieurschulen in Wuppertal und Remscheid  mit weiteren Ausbildungsstätten zur Fachhochschule Wuppertal organisatorisch zusammengefasst. Wenn auch die Lenneper Ingenieurschule in Remscheider Verlautbarungen kaum noch vorkommt, im Bewusstsein älterer Lenneper ist sie durchaus noch präsent. Ich selber kann mich gut erinnern, dass ich, wenn ich von unserem Haus am Mollplatz über die Neugasse in die Altstadt ging, dort auf die damaligen Ingenieurschüler traf, die seinerzeit ziemlich verstreut in Lennep studierten. Es waren ja nur wenige Jahre, bis man Lennep nach und nach wieder verließ, Diplome gab es bis 1973, und in der Chronik der jetzt vor Ort residierenden Lenneper Turngemeinde heißt es für das Jahr 1975 lapidar: „Die Ingenieurschule hat das Gebäude verlassen“. Die späteren Ingenieure, die „Ehemaligen“ der Lenneper Ausbildungseinrichtung aber feiern bis heute in Lennep regelmäßig ihre damalige Zeit.

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Remscheider Förderschüler ohne Scheu vor Politik

Panspiel von vier "Schüler-Fraktionen"gestern im Remscheider Rathaus. 

Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich die Vertreterinnen und Vertreter der Jungen Union, der Jungsozialisten, der Jungen Liberalen, der Grünen Jugend und der Wählergemeinschaft an einen Tisch setzen, um gemeinsam für politische Teilhabe zu werben. Gestern allerdings veranstalten die Jugendverbände im Remscheider Rathaus das Planspiel „Tatort Freizeit: Was fehlt hier in Remscheid?“ Dabei wurde eine Ratssitzung samt Fraktionssitzungen simuliert. 20 Schülerinnen und Schüler der Hilda-Heinemann-Förderschule nahmen daran in vier gleich große Gruppen („Fraktionen“) teil. Ihre Aufgabe: Mit Argumenten für die Ansiedlung eines Freizeitprojektes zu werben. Das Besondere: keine der Fraktionen kann alleine ihr Projekt durchziehen; Sie müssen sich um Kompromisse bemühen, um im Rat eine Mehrheit zu finden. Im Waterbölles-Video die vier „Fraktionssitzungen“ und Statements von Fabian Knott (Junge Union /CDU) und Sebastian Golletz (Junge Liberale / FDP).

Schule für Ergotherapie mit Tag der offenen Tür

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

„Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat“, wusste schon Alexander von Humboldt. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Ausbildungen, Studiengängen und beruflichen Wegen allgemein. Da ist es für junge Menschen oftmals schwierig, den für sie geeigneten Beruf zu finden. Die Schule für Ergotherapie des Diakonischen Bildungszentrum Bergisch Land (DBZ) bringt Interessierten daher auch in diesem Jahr mit einem Tag der offenen Tür am 20. März das Berufsbild Ergotherapeut näher. Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit, gesellschaftlichen Teilhabe und Lebensqualität eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ergotherapeutischer Maßnahmen ist die Stärkung des Klienten in seinem persönlichen Umfeld bei der Durchführung von für ihn bedeutungsvollen Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit. Ergotherapeuten setzen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassungen und Beratung gezielt und ressourcenorientiert ein. Daher ist unsere Ausbildung handlungs- sowie praxisorientiert und befähigt die Schüler zu klientenzentriertem Arbeiten.

.„Seit einigen Jahren nutzen Schüler den Tag der offenen Tür, um den Beruf Ergotherapeut kennenzulernen. Und das Interesse wächst von Jahr zu Jahr“, erklärt Claudia Schmidt, Ausbildungsleitung Schule für Ergotherapie des DBZ: Die Erfahrungen sind durchweg positiv. „Bisher haben uns nach einem oder zwei Tagen Bewerbungen erreicht. Die Besucher erfahren am Tag der offenen Tür nicht nur viel über die Ausbildung, sondern können auch Dinge selbst ausprobieren. Da merken viele: Dieser Beruf ist genau das Richtige für mich“.

Besucher können handwerklich-gestalterisch tätig werden, indem sie verschiedene Techniken, die auch in der Ausbildung zum Ergotherapeuten vermittelt werden, ausprobieren;  arbeiten mit Holz und Filz ist eine Möglichkeit. Auch können sie sich im Rollstuhlparcours und bei Geschicklichkeitsspielen versuchen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich Fachliteratur und Filme zum Berufsbild Ergotheapeut anzusehen und sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. „Auch der Film „Ich werd‘ Ergo“ wird gezeigt“, verrät Schmidt. Darin haben Schüler ihre Ausbildung filmisch dargestellt. „Uns ist es besonders wichtig, dass sich die jungen Leute in verschiedenen Disziplinen einmal ausprobieren können und sich mit denen unterhalten, die selbst die Ausbildung gerade absolvieren“, erläutert Schmidt. „Denn genau das gibt ihnen die Möglichkeit, herauszufinden, ob die Ausbildung zum Ergotherapeuten für sie die richtige ist.“